Weltkuscheltag: Warum wir alle auf „Drogen“ sind (und was auf Kuschelpartys wirklich abgeht)
Der Januar ist der Montag unter den Monaten. Es ist dunkel, kalt und die nächste Gehaltserhöhung ist in weiter Ferne. Genau deshalb gibt es am 21. Januar den Weltkuscheltag. Aber wir reden hier nicht von einem höflichen Händedruck. Wir reden von professionellen Kuschelpartys und warum dein Gehirn dringend diesen einen Stoff braucht.
Seien wir ehrlich: Im Winter fühlen wir uns oft wie Akkus bei 1 Prozent. Der Grund? Lichtmangel und – ja, tatsächlich – zu wenig Körperkontakt. Psychologen nennen das „Skin Hunger“ (Hauthunger). Wenn wir diesen Hunger nicht stillen, werden wir grantig, depressiv und unser Immunsystem macht schlapp.
Der legale Drogenrausch: Oxytocin
Warum fühlt sich eine Umarmung eigentlich so gut an? Weil dein Körper dabei Oxytocin ballert. Das sogenannte „Bindungshormon“ ist der natürliche Gegenspieler zu Stress. Es senkt den Blutdruck, killt Ängste und sorgt dafür, dass wir uns nicht mehr ganz so sehr hassen, wenn die Bahn wieder Verspätung hat.
Schon 20 Sekunden Umarmen reichen, um den Hormon-Cocktail zu starten. Wer also im Winter keine schlechte Laune haben will, muss anfassen.
Kuschelpartys: Cringe oder genial?
Was aber, wenn gerade kein Partner oder williges Haustier zur Hand ist? Willkommen in der Welt der Kuschelpartys. Ja, das gibt es wirklich. Und nein, es ist keine Orgie.
Wildfremde Menschen treffen sich in angemieteten Räumen, ziehen sich bequeme Jogginghosen an und liegen stundenlang auf Matratzenlagern übereinander. Es gibt strenge Regeln:
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Alles ist platonisch: Keine sexuellen Absichten, Hände bleiben über der Gürtellinie.
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Nein heißt Nein: Wer nicht kuscheln will, trinkt Tee am Rand.
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Consent is King: Man fragt, bevor man anfasst.
Für die einen klingt das nach dem ultimativen Albtraum aus fremdem Schweiß und sozialer Awkwardness. Für die anderen ist es die Rettung in einer einsamen, digitalen Welt. Fakt ist: Der Trend wächst. In Städten wie Wien, Berlin oder München sind diese Events oft ausgebucht.
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Fazit: Schnapp dir jemanden!
Ob du dich jetzt in einen Haufen Fremder werfen willst oder lieber deine beste Freundin in den Schwitzkasten nimmst, ist egal. Wichtig ist am 21. Januar nur eins: Physischer Kontakt. Wir sind Rudeltiere, keine Roboter. Also leg das Handy weg, such dir ein Lebewesen und hol dir deinen Oxytocin-Schuss. Es ist legal, kostenlos und macht high.
Titelbild © Shutterstock
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