Hat der Bär schon wieder vom Lauch genascht? Sieht ganz danach aus, denn es ist Bärlauch Zeit! Das grüne Gold wächst von Mitte März bis Anfang Mai, wir befinden uns also genau in der Saison. Wo du in Wien den saftigsten Bärlauch findest und was du beim Pflücken beachten solltest, erfährst du hier.

Was du beim Pflücken von Bärlauch beachten solltest
Bärlauch kann mit einem ungeschulten Auge schnell mit Maiglöckchen verwechselt werden. Diese sind für uns Menschen giftig und nicht für den Verzehr geeignet.
Durch einige Merkmale lassen sich die beiden aber gut unterscheiden. Die Blätter des Bärlauchs sind dünner, als die der Maiglöckchen. Zudem hat er einen intensiven Knoblauchgeruch, wenn du daran reibst. Des weitere wächst beim Bärlauch ein einziges Blatt aus dem Boden, beim Maiglöckchen hängen immer zwei Blätter an einem Stiel. Was du noch wissen solltest ist, dass die Blätter des Bärlauchs matt und die der Maiglöckchen glänzend sind.
Mit diesen Tipps wird dir die Suche nach dem wilden Knoblauch bestimmt gelingen! Jetzt gilt es nur noch herauszufinden, wo du ihn in Wien findest. Das erfährst du zum Glück gleich im folgenden.
Die richtige Pflücktechnik
Um die Wurzeln nicht herauszureißen und die Pflanze nicht zu verletzen, solltest du beim Bärlauch sammeln mit einer Schere ausgestattet sein.
Dabei solltest du beachten, das Blatt dicht am Boden abzuschneiden. Bärlauch schmeckt frisch am besten, daher solltest du nur so viel ernten, wie du auch wirklich benötigst. Jetzt aber genug von der Theorie, ran an die Praxis!
Steinhofgründe – Bärlauch sammeln über den Dächern Wiens
Das riesige Erholungsgebiet im 14. Bezirk erstreckt sich über sagenhafte 42 Hektar und bietet mit seinen vielen Bäumen und schättigen Plätzchen den perfekten Nährboden für das grüne Gold. Neben den wunderbaren Spazierwegen ist eines der Highlights auf den Steinhofgründen definitiv die imposante Otto-Wagner-Kirche, welche man bereits beim Eingang von weit weg erkennt.
Der Weg rauf ist zwar etwas steil, aber gut schaffbar durch die angelegten Spazierwege. Der Bärlauch erstreckt sich fast über das ganze Areal, also verbinde deine Suche am besten gleich mit einem kleinen Rundgang, um die schönsten und saftigsten Blätter zu ergattern.
Schlosspark Pötzleinsdorf
Wie der Name schon sagt, geht’s hier edel zu! Der romantische Schlosspark im 18. Bezirk lässt einen den Großstadtstress für eine Zeit lang vergessen und ist ein beliebtes Ausflugsziel.
Im Schlosspark angekommen solltest du dich etwas vom Spazierweg entfernen und dich Richtung Waldrand bewegen. Hier fühlt sich der Bärlauch besonders wohl.
Augarten
Du denkst, zum Bärlauch pflücken muss man immer weit aus der Stadt rausfahren? Falsch gedacht. Mitten in Wien, um genau zu sein im Augarten spiest das grüne Gold auch aus der Erde.
Wie bei allen anderen Orten gilt, schattige und feuchte Ecken zu suchen, um fündig zu werden. Da der Augarten täglich viele Besucher*innen anzieht, heißt es hier: schnell sein, bevor alles abgezupft ist.
Lainzer Tiergarten
Das Naturschutzgebiet Lainzer Tiergarten bietet ein großes Spektrum an verschiedenen Tieren und Pflanzen. Die Artenvielfalt steht hier an erster Stelle, weshalb das Pflücken von Kräutern und anderen Pflanzen prinzipiell nicht gestattet ist.
Solltest du deine Blätter bedacht wählen, keine übergroßen Mengen mitnehmen und keine Angst vor etwaigem Bußgeld haben, steht dem Pflücken nichts im Wege. Über große Flächen des Lainzer Tiergartens erstreckt sich der wilde Knoblauch ohnehin in Massen!
Wilhelminenberg – Bärlauch soweit das Auge reicht
Der liebste Bärlauch-Spot für alle Ottakringer*innen ist definitiv der Wilhelminenberg. Bereits am Parkplatz lacht einem der saftige Bärlauch entgegen und lädt zum Pflücken ein. Am Weg durch den Wald wächst der wilde Knoblauch von allen Seiten, wodurch du Büschel für Büschel abzweigen kannst, bis du an der Spitze des Bergs angekommen bist und die wunderschöne Aussicht genießen kannst.
Jubiläumswarte
Wer sich an einem sonnigen Tag für den Stadtwanderweg 4 entscheidet wird mit Bärlauch auf der Jubiläumswarte belohnt.
Wer die sportliche Dauer von 4 Stunden für diesen Stadtwanderweg geschafft hat, kann sich über eine grandiose Aussicht, die bis zum Schneeberg reicht, freuen.
Schlosspark Schönbrunn – Grünes Gold auf der Gloriette finden
Für sportliche Bärlauchsammler*innen geht es hoch hinaus! Geht man den Weg zur Gloriette rauf, erschnüffelt man bereits den Knoblauchduft. In den Waldstücken hinter der Gloriette fühlt sich der Bärlauch im Schatten der Bäume besonders wohl.
Nach einer erfolgreichen Suche kann man sich dann auch gemütlich auf einer der Bänke vor der Gloriette niederlassen und den Blick über Wien schweifen lassen.
Wenn du nach dem Bärlauch sammeln hungrig nachhause kommst, mach doch eines unserer einfachen Gerichte, wenn es mal schnell gehen muss!
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