Der Bundespräsident Van der Bellen besitzt einen Terminkalender und trifft sich mit Bundeskanzler Kurz. Das ist die Bombe, die man nach einem Countdown auf der Website tuesfuermich.at platzen ließ. Aus der Causa Ibiza versucht die FPÖ – immerhin die Partei im Video, das die Regierung zu Fall brachte – so nachträglich politisch Profit zu schlagen.
Was für ein Skandal. Der Bundespräsident Van der Bellen wusste bereits vor der Veröffentlichung vom Video. Dass Journalisten nicht erst einen Tag vor Veröffentlichung der Ibiza-Story daran gearbeitet haben, lässt auch darauf schließen, dass die ein oder andere Information zur österreichischen Bundesregierung oder auch dem Bundespräsidenten durchgesickert ist. Nun vermutet die FPÖ Kalkül. Nicht aber von der Kurz-Regierung, sondern vom Bundespräsidenten.
Credits: tuesfuermich.at
„Das sieht ein Blinder mit dem Krückstock, dass das dem Präsidenten nur entgegenkommen konnte.“, sagt der Nationalratsabgeordnete Christian Hafenecker abschließend in der Presskonferenz. Diese findet nicht in einem gängigen öffentlichen Medium statt, sondern – die nächste Bombe platzt – auf FPÖ TV.
Skandalträchtige Partei bauscht Fakten auf
Ein Präsident nimmt an der Absetzung einer Regierung teil – was für ein Skandal. Und er wusste schon zuvor Bescheid – noch größerer Skandal. Er hatte diesbezüglich ein Telefonat – rücktrittsreif! So ungefähr lässt sich die einstündige Pressekonferenz zusammenfassen.
Letztlich wirkt auch das wieder nur wie ein Hilfeschrei nach Aufmerksamkeit. Immerhin hat der Ibiza-Skandal der FPÖ einiges an Stimmen gekostet. Wie weit letztlich auch andere Parteien darin involviert waren, lässt sich noch nicht eindeutig feststellen. Aber eines ist klar: Die FPÖ war mittendrin statt nur dabei.
Titelbild Credits: Screenshot / tuesfuermich.at
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