Hand aufs Herz: Nach den Feiertagen sieht unsere Küche oft aus wie ein Schlachtfeld. Der Mistkübel quillt über vor Plastikverpackungen, und im Kühlschrank stapeln sich Reste, die wir spätestens zu Silvester entsorgen. Muss das sein? Fix nicht. Wir zeigen dir, wie du heuer ein Festmahl zauberst, bei dem nur eines übrig bleibt: Gute Laune.
Zero Waste klingt erst mal nach Arbeit und Jutesäcken. Aber eigentlich ist es ganz easy: Es geht um bessere Planung und cleveres Einkaufen. Wenn du weißt, wo du hingehst und was du kochst, sparst du nicht nur Müll, sondern oft auch Geld (und Nerven). Wir haben das perfekte „No-Trash-Menü“ für dich und die besten Wiener Adressen, wo du dafür einkaufst.
Dein Zero-Waste-Menü: Alles verwerten, nix verschwenden
Der Trick ist ein Menü, bei dem die Reste vom einen Gang die Stars im nächsten sind.
1. Die Vorspeise: Winterlicher Rote-Rüben-Salat mit „Schalen-Hack“
Statt verpacktem Grünzeug vom Supermarkt holst du dir frische Knollen und Zitrusfrüchte lose vom Markt.
- Der Clou: Wirf die Schalen von Bio-Orangen oder Zitronen nicht weg! Mach daraus Oleo Saccharum. Klingt wie ein Zauberspruch aus Harry Potter, ist aber einfach nur Zucker, der in den Schalen zieht und das ätherische Öl aufsaugt. Perfekt für das Dressing oder den Aperitif-Drink danach.
- Restl-Tipp: Wenn du Brot vom Vortag hast, mach knusprige Croûtons draus..
2. Der Hauptgang: Der klassische Braten (aber smart)
Egal ob Gansl oder Veggie-Wellington – hier zählt die Menge.
- Der Trick: Kauf genau nach Maß. In den Wiener Unverpackt-Läden (siehe unten) kriegst du Gewürze, Reis oder Beilagen grammgenau.
- Das „Danach“: Bleibt Fleisch übrig? Perfekt für ein Gröstl am nächsten Tag oder als kaltes Aufschnitt-Sandwich mit Kren und Gurkerl. Knochen und Karkassen kochst du direkt zu einer Suppe aus – die beste Basis für dein Kater-Süppchen am 26. Dezember.
3. Das Dessert: Der „Scheiterhaufen“ Deluxe
Du hast zu viel Striezel oder Panettone gekauft? Mach daraus einen Scheiterhaufen (Ofenschlupfer).
- Der Clou: Mit Äpfeln (samt Schale!), Zimt und Milch wird aus „altem“ Brot das wohl gemütlichste Dessert der Welt.
- Keks-Hack: Übrig gebliebene, zerbröselte Kekse sind der perfekte Boden für Schichtdesserts im Glas oder als Topping für Eis.
Deine Shopping-Route: Hier kaufst du in Wien „oben ohne“ (Verpackung)
Vergiss den Supermarkt-Stress. In diesen Wiener Shops wird Einkaufen zur entspannten Experience – und deine Gläser füllen sie dir auch gleich auf.
- Lieber Ohne (1060): In der Otto-Bauer-Gasse findest du alles, was das Bio-Herz begehrt. Von Nudeln über Gewürze bis zu frischem Gemüse. Plus: Es gibt ein Bistro, falls du vom Shoppen hungrig wirst.
- Die Warenhandlung Wenighofer & Wanits (1030): Die Schwestern Christiane und Stephanie haben in der Marxergasse ein Paradies geschaffen. Hier kaufst du nicht nur Lebensmittel, sondern auch den Lifestyle. Nimm deine eigenen Dosen mit oder leih dir Gläser vor Ort.
- Der Greißler (1080): Der Pionier in der Albertgasse. Klein, fein und mit allem ausgestattet, was du für dein Menü brauchst. Hier bekommst du persönliche Beratung statt Massenabfertigung.
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
Pro-Tipp für Geschenke
Du willst den Zero-Waste-Gedanken durchziehen? Verpacke deine Geschenke in Stofftüchern (japanisch „Furoshiki“) oder alten Zeitungen mit coolem Print. Sieht stylisch aus und landet nicht nach 2 Sekunden im Müll.
Also: Tu dir und der Umwelt was Gutes. Feier schön, iss gut und lass den Mistkübel heuer mal hungrig!
Titelbild © Shutterstock
DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN
7 gute Gründe für den Bau eines Solar-Carports
Egal ob finanzielle Vorteile, Steuerersparnisse oder geringere Stromkosten. Es gibt viele gute Gründe für einen Solar-Carport.
Resteverwertung: Rezepte und Ideen für Übriggebliebenes
Resteverwertung: Die entsprechenden Rezepte und Ideen, wie man Übriggebliebenes weiterverwendet, haben wir für dich gesammelt.
Innovation fördern, Emmissionen reduzieren: Bericht des IPCC
So ausführlich zwischen Politik und Wissenschaft behandelt war noch kein Bericht des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change, dt.: Zwischenstaatlicher […]
So lässt sich das Büro nachhaltiger gestalten
Die Arbeitsbedingungen haben sich geändert. Mehr Homeoffice, flexible Arbeitszeiten und neue Formen der Zusammenarbeit machen daher eine Anpassung des Arbeitsplatzes […]
Reparieren statt Wegwerfen: Stadt Wien erneut mit Reparaturbon
Bereits letztes Jahr gab es den Reparaturbon. Mit diesem könnt ihr bei ausgewählten Betrieben bis zu 100 € gefördert bekommen. […]
Tampon Adé - Alternative Periodenprodukte
10.000 bis 17.000 Tampons oder Binden, Kosten von 2000 bis 5000 Euro und 140 Kilo Müll. Das alles entsteht durchschnittlich […]







