Unternehmen brauchen nicht noch mehr Software. Sie brauchen mehr Kunden. Das KI-Startup Wholix entwickelt ein AI Revenue System, das nicht nur die Neukundengewinnung automatisiert, sondern aus jedem Kundengespräch lernt und Vertriebsprozesse kontinuierlich verbessert.
Wer ein Unternehmen führt oder im Vertrieb arbeitet, kennt das Problem: Neue Kunden zu gewinnen kostet Zeit. Kontakte recherchieren, E-Mails schreiben, nachfassen, Termine vereinbaren und nebenbei das CRM pflegen. Dazu kommen zahlreiche Tools, die eingerichtet, miteinander verbunden und verwaltet werden müssen.
Am Ende verbringen viele Unternehmen mehr Zeit damit, ihren Vertrieb zu organisieren, als tatsächlich mit Kunden zu sprechen.
Genau das möchte Wholix ändern.
Das von Jonas Ernstberger und Volker Loges gegründete Unternehmen verfolgt eine einfache Überzeugung: Technologie sollte für Menschen arbeiten. Nicht Menschen für Technologie.
Wir haben mit Gründer und CEO Jonas Ernstberger darüber gesprochen, wie KI die Neukundengewinnung verändert und warum die Zukunft intelligenten Systemen gehört, die mit jeder Interaktion dazulernen.
Schluss mit dem Tool-Chaos
Viele Unternehmen verwenden unterschiedliche Lösungen für CRM, Leadgenerierung, E-Mail-Marketing, Telefonie und Terminbuchung. Das Problem ist nicht unbedingt die fehlende Funktionalität, sondern dass diese Systeme kaum miteinander arbeiten.
Wholix führt diese Prozesse auf einer zentralen Plattform zusammen.
Das System umfasst ein vollständiges CRM, E-Mail- und Telefonintegration, KI-gestützte Leadgenerierung, automatisierte Kampagnen, Terminbuchung und einen AI Meeting Notetaker.
Doch die eigentliche Besonderheit liegt nicht in den einzelnen Funktionen, sondern darin, wie sie miteinander verbunden sind.
„Niemand gründet ein Unternehmen, um den ganzen Tag ein CRM zu pflegen. Menschen wollen Kunden gewinnen, Ideen verwirklichen und etwas aufbauen. Technologie sollte ihnen dafür den Rücken freihalten“, erklärt Ernstberger.
Neukunden gewinnen – ohne die ganze Vorarbeit
Der Einstieg in Wholix ist denkbar einfach: Unternehmen geben ihre Website ein und die KI beginnt, das Geschäftsmodell zu analysieren.
Dabei identifiziert sie das Leistungsangebot, mögliche Alleinstellungsmerkmale (USPs) und passende Zielgruppen (Ideal Customer Profiles, kurz ICPs).
Anschließend übernimmt das System einen großen Teil der operativen Neukundengewinnung:
1. Passende Kunden finden: Die KI recherchiert Unternehmen und Entscheider, die zum Angebot passen.
2. Individuell ansprechen: Statt generischer Massen-E-Mails entstehen personalisierte Nachrichten auf Basis konkreter Unternehmensinformationen.
3. Automatisch nachfassen: Follow-ups werden eigenständig organisiert und versendet.
4. Kundenbeziehungen aufbauen: Antworten, Telefonate, Termine und die gesamte Kontakthistorie laufen zentral im CRM zusammen.
So wird aus vielen einzelnen Arbeitsschritten ein zusammenhängender Prozess.
Das Ziel: Unternehmen sollen sich wieder auf das konzentrieren können, was tatsächlich Umsatz bringt – echte Gespräche und den Aufbau langfristiger Kundenbeziehungen.
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Ein Vertriebssystem, das mit jedem Gespräch intelligenter wird
Die eigentliche Vision von Wholix geht über automatisierte Kaltakquise hinaus.
Das Unternehmen entwickelt seine Plattform nach dem Prinzip eines AI Revenue Systems: Ein intelligentes System, das den gesamten Prozess von der Zielgruppenanalyse bis zur Kundenbeziehung miteinander verbindet und aus den gewonnenen Informationen kontinuierlich lernt.
Denn in jedem Kundengespräch steckt wertvolles Wissen.
Welche Argumente überzeugen? Welche Probleme beschäftigen potenzielle Kunden? Warum entscheiden sich Interessenten für oder gegen ein Angebot? Welche Zielgruppen reagieren besonders positiv?
