Challenge accepted: wie 1 fucked-up Boi einfach so mit den rich kids feiert (c) Titelbild Credits: Fabian Petschnig

Challenge accepted: wie 1 fucked-up Boi einfach so mit den rich kids feiert

Die WARDA Redaktion macht sich intern ab und an mal einen riesen Spaß, indem sie äußerst unpassende Situationen erschafft. Dieses Mal war ich das Ziel einer solchen Idee. Als der vermutlich alternativste Redakteur werde ich nur noch in "fancy" Lokale geschickt und nun war ich in der Babenberger Passage, um zu schauen, wie es sich dort bei Retro so feiert - Undercover Partyboy.

Die Chats waren bereits davor sehr amüsant, weil sich die Frage auftat, ob ich es überhaupt schaffen würde, an den Türstehern vorbeizukommen - schick anziehen war der Plan. Da ich aber zuvor auf einem Hip-Hop Konzert gewesen war, hatte nur meine äußerste Schale den Eindruck, nobel gekleidet zu sein. Darunter versteckte sich mein gewohnt abgefuckter Style, was aber nach Eintritt ins Lokal vollkommen egal war. Manche schienen gar zu glauben, ich wäre jemand besonderes, weil ich hier komplett anders angezogen war als der Rest – ich stach in jedem Fall hervor.

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Credits: Fabian Petschnig

Toilettenselfie! Weil ich 1 nicer Boi bims, ABL!

Wäre ich nicht gebeten worden, mir das anzuschauen, hätte ich nach der wilden Halloween Nacht im Club Alice und der Afterhour im Goodman eher den ruhigen Abend zu Hause bevorzugt. Es machte sich anfangs im Lokal der Eindruck breit, als würde es vielen so ergehen. Ein Clubabend nach einem Feiertag versprach eigentlich nicht viel Spannung. Gegen Mitternacht stand ich also mit einem Drink an einem Tisch und war etwas gelangweilt, weil noch nicht viel passiert war. Die Hoffnung, es könnte sich daran etwas ändern, hatte ich vorerst nicht.

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Credits: Fabian Petschnig

Mehr und mehr Leute kamen, aber für mich lief die Party noch immer nicht ganz rund. Die Musik war zwar echt cool, mein Bewegungsdrang kam dennoch nicht zum Vorschein – wie der Name Retro schon verrät, gab’s die volle Packung klassischer Hits aus vergangenen Zeiten, mit Bässen clubtauglicher abgemischt. Die Meute tanzte auch sehr brav, aber es riss mich noch nicht vom Hocker. Auf einmal kamen einige Kellner mit einer großen Flasche Vodka und ein paar Flaschen Champagner an mir vorbei. Ich wusste, dass ich den Sternspritzern folgen muss, wenn der Abend noch was werden sollte.

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Tadaaaa – ich war jetzt mittendrin. Meine soziale Flexibilität hatte mich in die Hände einiger junger Leute geführt, die den Abend bis an seine Grenzen voll auskosten wollten. Danach hatte ich gesucht. Einer der Jungs, hauptberuflich Sohn, zog mich zu sich und wir hatten uns auf Anhieb verstanden. Seine Lache hörte ich trotz lauter Musik sogar aus der Entfernung und so wusste ich immer, wo er war. Scheiß die Wand an, der Bursche trat richtig auf die Tube - es gab keinen Moment, bei dem ich nicht dazu angehalten war, im brutalsten Ausmaß zu trinken. Ich fühlte mich zurückversetzt in die Zeit als ich auch noch 18 war und derart hemmungslos Gas geben konnte - auch musikalisch. Wir hatten einen Tisch, ein paar Flaschen und verdammt viel gute Laune. Der Rest kam von alleine und ich wurde in die Welt der "rich kids" hineingezogen, obwohl ich optisch so garnicht dazupasste.

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Credits: Fabian Petschnig

Äh woher kommt die Ananas?

Ein klassischer Absturz war das. Keine Ahnung mehr, wie und wann ich nach Hause gekommen bin. Was mir aber von dem Abend bleibt, ist ein weiterer Flashback in alte Zeiten. Kennen Sie Ted? – aus einem unerfindlichen Grund war da eine verdammte Ananas und die steht jetzt am Schreibtisch neben mir. Dass es mich so aushängt, hätte ich im Leben nicht erwartet. Es war aber auf jeden Fall legen – wait for it – dary.

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Credits: Fabian Petschnig

Zum Glück liebt mein betrunkenes Ich Selfies

Retro der Kultclub tanzt nun auf zwei Hochzeiten, nächsten Donnerstag schaue ich mir das andere Retro Format im Club Schwarzenberg an. Die Babenberger Passage behält sich ihr eigenes altbewährtes Retro Original, das nächste Woche sein vierjähriges Jubiläum feiert und hat die Messlatte jedenfalls schon sehr hoch gelegt. Ich bin richtig gespannt, wie das andere, neue Retro im Club Schwarzenberg nächste Woche wird und welcher Club das Battle gewinnt. Mal sehen ob mich wieder so ein freches Früchtchen nach Hause begleitet. 

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