Wir schreiben das Jahr 2026. Wir fliegen zum Mars und KI schreibt unsere Liebesbriefe. Aber wenn es um die wirklich wichtigen Dinge geht, Geld, Ruhe und Ekstase, klafft zwischen den Geschlechtern immer noch eine Lücke. Willkommen im Club der „Gaps“.
1. Gender Pay Gap
Fangen wir beim Offensichtlichen an: dem Cash. Dass Frauen für die gleiche Arbeit oft weniger bekommen, ist so 1950, aber leider immer noch bittere Realität. In Österreich schauen wir beim Gehaltszettel oft in ein schwarzes Loch.
Warum? Weil wir immer noch so tun, als wäre „Care-Arbeit“ (also alles, was gratis erledigt wird, damit die Gesellschaft nicht kollabiert) ein Hobby. Während er Überstunden für den neuen Leasingwagen schiebt, schiebt sie die unbezahlte Schicht zu Hause. Das Ergebnis: Am Ende des Monats bleibt weniger für das gute Leben und im Alter die Erkenntnis, dass das System uns gepflegt ignoriert hat.
2. Gender Sleep Gap: Das Gehirn macht keine Pause
Hast du dich mal gefragt, warum du morgens aussiehst wie ein Extra aus The Walking Dead, während er neben dir strahlt wie nach einem Wellness-Wochenende? Welcome to the Gender Sleep Gap.
Frauen schlafen im Schnitt schlechter, kürzer und unruhiger. Der Endgegner heißt hier: Mental Load. Wer hat den Termin beim Zahnarzt im Kopf? Wer weiß, dass das Waschmittel leer ist? Richtig. Dieses permanente Hintergrundrauschen im Hirn sorgt dafür, dass die Tiefschlafphase zur Legende wird. Wenn dann noch Kinder im Spiel sind, wird der biologische „Ammen-Schlaf“ (beim kleinsten Mucks wach sein) zum Dauerzustand. Schlaf ist kein Luxus, Leute, es ist eine Ressource. Und die ist ungleich verteilt.
3. Orgasm Gap: Die letzte Grenze
Und weil es obenrum und im Geldbeutel noch nicht reicht, geht die Misere im Schlafzimmer weiter. Der Orgasm Gap ist die wohl intimste Form der Ungerechtigkeit. Während die Statistik bei heterosexuellen Männern eine Erfolgsquote von fast 95 % ausspuckt, dümpeln Frauen irgendwo bei 65 % herum.
Das Problem? Jahrelange Konditionierung auf den „Male Gaze“. Sex wird oft als ein Sprint zum männlichen Finish verstanden, bei dem die Frau die Cheerleaderin spielt. Wir müssen endlich aufhören, Lust als optionales Extra für Frauen zu betrachten. Sexuelle Gleichberechtigung bedeutet, dass die Klitoris keine versteckte Bonus-Quest in einem Videospiel ist, sondern das verdammte Ziel.
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Das Fazit: Mind the F***ing Gap
Egal ob am Konto, auf dem Kissen oder zwischen den Laken: Die Lücken hängen zusammen. Wer den ganzen Tag für weniger Geld arbeitet und danach den Haushalt schmeißt, ist nachts zu müde, um über die eigenen Bedürfnisse zu verhandeln.
Es ist Zeit, diese Gaps zu schließen. Nicht mit gut gemeinten Ratschlägen, sondern mit strukturellen Veränderungen, ehrlicher Kommunikation und – ja, verdammt – einer ordentlichen Portion Wut im Bauch.
Titelbild © Shutterstock
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