Du ahnst es schon bevor du ins Taxi steigst und plötzlich passiert es – All In. Das Taxi ist vollgekotzt. Wir haben nachgefragt, womit du nach einer Erlebnisfahrt rechnen musst.
Wer kennt es nicht. Tage, an denen du einfach schon etwas früher Durst hast. Die kalte Jahreszeit bringt durchaus seine Vorteile, denn bei Aufbruch der Dunkelheit ist irgendwie auf einmal alles ganz ok. Wenn der erste Gin Tonic um 16 Uhr in die Hand genommen wird, schaut dich keiner komisch an.
Schließlich ist es ja schon dunkel und alles ist ok bis zu diesem einen Punkt. Dieser eine Punkt ist genau die eine Kurve, die der Taxifahrer vier Meter vor deiner Haustür reinfährt und du All In gehst.
Doch was genau passiert jetzt? Kann ich einfach abhauen? Oder soll ich mich zuerst entschuldigen und dann erst abhauen? Welche Speib-Regelungen gibt es? Wie viel muss ich zahlen und ab wann ist es nur noch Abzocke?
Genau diese Fragen werden dir in diesem Moment durch den Kopf gehen. Oder spätestens dann, wenn du am nächsten Morgen aufwachst und dir bewusst wird, dass du letzte Nacht nicht nur deinen Magen, sondern auch dein Konto geleert hast. Wir haben bei Taxi 310 300 nachgefragt und Funkleiter Gerald hat uns Antworten auf deine Fragen gegeben:
Wie sieht es rechtlich eigentlich aus, wenn ich in ein Taxi speib? Wer muss haften?
„Ohne speziell von Erbrochenem zu reden, regelt die Wiener Taxibetriebsordnung, dass Verunreinigungen durch den Fahrgast durch ein „Angemessenes Reinigungsentgelt“ auszugleichen sind.“
Gibt es Pauschalpreise für das Reinigungsentgelt?
„Hier ist klar, dass von keinen Zahlen ausgegangen werden kann, da ja der Grad der Verunreinigung gravierend unterschiedlich sein kann. Werden Teile des Fahrzeugs verunreinigt, die einer speziellen Aufbereitung bedürfen (Stoffsitz, Fahrzeughimmel etc.) so kann der Betrag durchaus heftig werden.
Gerade bei schamponierten Sitzen fällt das Fahrzeug zumindest eine Schicht lang aus und der Verdienstentgang schlägt sich zu den Reinigungskosten hinzu.“
Wenn dir jemand ins Taxi speibt, hast du also eine allgemeine Richtlinie, der du folgst oder bestimmst du als Taxifahrer selbst, wie du in so einem Fall handelst?
„Es ist dem Fahrer nicht zuzumuten, selbst die genannten „Spuren“ zu beseitigen, er darf dabei durchaus professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Ich selbst als Betroffener habe zum Beispiel bei einem Kind, dem im Wagen schlecht wurde, gar nichts verlangt, obwohl auch meine Kleidung betroffen war.
Dies würde ich bei einem Betrunkenen keinesfalls tun. Wenn das Fenster rechtzeitig geöffnet wurde und nur die Außenseite des Taxis betroffen ist, so erwartet man sich zumeist ein gutes Trinkgeld und ein paar Euro für die Waschstraße.“
Genieren brauchst du dich nicht, wenn es soweit ist. Denn der Übermut macht auch vor den Besten nicht halt. Liest man sich durch diverse Taxi-Foren durch, so scheint das Thema eine Grauzone zu sein. Die Einen sind schon mit 50 Euro zufrieden, die Anderen lassen dich unter 150 Euro nicht aussteigen, da der Abend meist gelaufen ist.
Was dich 1x Übergeben im Taxi kostet, ist also meist situationsbedingt und hängt davon ab, wie kulant dein Taxifahrer ist. Der Fahrer ist für die Sauberkeit während seiner Schicht zuständig. Ihn auch noch die ganzen Kosten tragen zu lassen, wäre mehr als unhöflich. Schließlich ist er es, der um 5 Uhr früh immer für uns da ist und uns sicher nachhause bringt. So waren die 88 Euro für meine letzte Taxifahrt doch ganz angemessen, wenn ich bedenke, wie die Rückbank ausgesehen hat.
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Also, viel Spaß beim ersten Teil unserer Wiener „Wuchteln“, oder einfach gesagt, wie man sich auf wienerisch verständigt.
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