Gerhard Huber im Interview: Wie der easystaff-CEO Jobben so easy wie Swipen macht
Zwei Leute, ein Haufen Zettel und eine Idee: So hat alles angefangen. Heute sitzen rund 100 Menschen im Büro, und über die Systeme laufen Millionen Arbeitsstunden pro Jahr. Mittendrin: Gerhard Huber, CEO von easystaff. Wir haben ihn zwischen Terminen erwischt und mit ihm über Skischuhe in der Innenstadt und den Ruf seiner Branche geredet.
easystaff: Wer steckt hinter dem Personaldienstleister?
Falls ihr schon mal einen flexiblen Nebenjob gesucht habt, seid ihr wahrscheinlich über easystaff gestolpert. Das Unternehmen bezeichnet sich selbst als führenden Personaldienstleister Österreichs und bringt seit über 20 Jahren Menschen, die arbeiten wollen, mit Unternehmen zusammen, die dringend Leute brauchen. Egal ob kurzfristiger Einsatz am Wochenende, großes Projekt oder langfristige Anstellung.
Das Motto ist dabei ziemlich selbstbewusst: Während andere noch überlegen, liefert easystaff schon. Schnell, unkompliziert, zuverlässig. Möglich machen das eigene Tools wie der easystaff Manager, über den Jobs digital vergeben werden, und die easystaff Akademie, in der man sich weiterbilden und zusätzliche Qualifikationen holen kann.
Wofür das Unternehmen stehen will, ist klar definiert:
- Qualität statt Quantität
- Effizienz durch Digitalisierung
- Menschlichkeit und Fairness im Umgang
- Nachhaltige Personalplanung statt schneller Notlösungen
Klingt gut am Papier. Aber was heißt das in echt? Das haben wir den Chef selbst gefragt.
Gerhard Huber: „Was Tinder für die Liebe ist, ist easystaff fürs Jobben“
Der Name verspricht es schon: easy. Aber was genau ist daran so einfach? Gerhard Huber erklärt es so, wie man es sich wünscht, nämlich simpel: Man registriert sich, bekommt ein Jobprofil, das auf einen zugeschnitten ist, und erhält passende Jobvorschläge. Dann heißt es nur noch: Passt der Tag? Ja. Passt er nicht? Nein.
„Du sagst einfach zu den Tagen oder Zeiten, die dir passen, Ja, und zu denen, die nicht passen, Nein. Also es ist ganz, ganz easy.“
Wer keine Lust auf Fortbildungen hat, bleibt beim einfachen Profil. Wer mehr will, sammelt Zusatzberechtigungen und bekommt entsprechend mehr Angebote. Und den Startup-Pitch in einem Satz? Den sagt Huber nach eigener Aussage eher ungern, liefert ihn aber trotzdem:
„Was Tinder für die Liebe ist, ist easystaff fürs Jobben.“
Von Zetteln zu Millionen Stunden: 25 Jahre easystaff
Wenn Gerhard Huber auf die Anfänge zurückblickt, klingt das fast nach Garagen-Startup-Romantik: Zu zweit hat man begonnen, gearbeitet wurde mit Zetteln. Heute ist alles durchdigitalisiert.
„Am Anfang haben wir mit Zetteln gearbeitet, heute ist alles durchdigitalisiert. Wir machen Millionen Stunden vollautomatisiert in unseren Systemen.“
Der verrückteste Job: Flashmob in Skischuhen
Personaldienstleistung klingt erst mal nach Lager und Event-Catering. Aber manchmal wird es auch richtig schräg. Auf die Frage nach dem verrücktesten Job der Firmengeschichte muss Gerhard Huber nicht lange nachdenken:
„Einmal hatten wir mit über 100 Leuten einen Flashmob für den Skiverband Ischgl. Die mussten mit Skischuhen, Skiern und Stöcken im Skioutfit durch die Stadt marschieren und dort einen Flashmob machen.“
Was fast niemand über easystaff weiß
Zum Schluss wird Gerhard Huber ernster. Denn als Arbeitskräfteüberlasser, und das ist easystaff rechtlich gesehen, hat man nicht immer den besten Ruf. Das weiß er, und er spricht es offen an:
„Als Arbeitskräfteüberlasser bist du immer ein bisschen abgestempelt als Ausnutzer, vielleicht sogar als Ausbeuter. Aber unsere DNA ist: Wir wollen, dass die jungen Menschen Freude haben, Spaß bei der Arbeit haben und nebenbei ein bisschen Geld verdienen.“
Sein wichtigstes Anliegen: Jede und jeder soll sich im Job wohlfühlen. Intern beschreibt er easystaff als junges, herzlich geführtes Unternehmen.
Ein CEO, der zugibt, dass das Bild nach außen noch nicht ganz mit dem Gefühl nach innen übereinstimmt? Kommt nicht alle Tage vor. Und ist ehrlich gesagt sympathischer als jede Hochglanz-Mission-Statement.
Fazit: Gerhard Huber will Jobben wirklich easy machen
Ob ihr einen Nebenjob fürs Studium sucht, flexibel ein paar Stunden dazuverdienen wollt oder einfach Lust habt, mal bei einem Flashmob in Skimontur mitzumachen: easystaff will die Brücke zwischen euch und dem passenden Job sein. Und Gerhard Huber will, dass ihr dabei auch Spaß habt. Klingt nach einem Match.
Titelbild @ easy stuff
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