Optimismus-Level: Endgegner. Warum Männer auf Dating-Apps ständig „out of their league“ spielen
Wir alle kennen diesen einen Freund, der optisch vielleicht eher der Typ „gemütlicher Sonntagnachmittag“ ist, aber felsenfest davon überzeugt ist, dass das Supermodel mit den 100k Followern nur darauf wartet, dass er nach rechts wischt. Spoiler: Er ist nicht allein. Eine aktuelle Studie aus Tschechien bestätigt jetzt wissenschaftlich, was wir in der Wiener Barszene schon lange ahnen: Männer sind beim Onlinedating die unangefochtenen Könige des Zweckoptimismus.
Die „League“ ist kein Mythos
Die Forscher Renata Topinkova (Universität München) und Tomas Diviak (Universität Manchester) haben über 2.300 User einer Dating-App unter die Lupe genommen. Ihr Ziel: Herauszufinden, wer wen anschreibt und wer am Ende tatsächlich ein Match bekommt. Die Definition von „begehrenswert“ war dabei herrlich pragmatisch: Wer viele Swipes bekommt, ist die Queen oder der King im Ring.
Das Ergebnis? Eine klassische Fehleinschätzung der eigenen Karten.
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Männer: Schießen konsequent über das Ziel hinaus. Sie kontaktieren bevorzugt Frauen, die in Sachen Beliebtheit und „Begehrenswertheit“ (sprich: Optik, Bildung, Profil-Vibe) deutlich über ihnen spielen.
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Frauen: Sind die Realistinnen der Dating-Welt. Sie suchen gezielt nach Männern, die auf ihrem eigenen Level spielen – oder sogar ein kleines bisschen darunter.
Warum das Match-Postfach oft leer bleibt
Es ist die klassische Schere im Kopf. Während die Herren der Schöpfung noch hoffen, dass das etwas unscharfe Urlaubsfoto vom Balkon die Frau ihres Lebens überzeugt, haben die Frauen das Spiel längst durchschaut.
Die Studie zeigt nämlich: Ein Match entsteht fast ausschließlich dann, wenn beide Parteien in Sachen „Marktwert“ ähnlich attraktiv eingestuft werden. Da Frauen auf den Apps oft in der Unterzahl sind (und dementsprechend mit Anfragen überhäuft werden), haben sie die Qual der Wahl – und sitzen am längeren Hebel.
„Die erfolgreichen Matches entsprechen eher der Präferenz der Frauen als derjenigen der Männer.“ – so das trockene Fazit der Studie.
Auf gut Deutsch: Die Frauen entscheiden, wer ins Finale kommt. Die Männer werfen einfach so lange mit Dartpfeilen im Dunkeln, bis sie irgendwann aus Erschöpfung (oder nach zu vielen Körben) ihre Strategie anpassen.
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Das „Gleich und Gleich“-Prinzip (aus Erfahrung)
Ist „Gleich und gleich gesellt sich gern“ also die ultimative Dating-Formel? Laut den Experten ist es weniger Romantik als vielmehr ein Lernprozess. Männer lernen durch die harte Schule der digitalen Ablehnung, dass Selbstbewusstsein zwar super ist, man aber vielleicht doch mal in der eigenen Liga fischen sollte, um nicht ewig Single zu bleiben.
Unser Fazit für den nächsten Swipe-Marathon: Ein bisschen Mut zur Lücke schadet nie, aber wer ständig nur in der Champions League spielen will, während er eigentlich ein solider Regionalliga-Hero ist, sollte sich über die Funkstille im Chat nicht wundern.
Vielleicht einfach mal das Ego kurz im Schrank parken und schauen, wer wirklich zu einem passt. Denn am Ende des Tages bringt dir das „perfekteste“ Profil nichts, wenn die Person dahinter deine Witze nicht versteht.
Titelbild © Shutterstock
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