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PlanRadar als Vorbild in der Startupbranche: Insidertipps und die Geschichte der stetigen Entwicklung
PlanRadar bietet eine cloudbasierte Softwarelösung für die Bau- und Immobilienbranche, speziell für Mängel- und Aufgabenmanagement. Vielleicht kein Startup mehr, bietet Planradar aber vor allem auch für jene, die eines werden wollen, hilfreiche Tipps und wichtige Einblicke. Wir haben uns mit Co-Founder Constantin Köck, der am 5.5. auch an der Microsoft ISV Conference teilnimmt, darüber unterhalten, welche Herausforderungen auf Gründer*innen warten und wie sie selbst ihre ersten Schritte unternommen haben. Immerhin zählt Planradar mittlerweile 160 Mitarbeiter an 9 Standorten und dient als wunderbares Vorbild in der Startup-Szene.
Alles begann wie so oft mit einer Idee, die ihre Wurzeln in Problemen des Alltags hat. Domagoj Dolinsek, Co–Founder des Projektes PlanRadar neben Clemens Hammerl, Ibrahim Imam, Sander van de Rijt und unserem Interview-Partner Constantin Köck, kam aus der Baubranche und musste sich immer wieder mit den Herausforderungen der Dokumentation und Kommunikation konfrontiert sehen. Die Abläufe einer Baustelle sehen für Außenstehende häufig einfach aus. Man baut. Und dann ist es fertig.
Dass aber die Prozesse weitaus komplexer sind, liegt auf der Hand, wenn man sich einerseits den Austausch aller Beteiligten an solchem einem Bauvorhaben vor Augen führt. Und andererseits auch die rechtlichen Rahmenbedingungen und somit auch die eigene Absicherung. Auf die Fertigstellung eines Bauwerkes folgt dann die Instandhaltung. Diese bedarf ebenso der vorangegangenen Dokumentation als Basis.
Die Dokumentation und auch der besagte Austausch stoßen nicht wenige Beschäftigte der Baubranche aber auch des Retail-Bereichs in massig Papier- und Kommunikationsarbeit. Unzählige Mails. Eine Reihe an Excel-Tabellen. Telefonate. Abklärung. Immerhin muss jeder Handgriff geplant und des Weiteren auch nachvollziehbar sein, um sauber Abläufe zu gewährleisten und mögliche Beanstandungen oder Reparaturen abzuwickeln.
Der Vereinfachung dieser Prozesse nimmt sich PlanRadar erfolgreich an. Diese Idee liegt immerhin schon fast ein Jahrzehnt zurück. Seitdem hat sich einiges getan. Hierzu durften wir Constantin Köck interviewen und auch zum Dasein eines Startups in der Tech- und IT-Branche.

Constantin Köck ist CTO und Mitbegründer von PlanRadar. Im Unternehmen leitet er die Produktentwicklung und den technischen Support. Er ist außerdem für Datenschutz, Sicherheit und den Betrieb der Infrastruktur verantwortlich.
Constantin Köck, du bist Entwickler der ersten Stunde von PlanRadar – gerade im IT- und Tech-Bereich ist es nicht einfach, in Österreich als junges Unternehmen Fuß zu fassen. Wie waren eure Anfänge?
Natürlich brauchte es erstmal die Idee. Diese hatte Domagoj Dolinsek, der ja direkt aus der Baubranche kam und viel Erfahrung mitbrachte, somit hatten wir auch branchenspezifisches Know-How, sowie das Wissen über die Notwendigkeit einer solchen Softwarelösung. Wir starteten zu dritt und holten uns natürlich nach und nach weitere Leute ins Boot. Entscheiden war aber auch die Unterstützung zu Beginn.
Wie sah die Unterstützung aus bzw. zu welchen Mitteln habt ihr gegriffen, um schnell von der Idee zum Produkt zu kommen?
Wir hatten anfangs auch etwas Glück gehabt, im A1 Incubator unterzukommen. Dieser Startup-Campus in Wien bot uns natürlich auch große Hilfe in Sachen Kundenkontakte und Rechtsbeihilfe, wodurch wir uns wirklich auf unsere Arbeit konzentrieren konnten. So etwas kann ich auf jeden Fall jedem Startup empfehlen.
2013 ist euer Gründungsjahr – welche Herausforderungen kamen über die Jahre auf euch zu? Immerhin glauben nicht wenige Gründer*innen, dass nach der „anfänglich harten Startup-Phase“ das Geschäft quasi von allein rennt.
*lacht* Das ist auch gut so, dass junge Gründer*innen so denken. Immerhin bringt das auch Motivation, diese vielen Stunden an Arbeit und Herzblut in das Projekt zu investieren. Dennoch ist es ein Irrglaube. Speziell in der Techbranche musst du immer voll mitgehen. Die technischen Voraussetzungen und Geräte verändern sich laufend und damit auch die Anforderungen an uns. Außerdem wollen auch wir unser Produkt ständig verbessern – diesen Anspruch erheben wir auf jeden Fall.
Auch wir haben uns fähige Leute dazu geholt, neue Inputs, Feedback, etc. Die Aufgabenstellungen verändern sich natürlich, aber die Arbeit an sich wird nicht gerade weniger. Es bleibt ein ständiger Prozess, dem man gerecht werden muss.
Ihr hättet es ja vom Timing her damals gar nicht besser machen können, da mit den Smartphones natürlich auch die Möglichkeiten, unterwegs zu dokumentieren, erleichtert wurden. Auf welcher Basis arbeitet euer Programm und wo bewegt sich euer Programm in Zukunft hin?
Die Grundidee beinhaltete das Smartphone bereits, denn die Dokumentationsmöglichkeit ist durch eine immer bereitgestellte Kamera plus Upload umfangreicher. Prinzipiell ist das zentrale Hub von PlanRadar aber eine Webapplikation, die durch eine App erweitert wird.

