Heute kam es in Berlin wieder zu einer umstrittenen Demonstration. Geschlossen gingen dort Leute ohne Einhaltung der Sicherheitsvorschriften auf die Straße, um erneut gegen die Corona-Maßnahmen zu demonstrieren. Im eigens dafür angelegten Telegram-Chat offenbaren sich wieder abstruse Theorien.
Genmanipulierte Mücken sollen die Demonstranten zwangsimpfen – so die Theorie eines Users in diesem Chat. Diese Mückenart soll auch noch bei 5°C überleben können, um so den DemonstrationsteilnehmerInnen die Impfung injizieren zu können.
Ob es sich hier um eine ausgeklügelte Falschmeldung eines Trolls handelt, bleibt offen. Doch der Gedanke daran, jemand könnte die Verschwörungstheoretiker mit ihren eigenen Waffen schlagen, um sie so von der Teilnahme abzuhalten, ist sehr verlockend.
Screenshot der Theorie in der Telegram Gruppe
Ein weiterer User führt diese Theorie fort und behauptet: „Atilla (Anm. d. Redaktion: Attila Hildman – ja, Attila schreibt man eigentlich so) wurde von der NWO entführt und mit Nanobots geimpft.“
Ein dritter User macht sich über die Maßnahme der Masken lustig und führt an, dass sich die Regierung damit bei ihren Mückenplänen ein Eigentor geschossen hat.
Wer Freund und wer Feind ist, ist in solchen Chats eher schwer zu erkennen. Manche geben sich klar als Gegendemonstranten aus, doch bei solchen Theorien kann man sich nie so sicher sein, ob das nun ein Troll oder doch eine ernstgemeinte Theorie ist.
Nachdem diese Chats für jeden öffentlich zugänglich sind, können sich so auch jederzeit Spaßvögel einschleichen und dort Unruhe stiften. Scheinbar hat aber auch diese Meldung die Menschen nicht davon abgehalten, sich zu tausenden zu versammeln. Letztlich wurde die Demo aber aufgelöst, wie DIE ZEIT berichtet.
Titelbild Credits: Shutterstock
DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN
Die zahlreichen Baustellen der Krise: Inflation, Energiepreise und Zuwanderungs-Debatte
„Wenn sie kein Brot haben, dann sollen sie doch Kuchen essen!“ So dürften sich die bisherigen Antworten der Regierung auf […]
Rassismus, Privilegien und White Fragility - #blacklivesmatter nur ein klitzekleiner Schritt
Auf den #blacklivesmatter-Demonstrationen kommen dieser Tage weltweit Menschen zusammen, um Solidarität zu zeigen im Kampf gegen Rassismus. Das ist ein gutes Zeichen, doch damit die Bewegung Erfolg hat, braucht es viel mehr - davon sind auch bekennende Anti-Rassisten nicht ausgenommen.
Studie mit dystopischer Prognose: Keine Smartphones mehr ab 2030
Als haben wir, was unsere Zukunft betrifft, nicht schon genug Probleme. Eine kürzlich veröffentlichte Studie fügt der langen Kette an […]
Black Friday: Was du über den Shopping-Wahnsinn wissen solltest
Black Friday steht vor der Tür. Doch was wirklich hinter diesen verheißungsvollen Rabatten steckt, erfährst du hier bei uns.
"Ich persönlich hab kein Geld"-Kliemann mit Holding zur Vermögensverwaltung
So ziemlich jede:r dürfte mittlerweile die Recherchen und den Skandal um den Musiker und Unternehmer Fynn Kliemann mitbekommen haben. Das […]
Absurde AMS-Vermittlung: Apres Ski Lokale ab Dezember?
Beim AMS kommt es nicht selten vor, dass Arbeitssuchenden unpassende Stellen angeboten werden. Doch im aktuellen Fall sorgt die Stellenausschreibung […]









