Deutschland, die Schweiz und Österreich haben eines gemeinsam – Glücksspiele sind erlaubt. Allerdings gibt es landesspezifisch einige Unterschiede, die immer wieder zu Neiddebatten, aber auch zu Kritik führen. Interessant dabei ist, dass jedes Land mit seinen Regelungen Vorteile hat, aber auch Nachteile aus Spielersicht. Wir erklären die Konzepte in der DACH-Region und was sie für Spieler bedeuten.
Glücksspiel in der Schweiz ist streng reguliert
In der Schweiz vergibt der Bund Glücksspiellizenzen unter strengen Auflagen. Wer hier Online Glücksspiel anbieten möchte, muss seine Seriosität nachweisen können.
Die meisten Online-Anbieter haben auch ein stationäres Angebot, zudem gibt es Ausland Casinos für Schweizer, die von ausländischen Behörden lizenziert wurden. Die letzte Lizenzvergabe war 2024, sie gilt seit 2025. Es wird nun auch zwei neue niedergelassene Spielbanken in der Schweiz geben.
Verglichen mit Deutschland ist das Angebot in der Schweiz umfangreicher. Hier dürfen auch Tischspiele online gespielt werden, was von den Spielern sehr geschätzt wird. Online Casinos aus dem Ausland punkten z.B. mit besonderen Zahlungsmethoden wie Kryptowährungen.
Glücksspiel in Österreich ist hart limitiert
In Österreich gilt bis heute ein Monopol. Es gibt nur eine offiziell erlaubte Glücksspielwebsite für Online-Angebote, die stammt direkt von einem österreichischen Anbieter. Dennoch bieten aus Ausland Casinos ihre Dienste im Land an und zahlen dafür sogar steuern. Verglichen mit Schweiz und Deutschland gibt es in Österreich einen großen Schwarzmarkt, der vom Land toleriert wird.
Da die illegalen Anbieter Steuern bezahlen, schauen die Behörden in Österreich zu und gehen kaum aktiv gegen die nicht lizenzierten Anbieter vor. Wichtig ist für Spieler daher darauf zu achten, dass jedes Auslandsangebot eine Lizenz innehat. Sie sollte von einer anerkannten Glücksspielbehörde kommen, in Österreich selbst werden keine Lizenzen an Auslandsanbieter vergeben.
Glücksspiel in Deutschland wird kritisiert
Deutschland hat 2021 den Glücksspielstaatsvertrag verabschiedet und vergibt seither selbst Lizenzen an ausländische Anbieter. Voraussetzung ist, dass diese die strengen und oft kritisierten Vorgaben einhalten. Wie in Österreich auch, ist der Schwarzmarkt weiterhin auf einem hohen Niveau. Das liegt vor allem daran, dass in Deutschland keine Online-Tischspiele erlaubt sind.
In den lizenzierten Casinos dürfen die Teilnehmer lediglich Slots oder Poker spielen. Die besonders begehrten Spiele wie Roulette und Blackjack sind ausnahmslos im stationären Setting erlaubt. Das ist besonders daher ein Problem, weil die Deutschen diese Spiele eigentlich mögen und sich dann nach anderen Alternativen aus dem Ausland umschauen. Es soll 2026 eine Evaluierung des bisherigen Gesetzes erfolgen. Denkbar ist, dass es dann lockerere Bedingungen gibt und wie in der Schweiz auch Tischspiele online zugänglich gemacht werden.
Fazit: Deutliche Unterschiede in der DACH-Region
Es gibt eindeutige Unterschiede zwischen der Glücksspielregulierung in der Schweiz, in Österreich und in Deutschland. Jedes Land hat für seine Regeln Kritik einzustecken. Die Schweiz, weil sie es ausländischen Anbietern schwer macht und keine Lizenzen vergeben möchte, Österreich für die Monopolisierung des Marktes und Deutschland für die strengen Regeln.
Grundsätzlich ist ein liberaler Glücksspielmarkt wichtig, denn nur so ist es möglich, dass Anbieter sich frei entfalten können und ein fairer Wettbewerb entsteht. Wie in Deutschland soll auch das Gesetz in Österreich noch einmal auf den Prüfstand kommen.
Titelbild © Shutterstock
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