Was unsere zukünftigen Entwicklungen betrifft, muss man nur einen Blick auf die aktuellen Entwicklungen im technologischen Bereich werfen. AR-Technologie in einem Smartphone – das können wir uns zunutze machen. Im Bereich BIM, also des Building Information Modeling, ist das ja bereits ein großes Thema und auch bei uns wird ebenso etwas kommen.

Auch euer Programm ist – wie aktuell viele andere – auch cloudbasiert. Worauf greift ihr zurück?
Wir arbeiten einerseits mit AWS, aber auch mit AZURE. Dies liegt daran, dass wir uns bestmöglich auf unsere Nutzer*innen anpassen und damit ihre individuelle User-Experience verbessern wollen. Wir sind mit beiden Diensten vollends zufrieden. Wichtig hierbei sind für uns vor allem die Daten- und Informationssicherheit, aber wir sind ISO27K-zertifiziert und erfüllen alle Standards der GDPR.
Zu PlanRadar selbst: Wer ist eure potenzielle Zielgruppe, vom kleinsten Nutzer ausgehend? Wie viel Zeitersparnis erzielt man mit PlanRadar?
Unsere Nutzer*innen reichen von einfachen Professionisten bis hin zu Großunternehmern. Ein privater Häuslbauer zählt hierbei nicht dazu. Also sind wir klar im B2B angesiedelt. Da die Dokumentationsanforderungen steigen, auch für die kleinen Handwerker, beginnt natürlich dort bereits unsere Nutzergruppe. Aber nicht nur Beschäftigte der Baubranche zählen zu unseren Kunden, sondern auch Unternehmen aus dem Retail-Bereich. Einer unserer Retail-Projekte ist beispielsweise REWE.
Dadurch, dass Task Management und Kommunikation über unser zentralisiertes Programm laufen, behält auch jeder am Projekt Beteiligte den vollumfänglichen Überblick. Das Einsparungspotenzial liegt bei ungefähr 8 Stunden in der Woche, wobei es zusätzlich auch noch zu einer Qualitätssteigerung kommt.
Für Subunternehmer haben wir zudem die Möglichkeit, das Programm dann gratis zu nutzen und eingeschränkt damit arbeiten zu können, wenn der Hauptunternehmer PlanRadar nutzt. Somit ermöglichen wir dem gesamten am Prozess beteiligten Team die Partizipation, ohne dass sich jeder Einzelne das Programm kaufen muss.
PlanRadar – niemals aufhören, an sich selbst zu arbeiten
Außerdem steht aktuell eine engere Kooperation mit Microsoft im Raum. Prozesse können immer optimiert oder auf eine neue Ebene gebracht werden. So sieht das auch PlanRadar und weiß durchaus, sich in einem hart umkämpften Feld stets weiterzuentwickeln. Egal ob zu Beginn oder schon nach jahrelanger Tätigkeit, ein gutes Netzwerk und starke Partner können einem jederzeit tatkräftig zur Seite stehen und bringen so häufig Win-Win-Situationen für alle Beteiligten.
Seid ihr ein Startup und auf der Suche nach Möglichkeiten, den nächsten Schritt zu machen? Bei der Microsoft ISV Conference könnt ihr euch informieren und unter anderem auch in Austausch mit Constantin Köck treten. Infos zum kostenlosen Event findet ihr hier, anmelden könnt ihr euch direkt auf der Website von Microsoft.
Titelbild Credits: PlanRadar
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