Yung Hurn - erstes großes Konzert in Wien (c)

Yung Hurn - erstes großes Konzert in Wien

Die Galionsfigur des Cloud Raps ist nach Berlin gezogen. Im Zuge des Red Bull Formats Junge Römer kommt der Wiener in seine Heimatstadt zurück und spielt sein erstes großes Konzert im ausverkauften WUK.

Yung Hurn, das Wunderkind des Wolkenrap Genres, gab gestern Abend im Zuge des Falco Tribut Programms "Junge Römer" sein Konzert Debut in Wien.

Im ausverkauften WUK treffen überwiegend männliche Fans um 20:30 ein, um dem Shootingstar die Ehre zu erweisen. Auf Facebook werden davor horrende Preise für Tickets feilgeboten. Der Altersdurchschnitt liegt bei gefühlten 28 Jahren, weniger Kiddies, mehr Kunststudenten, Musikjournalisten und Akademiker.

Kurz nach 21 Uhr betritt die Cloud Rap Lichtgestalt mit T-Shirt verdecktem Gesicht und rotem Schal die Bühne. Der Bass von Lex Lugner´s Trap Soundkonstrukt hämmert sich in die Gehörgänge der Zuschauer. Es wummert und scheppert.

Der Haus- und Hofproduzent des HPF Kollektivs fungiert gleichzeitig als DJ und stützt mit entspannter Miene seinem Halbbruder den Rücken.

Yung Hurn sagte in einem Radiointerview selbst von sich, dass er nicht der beste Live Performer sei, das Publikum empfindet dies anders und singt die meisten seiner Songs textsicher mit, auch wenn er mal einen Aussetzer hat und eine komplette Strophe ausfallen lässt. Ab und an fliegen ein paar Becher Richtung Bühne, wovon sich Hurn nicht aus der Ruhe bringen lässt. Zur Wodka Hymne "Stoli" tauchen plötzlich unzählige aufblasbare Stolichnaya Flaschen, die sich ihren Weg vom Publikum auf die Bühne bahnen. Wir waren in der ersten Reihe und haben einen kleinen Ausschnitt für alle, die nicht vor Ort sein konnten.

Yung Hurn - Live Konzert WUK Wien 29.1.2107 from Warda Network on Vimeo.

Die Sprechchöre intensivieren sich bei den Songs "Opernsänger"und "Nein", danach verlässt der Wahlberliner die Bühne, um nach kurzer Zeit für das Grande Finale und dem Hit des Jahres: Bianco zurückzukehren. Zum Abschluss bedankt er sich bei all jenen, die Michi Häupl gewählt haben und verlässt nach ca. 45 Minuten ein sichtlich zufriedenes Publikum. 

Fazit: Ein solides Debüt mit nihilistischem Ansatz, gutem Sound und auffällig hip gekleidetem Publikum. 

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