Nina Chuba ist das neue Nachwuchstalent aus dem Bereich Pop-Rap in Deutschland. Ihr TikTok Kanal wurde von ihren Fans bei Veröffentlichung des neuen Songs „Wildberry Lillet“ gesprengt. Millionen Likes und über 500 Tausend Follower. Doch wer genau steckt hinter dem Hit?
Der bürgerliche Name von Nina Chuba ist Nina Katrin Kaiser. Ihre Heimatstadt ist Wedel, eine deutsche Stadt in Hamburg. Sie hat durch ihren frühen Klavierunterricht, mit sieben Jahren, schon die ersten Bausteine für ihre Musikkarriere gelegt. Hinzu kommt, dass sie in jungen Jahren bei einer der damals beliebtesten Kinderserien mitgespielt hat. Auf Wikipedia lässt sich vorerst nicht mehr über sie herausfinden. Nina ist allerdings auf verschiedenen Social-Media-Plattformen sehr aktiv, darunter auch YouTube. Ich habe für euch, einen ganzen Tag lang auf ihrer YouTube-Website verbracht, um euch mehr über die Rapperin erzählen zu können.
YouTube präsentiert: Der Karriereverlauf des Nachwuchstalentes
Fangen wir bei ihrem Video, über ihren Jahresrückblick 2021, an (es sind sogar zwei Teile verfügbar: zweiter Teil). Wir sehen Nina, wie sie im Video in einer netten Runde mit ihrem Team zusammensitzt. Die Kulisse ist eine weihnachtliche, mit Lichterketten im Hintergrund und einem Adventkalender. Ninas‘ Team besteht aus: Momme (ihr bester Freund und Drummer), Anna (Managerin), Moritz (Manager), Jakob (Kameramann) und Anita (von Jive Germany). Ihr Team begleitet sie auch in ihren anderen YouTube-Videos.
Nach vielen Witzen und noch mehr Lachern geht es aber auch schon ans Eingemachte. Es wird von der englischen EP Average erzählt, die Nina 2021 herausgebracht hat. Welche allerdings nicht ihre erste EP war. Bereits vor zwei Jahren hat Nina die EP Power, released. Mit Songs wie „Jungle“ und „I can’t sleep“, fasziniert uns die deutsche Sängerin und zeigt wie fassettenreich sie ist. Auf der EP Average werden wir von Liedern wie „Babylon Fall“ und „Who hurt you“ verwöhnt — hier lernen wir das Rap-Talent der heute 24-Jährigen kennen.
Anfang 2021 hat Nina dann Deutschrap für sich entdeckt. Sie meint, sie habe eigentlich nur zum Spaß mit deutschen Texten angefangen. Als ein Song von ihr wegen eines ihrer Instagram Reels viral ging, wurde jedoch klar — sie möchte es mit Deutschrap versuchen. („Wollte das eigentlich alles nur als Scherz machen. Album kommt, ey, ist doch Ehrensache. Aber nur, wenn sie die Taschen dafür leer machen„)
Nina Chuba: Die erste Live-Show
Die erste Live-Show von Nina wird zur Thematik. Diese fand 2021 in Berlin statt und war, durch die Coronakrise, das erste, persönliche Aufeinandertreffen der Rapperin auf ihre Fans.
Auf der About You x Adidas Fashion Show hat die Künstlerin fünf Songs während des Catwalks performed. In Hamburg auf dem Reeperbahn-Festival war Nina 2021 auch.
Der Major Label Deal von Jive wird erwähnt, welchen Nina ebenfalls im Jahr 2021 unterschrieben hat. Ebenfalls gab es in dem Jahr eine gemeinsame Performance mit Kummer zu dem Lied „Der letzte Song„.
Das ganze Video (inkl. der zweite Teil) zeigt, eine sehr sympathische Seite von Nina und ihrem Team. Alle wirken locker und entspannt — als wäre dies kein Videodreh, sondern ein ganz normales Essen. Ich erfahre in einem Interview, das Aria Nejati mit Nina geführt hat, dass sie für ihre Videos auf YouTube, einen eigenen Kameramann hätte. Sie verrät auch, dass sie sich vor der Kamera wohlfühle und kein Problem damit hätte, wenn gefilmt wird. Es werden private Einblicke in das Leben von Nina gegeben und sie wird während Videodrehs, Auftritten, Vorbereitungen […] begleitet.
