BKA-Chef verhilft „Kurz. Ein Regime“ auf Platz 1 der Bestseller-Liste von Amazon
Österreich. Für Sebastian Kurz das Zentrum der Macht. Scheinbar aber mehr das realsatirische Zentrum der Welt. Denn wieder einmal schreibt die Realität eine denkbar absurde Geschichte. Der Chef des Bundeskriminalamts Andreas Holzer möchte Peter Pilz wegen seines Buches „Kurz. Ein Regime“ klagen. Hintergründe dazu hat Der Standard bereits wunderbar zusammengefasst. Nun klagt auch Novomatic Aufsichtsratschef Bernd Oswald. Was jedoch bei den Klagen sicher nicht das Ziel war: die Verkäufe anzukurbeln.
Bereits im Sommer zur Veröffentlichung rutschte das Buch des ehemaligen Nationalratsabgeordneten Peter Pilz auf die Bestsellerlisten. Klar – war er doch stets bekannt für seinen investigativen Weg. U-Ausschüsse, treffende Nationalratsreden, Hintergrundrecherchen und die Gründung von ZackZack brachten ihm auch abseits politischer Gesinnungsgenoss:innen Respekt ein. Die beste Werbung für eine Aufdeckergeschichte im Buchformat, möchte man meinen.
Monate nach der Veröffentlichung – scheinbar ist die Lesegschwindigkeit mancher Personen nicht hoch anzusetzen – rollen Klagen ins Haus. Diesen müssen sich Peter Pilz und das Verlag Kremayr & Scheriau nun stellen. Was aber anfangs wie eine Hiobsbotschaft wirkt, wirkte in Wirklichkeit Wunder.
Denn mit der Berichterstattung über die eingehenden Klagen kurbelte es auch schlagartig die Verkaufszahlen an. Bis zum Ausverkauf auf Amazon und den Bestseller-Listenplatz 1 auf Amazon Deutschland. Wir gratulieren Herrn Kripo-Chef Andreas Holzer mit einem zwinkernden Auge zu einer gelungenen PR-Aktion.
Leider vergriffen. Wann gibt's Nachschub?https://t.co/RJwNGGsDkH
— Stefan Schmidthuber (@MikeTheHuber) September 29, 2021
Titelbild Credits: Verlag Kremayr & Scheriau
DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN
Das Fellner Phänomen - ist Kommerz wichtiger als Qualität?
Die mediale Landschaft ist in den letzten Jahren verstärkt von einem allgegenwärtigen Populismus geprägt – Boulevardzeitungen fördern dieses Klima. Was genau bedeutet das für unsere Gesellschaft und wie kann man als Normalo-Bürger damit umgehen? Wir haben uns mit diesem Thema auseinandergesetzt:
Sebastian Kurz und das Coronavirus - ziemlich beste Freunde
Vollkommen irrelevant, ob die bisherigen Maßnahmen sinnvoll waren oder nicht, ist eines ganz offensichtlich – das Coronavirus und die daraus resultierende Krise spielen dem Bundeskanzler Sebastian Kurz und seiner Art des Führungsstiles sehr gut in die Hände.
Von Message Control, Fake Laws, Intransparenz, auf Angst basierender Rhetorik und der Inszenierung seiner Person.
"Faltergate": Ein weiteres Ablenkungsmanöver der Türkisen?
Seit Tagen tobt auf Twitter ein Shitstorm gegen Falter-Chefredakteur Florian Klenk. Der Grund: Er habe einen ungeschwärzten Ermittlungsakt an Plagiatsprüfer […]
Komischer Zufall: Verjährungsfrist in Novelle und Causa Aschbacher
Die Novelle des Universitätsgesetzes (UG) sorgt vor allem unter den Studierenden seit längerem für Aufruhr. Der Grund sind die zahlreichen […]
Calle Libre 2024: Neuer Anstrich für die Leopoldstadt
Vom 31. August bis zum 7. September 2024. wird Wien durch das Calle Libre Festival in eine Freiluftgalerie verwandelt.
Vienna Shorts kehren ins analoge Kino zurück: 360 Filme aus 70 Ländern!
Nach zweijährigem, pandemiebedingtem Rückzug in den digitalen Lichtspielraum kehren die Vienna Shorts in ihrer 19. Ausgabe endlich in die analogen […]









