Der Balckout ist seit einigen Monaten wohl ein Thema, dass sich immer wieder in den Vordergrund der News zu drängen vermag. Plötzlich ist der Strom weg und nichts geht mehr. Weder Licht noch Aufzüge, Tankstellen usw. In so einem Fall wären wir praktisch unseres derzeitigen Lebensstils und -standards beraubt. Kochen, Heizen, im Internet surfen und vieles mehr, wäre nicht mehr möglich. Um uns auf dieses Horrorszenario vorzubereiten, haben sich zwei Experten zusammengetan und ein lesenswertes Buch geschrieben.
Blackout Gefahr in Österreich steigt!
Blackout! Was wie nach einer Art postapokalyptischer Horrorfilm klingt, kann durchaus Realität werden. Die Corona-Pandemie, der Krieg in der Ukraine und vor allem die katastrophalen Verhältnisse in vielen industriell-strategisch wichtigen Ländern (dort, wo wir menschenunwürdig und billig den shit für unseren Wohlstand produziert bekommen), führen uns immer wieder vor Augen, wie abhängig und daher auch verwundbar wir in der ersten Welt eigentlich sind. Und vor allem sieht es nicht danach aus, dass die Dinge besser werden würden. Ganz im Gegenteil.
Blackout – das Buch für den Ernstfall
Aus diesem Grund haben sich Herbert Saurugg – internationaler Blackout- und Krisenexperte sowie Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Krisenvorsorge – und Markus Unterauer – Experte für Notfallvorsorge – zusammengetan und ein Buch geschrieben, das vor kurzem im Seifert Verlag erschienen ist: Blackout. Das Notfallvorsorgebuch für Österreich.
Horrorszenarien sachlich und ruhig erklärt
Wer jetzt vorschnell an das Phänomen der Preppers denkt – eine Handvoll Menschen, die sich auf den Untergang der Welt vorbereitet, für Jahrzehnte Essen auf Vorrat lagernd hat und vor allem Waffen, um sich gegen alles Mögliche zu verteidigen – der denkt zu radikal und panisch.
Das Buch Blackout ist nämlich keine blinde Hetze und vor allem kein Aufruf zur Panik. Ruhig und sachlich spielen die Autoren Szenarien durch und rufen dazu auf, für alle Fälle gerüstet zu sein. Natürlich in der Hoffnung, dass diese worst case-Fälle nicht eintreffen mögen.
Tatsache ist jedoch, dass sich unser System, wie wir es kennen, im Umbruch befindet. Vor allem, was den Strom betrifft, erkennen wir immer mehr, wie anfällig unsere Gesellschaft doch ist. Und vor allem, wie abhängig. Auch Hackerangriffe führen uns immer wieder vor Augen, wie schnell man plötzlich hilflos werden kann.
Fernab der Panikmache – zwei Wochen ohne Strom sollte man auskommen können
Vor allem der Strom ist seit längerem ja Thema Nummer eins. Aufgrund der niedrigen Schneefälle ist laut den Experten aber auch die österreichische Wasserkraft plötzlich nicht mehr einfach so gegeben. Weniger Schnee bedeutet: weniger Wasser, bedeutet: weniger Strom, da nicht ausreichend Wasser für die Kraftwerke genutzt werden wird können. Auch wie kritisch es um die Lebensmittel steht, hat uns die Ukraine-Krise gezeigt. Lebensmittelpreise sind um 30 bis 40 Prozent gestiegen, längere Zeit waren einige Lebensmittel sogar nicht mehr erhältlich (was für viele pharmazeutische Produkte immer noch gilt). Und vom Weizen wollen wir gar nicht erst sprechen.
Aus all diesen Gründen haben Saurugg und Unterauer einen Leitfaden für alle betroffenen Lebensbereiche entwickelt. Sogar eine Grundausstattungsliste speziell für das kleine Budget erstellt, Checklisten und jede Menge praktischer Tipps. Alle in Selbsterfahrung erprobt. Dieses Buch ist somit ein unschätzbarer Ratgeber für deine individuelle Vorsorge. Man braucht sich vor einem Blackout nicht zu fürchten, betonen die Autoren. Dafür zu sorgen, dass man zwei Wochen ohne Strom auskommen könnte, ist aber vielleicht eine Überlegung wert.
Titelbild © Shutterstock
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