Halloween 2017, Witch! Viele Besoffene, wenige Hemmungen und ganz viel Blut (c) Titelbild Credits: Adrian Zehner

Halloween 2017, Witch! Viele Besoffene, wenige Hemmungen und ganz viel Blut

Der eine Tag im Jahr, an dem es keinen interessiert, wie besoffen du bist und wie beschissen dein Style aussieht, ist Geschichte. Die eine Hälfte der Bevölkerung freut sich, der Rest trauert. Wir haben uns neben dem Club Alice auch noch andere top Events reingezogen und durften uns immer wieder auf's Neue wundern, wie peinlich man eigentlich sein kann. 

Zu Halloween ziehen sich die Leute nicht nur so an, als würden wir eine Apokalypse live miterleben, sie führen sich auch so auf, als gäbe es kein Morgen und keine Gesetze mehr. In einem Fall trifft das sogar zu: das Vermummungsverbot wurde für einen Tag aufgehoben, denn sonst hätte die Polizei keine Zeit mehr, sich den wichtigen Dingen zu widmen - wie zum Beispiel besoffene Idioten von den Straßen aufzuklauben.

Diese Gelegenheit muss natürlich genützt werden und so "schießt" dieses Individuum den Vogel mit seiner Verkleidung ab: 

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Credits: Adrian Zehner

Um in Fahrt zu kommen, begann die Nacht mit dem Konzerthighlight in der Grellen Forelle. Dort erwarteten uns feierwütige Menschen, die als Hip-Hopper verkleidet waren und die Arme durch die Luft wedelten, um authentisch zu wirken.

Die Vorband Von Seiten der Gemeinde heizte schon mal ordentlich ein und brachte trotz Sprachbarrieren gegen Ende alle zum Tanzen und Abfeiern.

Doch erst Romano legte dann so richtig los. Der verrückte Rapper aus Deutschland lieferte einen bekannten Song nach dem nächsten und jeder drehte durch. Sein Style ist unverkennbar und seine Punchlines schlagen alle alteingessessenen Oldschool Rapper. Der Auftritt gab der Crowd direkt einen Klaps auf den Po. 

Nach dem Konzert war die Stimmung ganz oben, doch es fehlte das wahre Halloween Feeling. Das einzig Richtige in dieser Situation ist es, eine der vielen Halloween Preparties aufzusuchen, wo man seinen Pegel erreichen und Gleichgesinnte in mühevoll zusammengestellten Kostümen beobachten kann. Dort ist man nämlich in einem geschützten Umfeld und darf auch das ein oder andere Mal umkippen in seinem Suff. Die Partyhochburg in der Florianigasse war genau der richtige Ort, um auf Touren zu kommen.

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Credits: Adrian Zehner

Um eine offizielle Halloween Party zu erleben, führten dann alle Wege ins Chaya Fuera. Die dürftige Schlange vor den Türen deutete allerdings auf einen leeren Dancefloor hin. 

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Credits: Adrian Zehner

Zum Glück war das nur eine Täuschung. Drinnen standen nämlich so viele Leute vor der Garderobe, dass es aussah, als würde ein eigener DJ auflegen, den die Menschenmassen ungeduldig erwarteten. Selbes galt für den Mainfloor, wo aber tatsächlich ein DJ hinter dem Pult stand. Die Stimmung war Bombe und die Kostüme konnten sich ebenfalls sehen lassen. Jeder war verkleidet, vom Barpersonal bis hin zum letzten Partyclown. 

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Credits: Adrian Zehner

Einige Kostüme waren auf den ersten Blick nur nicht leicht zu erkennen. Man steckte viel Schweiß und Blut in die Verarbeitung und wollte um jeden Preis herausstechen. Dieser Herr ging zum Beispiel als besoffener Vollidiot. Dazu kann man nur eines sagen: nailed it!

Halloween lebt von den verrückten Partywütigen der Stadt und auch die Events werden von Jahr zu Jahr besser. Jetzt heißt es allerdings wieder, sich die Schminke vom Gesicht zu waschen und seine Sünden im Klo runterzuspülen. Macht das am besten, bevor ihr eure Essensbestellung vom Lieferservice entgegennehmt. Sonst ärgert sich der Lieferant, dass er gerade eine Fetischparty verpasst hat. 


Hier geht's zum Halloweenreview im Club Alice und hier im Goodmanns.

Titelbild Credits: Adrian Zehner

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