Du hast deine Rolle als Frau noch nicht gefunden? Keine Sorge, die FPÖ weiß genau, wo es für dich als Frau hingehen soll. Also lehne dich zurück, leg die Füße hoch und lass dich mitreißen von der konservativen Geschmeidigkeit reaktionärer Visionen der freiheitlichen Partei Österreichs für deine weibliche Zukunft. Wir wissen, warum du die FPÖ wählen solltest.
Weil du Leistungsträger heranzüchten willst
Nimm die Rolle der blauen Hausfrau und FPÖ-Übermutter an. Laut FPÖ-Frauensprecherin Rosa Ecker ist dies für Frauen die „schönste Herausforderung des Lebens“: „Kinder auf die Welt bringen, Familie gründen und auf sie Acht geben, sie behüten und beschützen und vor allem zu Leistungsträgern zu erziehen.“
Weil du für Männer da sein willst
Nichts wie ran an den Stift und bei der Wahl dein X bei der FPÖ machen. Denn liebe Frauen: „Ihr seid es, die euren Männern zuhause den Rücken freihalten“, so FPÖ-Chef Herbert Kickl.
Weil du gegen Gleichstellung bist
Seien wir uns doch ehrlich, wenn alle die gleichen Rechte genießen und gleich behandelt werden, dann ist das schon auch recht langweilig, oder nicht? Menschenrechte? Gähn!!! Darüber hinaus führt laut Norbert Hofer und dem Wiener FPÖ-Politiker Michael Howanietz die Gleichstellung von Männern und Frauen zur „Auflösung der Familie“. Nachzulesen in ihrem Opus Magnum „Für ein Freies Österreich“.
Weil du eine klare Rollenverteilung willst
Stell dir einen Film oder ein Theaterstück vor, in dem sich keiner der Schauspielenden an seine ihm oder ihr zugeschriebene Rolle hält – einfach nur totales Chaos, oder? Für Norbert Hofer darf die Vaterrolle „als Versorger und Beschützer der Familie“ jedoch nicht infrage gestellt werden.
Frauen sollen sich daher lieber der „Brutpflege“ widmen und „das beglückende Wunder der Mutterschaft“ als wichtigste Aufgabe ihres Lebens sehen. Und weniger einer beruflichen Tätigkeit nachgehen.
Weil du kein Bock auf Lohnarbeit hast
Beruf? Fuckt it! Werde einfach Hausfrau und begib dich in die komfortabel-labile Abhängigkeit zu einem Ehemann. Und erledige so nebenbei einfach kostenlos die Carearbeit. Bezahlung wird schließlich überbewertet.
Apropos Abhängigkeit vom Mann. Die Wahrscheinlichkeit, dass du in einer toxischen Beziehung landest, ist vielleicht gar nicht einmal wirklich so hoch. Du lebst schließlich in Österreich.
Weil dir die Wirtschaft ein Anliegen ist
Wenn dir als Frau Österreichs Wirtschaft am Herzen liegt, dann gehe besser nicht arbeiten und strebe lieber nach einer erfüllenden Existenz als Hausfrau, denn laut der FPÖ würden „Zu viele Frauen in wirtschaftlichen oder politischen Führungspositionen sogar dem Ansehen der Organisation schaden, in der sie tätig sind.“
Weil du die good old days vermisst
Die Gegenwart, aber vor allem die Zukunft machen dir Angst? Dann nichts wie zurück in das beschauliche Österreich der 1950er Jahre. Experten kritisieren an der sogenannten „Herdprämie“ der FPÖ (als Alternative zu einem Kindergarten-Ausbau) nämlich genau das. Sie entspräche den veralteten Rollenbildern aus den 1950ern. Derartige Prämien sind nicht existenzsichernd und machen am Ende Frauen von ihren Partnern abhängig. Doch alles ganz annehmbare Sideeffects, oder etwa nicht?
Weil du als Frau weniger verdienen willst als ein Mann
Als Frau solltest du nicht zu gierig sein. In Österreich verdienen Frauen immerhin zum Glück noch um rund 19 Prozent weniger als Männer. Der Unterschied ist in kaum einem anderen EU-Land größer. Das soll auch so bleiben, denn von einem Lohntransparenz-Gesetz hält die FPÖ absolut gar nichts. Die FPÖ will Arbeitgeber*innen also nicht dazu verpflichten, Frauen die gleichen Gehälter zu zahlen, wie ihren männlichen Kollegen.
Weil du gegen das Gender Mainstreaming bist
Gender… what!? Gender Budgeting ist eine Methode des Gender Mainstreamings und spielt eine wichtige Rolle in der europäischen Gleichstellungspolitik. Die FPÖ ist zum Glück dagegen!
Ziel des Gender Mainstreamings ist es, die unterschiedlichen Bedürfnisse und Interessen von Frauen und Männern in der politischen Entscheidungsfindung zu berücksichtigen. Gender Budgeting fokussiert sich dabei darauf, dass öffentliche Mittel so verteilt werden können, dass Frauen ebenso wie Männer davon profitieren.
Weil du als Frau 40 Prozent weniger Pension bekommen willst
In Österreich bekommen Frauen rund 40 Prozent weniger Pension als Männer. Der Unterschied ist in Österreich so groß wie sonst kaum wo. Die Gründe dafür: niedrigere Gehälter, viel unbezahlte Care-Arbeit und Teilzeitarbeit, zu wenig Kinderbetreuungsplätze und zu niedrige Anrechnung von Karenzzeiten.
Warum ist das so? Die Schwarz-Blaue Pensionskürzung 2003 traf vor allem Frauen – und hat bis heute Auswirkungen. Bis dahin galten nämlich die einkommensstärksten 15 Jahre als Berechnungsgrundlage für die Pensionshöhe. Seit 2003 wird jedoch das gesamte Berufsleben für die Pensionshöhe herangezogen. Und bei dieser Rechnung wirken sich die Jahre der Kinderbetreuung und die Teilzeitarbeit der Frauen besonders negativ auf die Pension aus.
Weil du gegen Abtreibung bist
Während sich Frauenorganisationen und andere Parteien für einen leichteren und vor allem kostenlosen Zugang zum Schwangerschaftsabbruch einsetzen, ist die FPÖ dagegen, spricht von „ideologischer Perversion“ und sieht darin einen Angriff auf ein traditionelles Frauen- und Familienbild.
Weil du Frauenhäuser hasst
Und was gibt es daran als Frau bitte nicht zu hassen? Sind schließlich lauter Frauen drin. Darüber hinaus zerstören Frauenhäuser nämlich Ehen. So zumindest sieht das die FPÖ.
Disclaimer: Für alle, die es nicht kapiert haben. Dieser Artikel ist leicht sarkastischer Natur 😉
Bilder © Shutterstock
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