Roboexotica '17: hier mixt dir DER Gerät 1 Cocktail im Mund! (c) Titelbild Credits: clockworker.deAlle anderen Fotos vom Autor

Roboexotica '17: hier mixt dir DER Gerät 1 Cocktail im Mund!

Seit Donnerstag findet in Wien das einzigartige Festival für Cocktailrobotik statt. Wir waren dabei und wollten wissen, wie es ist, von Robotern berauscht zu werden. Lohnt sich ein Besuch?

Am 23.11. öffnete das außergewöhnliche Spektakel seine Pforten bereits zum 19. Mal. Neben dem Reaktor als neuen Veranstaltungsort konnte man auch mit vielen unbekannten Cocktailrobotern rechnen. Bis einschließlich 26.11. hat man die Gelegenheit vorbeizuschauen.

Jemand, der dieses Event zum ersten Mal besuchen will, weiß natürlich nicht so recht, was einen erwarten wird. Sind dort unzählige Roboter zu sehen, die einen nach der Reihe auf die verrücktesten Weisen mit Shots befriedigen? Wird Menschen überhaupt Eintritt gewährt? Oder handelt es sich bloß um ein ganz normales Trinkerlebnis, wie jede Woche, nur unter neuem Decknamen? 

Selbst, wenn man die große Eingangshalle betritt, wird das Geheimnis nicht gelüftet. Denn außer der Kassa, an welcher 5€ Eintritt gegen einen Vodka-Gummibären eingetauscht werden und zwei Fahrrädern, die neben einem DJ Pult stehen, ist noch nichts von Robotern zu sehen. Völlig irritiert, stellt man sich 5 Minuten zu den Fahrrädern, um zu rätseln, ob dies schon die erste Kunstinstallation ist oder doch nur das Fortbewegungsmittel des DJ's. 

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Credits: Adrian Zehner

Genug gerätselt! Erst in der zweiten Halle konnte man die richtigen Ausstellungsstücke begutachten. Erste Überraschung: man muss für jedes Getränk zahlen. Aus Erzählungen wusste ich nämlich, dass der Konsum früher noch gratis war. Egal, wir wollten einen Drink, also begaben wir uns zum buntesten Gerät. Der Cocktail war sehr fruchtig und recht stark gemixt, doch 5€ waren etwas viel für diese kleine Kostprobe. 

Um es besser zu verkraften, musste man sich gleich einen Shot genehmigen, wie man ihn aus diversen Partys kennt. Mund auf und Alkohol rein gießen lassen. Nur diesmal völlig automatisch von einer Maschine, die zielen kann. 

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Während wir die restlichen Roboter begutachtet haben, ertönten plötzlich merkwürdige Klänge aus der Eingangshalle und ich wusste gleich, dass das Geheimnis um die Fahrräder wohl gelüftet wird. Tatsächlich waren sie Teil des Projekts und gaben sogar den Ton an. Fans schräger Musik kommen hier auf ihre Kosten.

Doch nicht nur für Drinks und Musik ist gesorgt, auch die hungrigen Gäste können von Robotern verwöhnt werden. Die einzige Voraussetzung hierfür ist, dass man auf Crêpes stehen sollte, denn mehr Auswahl gibt es leider nicht. Tipp für's nächste Mal: Der Gerät. 

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Es gibt zweifellos einige interessante Geräte, doch wirklich atemberaubend war keine der Maschinen - da habe ich mir definitiv mehr erwartet. Hinzu kommt, dass die Stimmung noch nicht wirklich aufkommen konnte, da nicht so viele Gäste zu Besuch waren und sich diese in den großen Räumen schnell verteilten. Wie man sieht, war die Halle bei weitem nicht ausgefüllt. Das kann sich am Wochenende natürlich ändern. 

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Wer schon immer auf die Roboexotica wollte und nicht mehr warten kann, sollte den Robotern bis Sonntag einen Besuch abstatten und die Organisation unterstützen. Allen anderen empfehle ich, ein weiteres Jahr zu warten und zu hoffen, dass es wieder ausgefallenere Maschinen geben wird. 

Titelbild Credits: clockworker.de

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