Normalerweise gehen viele dieser Erkenntnisse verloren oder bleiben im Kopf einzelner Vertriebsmitarbeiter.
Wholix möchte genau das ändern.
Kundentermine können automatisch aufgezeichnet, transkribiert und ausgewertet werden. Auch Cold Calls werden analysiert, sodass die KI wiederkehrende Einwände, Kundenbedürfnisse und erfolgreiche Verkaufsargumente erkennen kann.
Diese Erkenntnisse sollen wiederum in die Zielgruppenanalyse, Positionierung und Kundenansprache einfließen.
So können ICPs und USPs kontinuierlich verfeinert und erweitert werden. Das System lernt beispielsweise, welche Branchen besonders gut reagieren, welche Probleme tatsächlich kaufentscheidend sind und welche Botschaften am besten funktionieren.
Aus jedem Gespräch entstehen neue Erkenntnisse. Aus diesen Erkenntnissen entsteht eine bessere Ansprache. Und daraus wiederum ein effektiverer Vertrieb.
Statt bei jeder Kampagne von vorne anzufangen, baut das Unternehmen so Schritt für Schritt sein eigenes Vertriebswissen auf.
Aus der Praxis für die Praxis entwickelt
Die Idee hinter Wholix entstand aus der täglichen Vertriebsarbeit.
Bereits 2019 gründete Jonas Ernstberger eine Agentur für B2B-Vertrieb und unterstützte Unternehmen beim Aufbau ihrer Vertriebsprozesse, der Einführung von CRM-Systemen und der Neukundengewinnung.
Dabei stellte er immer wieder fest, dass Unternehmen zwar zahlreiche Softwarelösungen einsetzen, aber trotzdem einen enormen manuellen Aufwand haben.
„Wir haben jahrelang Unternehmen dabei geholfen, ihren Vertrieb aufzubauen. Dabei mussten wir immer wieder dieselben Tools einrichten, Prozesse verbinden und Kampagnen manuell betreuen. Irgendwann war klar: Das muss auch einfacher gehen.“
Anfang 2024 entstand daraus die Idee für Wholix. Seit dem offiziellen Marktstart im Januar 2026 konnte das Unternehmen innerhalb weniger Monate zahlreiche Kunden gewinnen.
Besonders interessant ist die Plattform für B2B-Dienstleister, Personalvermittlungen, Agenturen und Beratungsunternehmen, bei denen bereits wenige zusätzliche Kunden einen erheblichen wirtschaftlichen Unterschied machen können. Auch wir bei WARDA nutzen Wholix mittlerweile für unsere eigenen Prozesse und sind absolut begeistert davon, wie extrem der Orga-Aufwand dadurch schrumpft.
Die Zukunft gehört intelligenten Systemen
Für Ernstberger ist die heutige KI-Automatisierung erst der Anfang.
Während viele Unternehmen künstliche Intelligenz bisher als Assistenten nutzen, der auf einzelne Eingaben reagiert, verfolgt Wholix einen anderen Ansatz.
KI soll nicht nur Aufgaben erledigen, sondern den Kontext des Unternehmens verstehen, Prozesse eigenständig ausführen und aus den Ergebnissen lernen.
Dabei bleiben Menschen dort eingebunden, wo Erfahrung, Vertrauen und persönliche Entscheidungen entscheidend sind.
Langfristig soll sich dieser Gedanke auch auf weitere Unternehmensbereiche übertragen lassen – von Marketing und Kundenbetreuung bis hin zu operativen Geschäftsprozessen.
Die Vision dahinter ist einfach: Unternehmen sollen wachsen können, ohne dass Verwaltungsaufwand und Komplexität im gleichen Tempo zunehmen.
Mehr Zeit für das, was wirklich zählt
Wholix zeigt, wie sich der Einsatz künstlicher Intelligenz im Unternehmensalltag verändern könnte.
Weg von isolierten Tools und immer neuen manuellen Aufgaben. Hin zu intelligenten Systemen, die Prozesse verbinden, Wissen aufbauen und Menschen von wiederkehrender Arbeit entlasten.
Denn am Ende geht es nicht darum, möglichst viel KI einzusetzen.
Es geht darum, Unternehmen erfolgreicher zu machen und Menschen die Zeit zurückzugeben, die sie für ihre eigentliche Arbeit brauchen.
Give people their time back.
Titelbild © EB Vertrieb & Marketing GmbH
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