70 Jahre Eurovision Song Contest bedeuten nämlich nicht nur fragwürdige Outfits und Windmaschinen-Overkill, sondern auch richtig skurrile Momente, die man sich nicht ausdenken kann. Hier sind 5 verrückte Fakten, mit denen du beim nächsten Public Viewing so richtig klugscheißen kannst.
1. Chaos-Level 100: Das Jahr, in dem fast jeder gewann (1969)
Stell dir vor, du schmeißt eine Party, machst einen Wettbewerb und am Ende gibt es vier Sieger. Genau das ist 1969 passiert. Weil es damals noch keine Regelung für einen Gleichstand gab, wurden Spanien, Großbritannien, die Niederlande und Frankreich einfach alle zu Siegern erklärt. Die Medaillen gingen aus, die Stimmung war weird und im nächsten Jahr boykottierten Länder wie Österreich den Contest aus Protest.
2. Der ultimative Jury-Fail: 0 Punkte für ABBA (1974)
Wir alle kennen und lieben Waterloo. Es ist der Inbegriff des ESC-Erfolgs. Aber hättest du gewusst, dass das Vereinigte Königreich (UK) den Schweden damals eiskalte null Punkte gegeben hat? Ja, wirklich. Die britische Jury sah in ABBA wohl nicht das Potenzial zum Weltstar. Spoiler: Sie lagen falsch. Ziemlich falsch.
3. Der „Skandal-Kuss“ von 11 Sekunden (1957)
Heutzutage schockt uns auf der ESC-Bühne kaum noch etwas (wir erinnern uns an brennende Klaviere oder Lordi-Masken). Aber 1957 war die Welt noch eine andere: Das dänische Duo Birthe Wilke und Gustav Winckler küsste sich am Ende ihres Auftritts für ganze 11 Sekunden. Das sorgte damals für einen handfesten Skandal und empörte Briefe von Zuschauern. Oida, wie sich die Zeiten ändern.
4. Alter schützt vor Bass nicht: Der 95-jährige Rocker (2013)
Der ESC ist nur was für junge Pop-Sternchen? Denkste. 2013 stand mit Emil Ramsauer der bisher älteste Teilnehmer der Geschichte auf der Bühne. Der Schweizer war stolze 95 Jahre alt und spielte Kontrabass für die Band „Takasa“. Ein Beweis mehr: Man ist nie zu alt für ein bisschen Stage-Glory und ein Millionenpublikum.
5. Das One-Hit-Wonder aus der Wüste (1980)
Marokko ist das einzige afrikanische bzw. arabische Land, das jemals am ESC teilgenommen hat. Das war 1980. Sie schickten die Sängerin Samira Bensaïd ins Rennen, landeten aber auf dem vorletzten Platz (nur Italien gab ihnen 7 Punkte). Danach zog sich Marokko enttäuscht zurück und kam nie wieder. Ein kurzes, aber legendäres Gastspiel in der ESC-Bubble.
Titelbild © Shutterstock
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