Nachdem die Hardware der Steam Machine mitunter scharf kritisiert worden war, hat sich Valve jetzt zu Wort gemeldet. Nach eigener Datenlage sei die Steam Machine 70 % aller verwendeten Geräte mindestens ebenbürtig.
Nicht aus der Luft gegriffen: Steam muss es wissen
Dass die Steam Machine mit 70 % aller Gaming-Rechner entweder gleichzieht oder diese sogar überflügelt, ist keine ausgedachte Aussage. Tatsächlich verfügt Entwickler Valve über handfeste Daten. Jeden Monat führt Steam freiwillige Hardware-Umfragen durch, die sich etwa nach der verbauten Grafikkarte, dem im Einsatz befindlichen Prozessor oder der Anzahl der CPU-Kerne erkundigen. Zwar ist die Teilnahme freiwillig, aber die gewonnenen Daten sind Gold wert, um selbstgebaute Hardware auszutarieren.
Wichtig: Valve vergleicht hier alle Geräte, auf denen gespielt wird, mit der Steam Machine. Wer Tausende Euro in einen Gaming-PC investiert, wird die Steam Machine nicht als leistungsfähig wahrnehmen. Wer hingegen vor acht Jahren einen Mittelklasse-PC gekauft hat, könnte sich verbessern.
Das Datensammeln hilft Unternehmen, zu Entscheidungen zu gelangen. Beste Online Casinos Österreich und Slots-Hersteller wissen genau, welche Casino-Spiele ein Schattendasein fristen oder die Charts stürmen. Mit den erhobenen Daten lassen sich Weichen stellen, um zum Beispiel den zweiten Teil eines Spielautomaten noch unterhaltsamer zu gestalten.
Preis für Erfolg der Steam Machine ausschlaggebend
Am 12. November hatte Valve die Steam Machine angekündigt, zusammen mit einer VR-Brille (Steam Frame) und einer neuen Version des Steam Controllers. Nach wie vor verschweigt Valve, wie viel die Steam Machine kosten wird. Tech-Experten halten einen Verkaufspreis bis 800 € für realistisch. Damit wäre das Gerät teurer als eine Xbox Series X oder PlayStation 5 Pro. Jedoch bietet die Steam Machine Funktionen wie ein PC, ist also nur eingeschränkt mit Spielekonsolen vergleichbar.
Wegen des anhaltenden KI-Hypes sind die RAM-Preise deutlich gestiegen. Dies könnte sich auf neue Hardware wie die Steam Machine auswirken, den Preis nach oben treiben. Wer eher 800 € annimmt, wird sich dem UVP vermutlich stärker annähern als jemand, der auf 600 € hofft. Auch hatte Valve betont, keinen Kampfpreis ausrufen zu wollen.
Launch der Steam Machine für 2026 geplant
Wann genau die Steam Machine Marktreife erlangt, ist unklar. Valve plant gegenwärtig mit dem Frühjahr 2026. Dass dieses Zeitfenster eingehalten wird, ist anzunehmen. Zwar hatte Valve die Veröffentlichung des Steam Decks 2021/22 verschoben. Doch bei zwei Monaten zusätzlicher Wartezeit hält sich die mangelnde Planung in Grenzen.
Ebenso wenig ist damit zu rechnen, dass die Speicherpreise unverhofft sinken werden. Valve hat keinen Grund, den Release zu verschieben, um Hardware-Kosten einzusparen.
Hardware: Vergleichbar mit einer PS5
Der Prozessor der Steam Machine soll wie PS5 und Xbox auf der Zen-Architektur basieren, aber auf Zen 4 statt Zen 2. Aus diesem Grund hat die CPU des Steam-Gerät einen etwa 1 GHz höheren Takt. Theoretisch kann die Steam Machine 4K mit flüssigen 60 FPS darstellen. Da die GPU allerdings mit einer Radeon RX 7600 verglichen wird, sind solche Werte im Alltagsbrauch nahezu unerreichbar. Allerdings greift Valve auf clevere Technologien zurück, um mehr Leistung aus der Hardware herauszukitzeln. FidelityFX Super Resolution (FSR) ist die sperrige Bezeichnung für AMDs Upscaling-Methode. Was dahintersteckt: Bilder werden als Erstes mit einer niedrigeren Auflösung berechnet, dann hoch skaliert.
Mit fünf USB-Ports hat die Steam Machine mehr Anschlüsse vorzuweisen als die PlayStation 5 oder Xbox-Series-Konsolen. Bekanntermaßen sind an einen Computer aber mehr externe Geräte anzuschließen, etwa Tastaturen, Drucker oder Bildschirme.
SteamOS und eigener Controller
Valve hat mit SteamOS ein eigenes Betriebssystem aus dem Boden gestampft, dem Arch Linux zugrunde liegt. Linux beansprucht den Prozessor und Arbeitsspeicher weniger als Windows. Vor allem bei schwächerer Hardware tritt der Unterschied deutlich zutage. In der Vergangenheit war Linux für Gaming eher ungeeignet. Games ließen sich vielfach nur auf Windows-Rechnern zum Laufen bringen. Dessen ist sich Valve bewusst. Mit Proton hat der Entwickler ein Programm geschrieben, das für Windows konzipierte Spiele fit für SteamOS macht. Inzwischen sind über 20.000 Titel mit dem Betriebssystem kompatibel. Probleme bereiten noch die Anti-Cheat-Tools moderner Multiplayer-Spiele, die nicht mit Linux harmonieren.
Die Steam Machine lässt sich via Maus und Tastatur bedienen. Alternativ kann ein Controller als Eingabegerät genutzt werden. Valve hat seinen Controller optimiert. Im Gegensatz zu Microsoft, Sony oder Nintendo hat Valve – neben zwei Analogsticks und einem Steuerkreuz – Trackpads entworfen, die ähnlich präzise wie ein Mauszeiger zu bedienen sind. Beachtlich ist zudem die Akkulaufzeit, die mit 35 Stunden angegeben wird.
Wahlweise lässt sich Windows installieren. Entweder in einer neu erstellten Partition, oder als einziges Betriebssystem. SteamOS ist vorinstalliert, kann aber gelöscht werden. Warum Windows interessant sein könnte: Xbox Game Pass wird für den PC angeboten. Da sich die Xbox-App nicht unter Linux installieren lässt, wäre ein Umstieg erforderlich, um Game-Pass-Titel auf dem Steam- Gerät zu spielen.
Fazit: Zukunft der Steam Machine ungewiss
In der Branche ranken sich Gerüchte, dass Microsoft für die kommende Konsolengeneration ein ähnliches Gerät wie die Steam Machine ersonnen hatte. Nun kommt Valve den Plänen zuvor. Dies könnte Microsoft in die Karten spielen. Ob ein Gerät, das zwischen Spielekonsole und richtigem Desktop-Rechner einzuordnen ist, Erfolg hat, muss Valve unter Beweis stellen. Gesetzt den Fall, dass die Steam Machine scheitert, könnte Microsoft rechtzeitig die Reißleine ziehen.
Gemäß Tenor der meisten Online-Diskussionen entscheidet letzten Endes der Preis, ob die Steam Machine auf dem Massenmarkt Anklang findet. Fraglich ist auch, wie groß die Zielgruppe ist, die sich von einem solchen Gerät angesprochen fühlt.
Titelbild © Shutterstock
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