Dschungelcamp 2018 – Ich bin Zuschauerin, holt mich hier raus! (c) Titelbild Credits: rtl.de

Dschungelcamp 2018 – Ich bin Zuschauerin, holt mich hier raus!

Das Dschungelcamp hat wieder begonnen. Z-Promis und der australische Dschungel flackern wieder über die Bildschirme. Wir haben uns eine  Redakteurin ausgesucht, die noch nie das Glück hatte diese Show zu sehen und haben sie davon berichten lassen.

In meinem ganzen Leben habe ich nie wirklich das Dschungelcamp verfolgt, es interessierte mich einfach nie und war mir immer eine Spur zu dämlich. Allein, wenn man sich schon die Liste der Kandidaten ansieht. Richtige A-Prominente findet man weit und breit nicht, man muss sich mit den V-Z Celebrities zufriedengeben.

Namen wie Jenny Frankhauser und David Friedrich tauchen auf. Keine Ahnung wer das ist? Keine Sorge, denn David Friedrich (Ex-Bachlorette Gewinner und Schlagzeuger von Eskimo Callboy) würde laut eigener Aussage auch keine Ahnung haben wer er ist, ohne seiner Teilnahme bei der Kuppel TV-Show. Und Jenny Frankhauser? Sie ist die kleine, nicht so bekannte Halbschwester von der Kultblondine Daniela Katzenberger, die vor allem in letzter Zeit durch den öffentlichen Streit mit ihrer älteren Schwester Aufmerksamkeit bekam. Außerdem lädt sie regelmäßig Videos auf Youtube und ganze 20.000 Fans Abonnenten zählen zu ihren Fans.

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Credits: tvmovie.de

Das ihnen das Lachen bald vergehen würde ahnten sie hier noch nicht.

Es beginnt alles in einem 5-Sterne Hotel in Australien, wo die „Stars“ noch relaxen dürfen, bevor sie in den harten TV- Dschungel müssen. Alle Kandidaten werden vorgestellt und man bekommt ein erstes, recht klares Bild, wie dämlich manche von ihnen sind. Ex-GNTM Kandidatin Guiliana Farfalla, die als Pascal auf die Welt kam, verkündete selbst, nicht die Hellste zu sein. Die Vorstellungsvideos der Stars ziehen sich in die Länge und beginnen zu nerven, aber wenigstens weiß man jetzt was die Kandidaten zu Z-Promis gemacht hat. Dann passiert aber alles sehr plötzlich, die Kandidaten werden vom Militär (bzw. schlechten Schauspielern) abgeholt und angeschrien (warum brüllen die? Soll das lustig sein? War die Regie betrunken oder wer kommt auf so eine Schnappsidee?). Sie müssen sofort ohne Verabschiedung oder der Möglichkeit sich umzuziehen mitkommen. Für Topmodelkandidatin Guiliana begann die Reise im Bikini mit Bademantel. Danach geht es für die Promis in einen Helikopter mit dem sie in die Nähe ihres Camps geflogen werden. Aber ein Fußmarsch dorthin reicht dieses Jahr nicht. Nein, während die Einen mit einem Ruderboot das Camp erreichen müssen, mussten Andere trotz ihrer Höhenangst Fallschirmspringen. Tränen und Geschrei waren vorprogrammiert. Der Schlagersängerin Tina York ging es nach der Kanufahrt ziemlich schlecht, sie hatte einen Schwächeanfall und musste sich gleich am ersten Tag vor laufenden Kameras übergeben. 

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Credits: infranken.de

Jenny Frankhauser durfte mit Höhenangst Fallschirmspringen. Ihre Vorfreude steht ihr ins Gesicht geschrieben.

Als alle im Camp versammelt sind, beschnuppern sich die Promis erst einmal. Auffällig ist, dass sie sich nicht normal begrüßen, sondern förmlich vorstellen. Die Z-Promis sind also so unbekannt, dass sie sich nicht einmal untereinander kennen. Natascha Ochsenknecht, die in den letzten Wochen vor allem wegen ihrem Beziehungsende mit dem 20-jahre jüngeren Fußballer Umut Kekilli in den Medien stand, wurde schnell als Teamleaderin auserwählt. Obwohl sie jetzt noch die „Coole“ raushängen lässt, so hat sie definitiv Zickenpotential, jedoch laut Umfragen auch die besten Chancen auf den Thron. Uwe Ochsenknecht sei Dank!

Da RTL seinen Kandidaten auch keine ruhige Minute gönnt, geht es für die Kandidaten gleich zur ersten Dschungelprüfung bei der alle gemeinsam antreten. Sie müssen nochmals in die Schule. Keiner bleibt verschont. Nach sechs Prüfungen, die sie jeweils als Team antreten, haben sie 8 von 12 Sternen geholt. Jenny Frankhausers nicht vorhandene Rechtschreibung und Gulinanas mangelndes Geographiewissen, denn sie dachte der Big Ben stehe in den USA und die Akropolis in Östereich, kosteten dem Team einige wertvolle Punkte. Die anderen Kandidaten schlugen sie durchwegs sehr tapfer und verspeisten alles, was man ihnen vorsetzte. Von Kamelhirn bis Milchzitzen war alles dabei. 

Der obligatorische Tierpenis war natürlich auch dabei. Natascha hatte die Ehre von dem Krokodils Penis zu kosten, laut eigener Aussage hatte sie schon schlimmere Penisse im Mund. Ein kleiner Seitenhieb an ihre Ex-Lover Uwe Ochsenknecht und Umut Kekili. 

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Credits: infranken.de

Der amerikanische Big Ben sorgte für Verwirrung und vor allem Sterneverlust.

Ich, als jungfräuliche „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“- Zuschauerin, bin zwischendurch richtig verwundert über das Format. Die Moderatoren Sonja Zietlow und Daniel Hartwich machen sich ständig und teilweise richtig fies über die Kandidaten lustig. Es wird kein Geheimnis daraus gemacht, dass die Hauptmotivation der „Stars“ für die Teilnahme die Gage ist. Die Promis bekommen je nach Bekanntheitsgrad geschätzt zwischen 50.000 und 170.000 €. Das TV-Format testet einfach schamlos seine Grenzen aus. Wie sehr lässt sich ein Mensch öffentlich erniedrigen und wie viel Käfer isst jemand bis es zu viel für den Menschen ist? Wie viel kostet ein Mensch, der sich jeden Scheiß gefallen lässt? Eine Frage die sich wohl auch RTL jedes Jahr aufs Neue stellen muss. 

Die Sendung ist zwar kurzzeitig unterhaltsam, wird auf Dauer aber zur Qual. Dieselben semi-lustigen Witze und andauernden Werbeunterbrechungen. Viele meiner Gehirnzellen sind während dem Zuschauen langsam und qualvoll gestorben. Die Sendung ist schlichtweg wirklich bescheuert und macht bei regelmäßigen Konsum sicher auch ein Bisschen dumm. 

Nach drei Stunden Qual vor dem Fernseher war der Schreck endlich vorbei. Nach langer Pause wurden auch endlich die Kandidaten für die nächste Dschungelprüfung ausgewählt. Jenny Frankhauser und Matthias Mangiapane (Ich weiß immer noch nicht wer dieser Typ sein soll und was ihn „bekannt“ macht) sind vom Publikum liebevoll ausgesucht worden und ich konnte endlich meinen Fernseher ausschalten. Heute um 21.15 geht es wieder los, aber diesmal Gott sei Dank ohne mich. 

Titelbild Credits: rtl.de

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