Das frühere Leben des heutigen TikTok Stars
Aber was hat Nina vor ihrer Musikkarriere gemacht? Durch ihre anderen YouTube-Videos fand ich auch das heraus. Im Jugendalter, mit 15-19 Jahren, hat die heutige Künstlerin, ohne entsprechende Ausbildung, in der Gastro gearbeitet. Während des Interviews bei DASDING, gibt Nina preis, dass sie anfangs in der Küche und dann im Service tätig war.
Doch das Rampenlicht hat Nina schon früh gewollt, 2008 hat sie sich als Schauspielerin bei der Kinderserie Die Pfefferkörner versucht. Danach kamen zwar noch ein paar andere Rollen, der Schauspiel-Durchbruch blieb jedoch aus. 2016 war sie dann Sängerin bei der Band BLIZZ (in welcher auch ihr heutiger Drummer „Momme“ gespielt hat). 2019 zog Nina Chuba dann nach Berlin und stieg zeitgleich aus der Band aus. In Berlin angekommen, hat sie sich an der Universität Potsdam beworben, für den Zweig Regie. Als sie dort nicht angenommen und mit dem Kommentar, „musikalisches Talent sei bei ihr nicht vorhanden“, abgespeist wurde, kam sie wieder zur Musik. Wie es der Zufall so will, wurde ein paar Monate später (nachdem ihr Insta-Reel viral ging), in genau dieser Universität, ihr erstes Musikvideo gedreht.
Nina Chuba: mit Sarkasmus und Tränen auf YouTube punkten
Durch ihre vielen Videos von den Touren, behind-the-scenes Musikvideodrehs und ihrem generellen Aktivsein, in den sozialen Netzwerken, kommt es einem vor, als würde man den Star persönlich kennen. Nach etwa dem fünften Video sah ich sie schon als eine Art Freundin an. Auch Tränen fließen hin und wieder in ihren YouTube-Videos, beispielsweise in einem der Tour-Videos, als Nina erfährt, dass sie aus ihrer Wohnung in Berlin rausgeschmissen wird. Allerdings wird kurz danach wieder gescherzt und ich hatte nur umso mehr das Gefühl, live dabei zu sein. Mit Witzen, viel Sarkasmus und ehrlichen Statements, hinterlässt die Musikerin einen bleibenden Eindruck. Doch auch ihre Musik gibt diesen positiven Vibe wieder. Von edgy und weird bis hin zu Pop und Rap — die Sängerin/Rapperin hat in ihren Werken alles vertreten und zeigt das auch gern.
Wie verlief das Jahr 2022 für die Rapperin?
Ja, 2022 war Ninas‘ Jahr. Nicht nur ihre Tour durch Deutschland war erfolgreich, auch ein feature mit Provinz kam dazu. Ein Auftritt in der Elbphilharmonie, dem wohl schönsten Konzerthaus in Hamburg, war auch drin. Unzählige Interviews und der Platz 1 in den deutschen Charts mit dem Song „Wildberry Lillet“. Ihre neue Single „Femminello“ hat Nina mit ihrem Songwriter-Team in Italien, genauer gesagt Sizilien, geschrieben. Vier Tage lang schloss sich die Rapperin dort mit ihrem Team in einer Villa ein. Inkludiert waren drei Pools, Zitronenbäume und ein eigener Koch. Dort wurde dann zusammen Musik geschrieben, die neue Single entstand innerhalb von vier Tagen (Femminello ist übrigens eine Zitronenart, die in Sizilien zu finden ist).
Es standen auch eine Menge Festivals im Sommer am Plan, darunter: Splash, Heros, Deichbrand, Lollapalooza […].
Somit können wir uns bestimmt auch im nächsten Jahr, viel von Nina erwarten und uns auf neue Ohrwürmer freuen. Wer nicht so lange warten will und für den es nicht unbedingt Nina Chuba sein will, dem empfehlen wir einen Blick in unseren WARDA-Eventkalender. Dort erfährst du alles, was in Wien gerade passiert und einen Besuch wert ist.
© Jakob Marwein
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