Fast jährlich, möchte man meinen, sucht uns ein „Jahrhundertunwetter“ heim. You get that joke, right? In den letzten Jahren hat auch das kleine Österreich mehrere extreme Wetterereignisse erlebt, die oft als „Jahrhundertunwetter“ bezeichnet wurden. Hier sind nur einige davon gelistet, damit du kapierst, dass der Shit eben nicht nur einmal in hundert Jahren stattfindet und der Klimawandel here is to stay.
Jahrhundertunwetter in Österreich: Das Hochwasser 2013 (Juni)
In den letzten knapp zehn Jahren haben mehrere extreme Wetterereignisse Österreich getroffen, die immer wieder als „Jahrhundertunwetter“ bezeichnet wurden. Eines der schwerwiegendsten war wohl das Hochwasser im Juni 2013. Dieses suchte besonders Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Niederösterreich heim.
Die intensiven Regenfälle führten dazu, dass Flüsse wie die Donau und der Inn über die Ufer traten. Die Folge: massive Überschwemmungen und Evakuierungen. Der wirtschaftliche Schaden belief sich damals auf knapp drei Milliarden Euro.
Sturmtief „Yves“ 2017 (August)
Knapp 4 Jahre später, im August 2017, sorgte das Sturmtief „Yves“ für schwere Schäden. Insbesondere in Oberösterreich, der Steiermark und Niederösterreich. Orkanartige Böen und heftige Hagelstürme führten zu zahlreichen umgestürzten Bäumen, Überflutungen und großflächigen Zerstörungen in der Landwirtschaft.
Winterstürme und Schneemassen 2018/19
Der Winter 2018/19 war praktisch auch zum Vergessen, obwohl er sich dennoch ins Gedächtnis vieler Betroffener geprägt hat. Dieser brachte nicht nur Weihnachten, sondern vor allem extreme Schneefälle in Westösterreich, vor allem in Tirol und Vorarlberg.
Meterhohe Schneemassen isolierten Dörfer und führten zu massiven Lawinengefahren. Große Teile der Infrastruktur waren wochenlang beeinträchtigt, und sogar das Militär musste für Räumungsarbeiten einspringen. Ein Ausnahmezustand, wie ihn sich niemand wünscht.
Sturmtief „Sabine“ 2020 (Februar)
Im Jahr darauf traf im Februar 2020 das Sturmtief „Sabine“ fast ganz Österreich. Besonders hart erwischt wurden dabei Tirol, Salzburg und Oberösterreich. Orkanböen verursachten Stromausfälle, Verkehrsbehinderungen und massive Schäden.
Jahrhundertunwetter in Österreich: Hagelsturm 2021 (Juni)
EIn Jahr später kam es sogar noch schlimmer. Und das gelich doppelt. Im Juni 2021 wütete ein Hagelsturm in der Steiermark und Oberösterreich. Hagelkörner von der Größe von Tennisbällen zerstörten Häuser, Fahrzeuge und landwirtschaftliche Flächen, was zu einem hohen wirtschaftlichen Schaden führte, wie man sich denken kann.
Ganz zu schweigen von den menschlichen Dramen, die sich zahlreich ereignet haben. Doch das Jahr hatte noch so einiges zu bieten.
Hochwasser 2021 (Juli)
Denn schon im Juli 2021 – also praktisch auf den Hagelsturm folgend – erlebte Österreich erneut ein verheerendes Hochwasser, das besonders die Bundesländer Salzburg und Tirol traf. Starke Regenfälle führten zu Überflutungen, die ganze Stadtteile, wie die Altstadt von Hallein, unter Wasser setzten. Auch hier kam es zu erheblichen Sachschäden und Evakuierungen.
Jahrhundertunwetter in Österreich: ein Fazit
All diese Extremereignisse der letzten Jahre, aber auch die Hitzewelle in diesem Sommer verdeutlichen, dass Österreich in der jüngsten Vergangenheit immer wieder — fast regelmäßig möchte man schon sagen — unter zerstörerischen Wetterlagen zu leiden hatte. Und auch wenn es natürlich geleugnet wurde – und immer noch wird –, so konnten diese Phänomene oft auf die glaobalen Klimaveränderungen zurückgeführt werden aka. Klimawandel.
Trotz dieser verheerenden Extremwetterereignisse, die Österreich fast jährlich heimsuchen, spielt die Klimakrise im Wahlkampf praktisch kaum eine Rolle — genauso, wie das marode Bildungssystem. In den Umfragen führen nämlich weiterhin jene Parteien, die den Klimawandel leugnen. Der Standard fast das Verhalten der Österreicher*innen pointiert zusammen: „Österreicher wählen Klimaleugner, auch wenn sie dabei untergehen.“
Wie wir gesehen haben, finden sogenannte „Jahrhundertunwetter“ nicht mehr nur alle hundert Jahre statt, sondern suchen uns fast schon jährlich heim. Wissenschaftlich betrachtet sind die meisten dieser Phänomene auf den Klimawandel zurückzuführen, auch wenn immer noch sehr viele Menschen das zu leugnen versuchen.
Bilder © Shutterstock
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