Eigentlich müsste man Onka Allmayer-Beck gar nicht mehr vorstellen. Wer die Wiener Kunstszene beobachtet, kommt an ihren markanten, farbenfrohen Keramiken nicht vorbei. Bevor sie jedoch den Ton für sich entdeckte, eroberte sie die Modewelt: Nach ihrem Studium am legendären Central Saint Martins in London entwarf sie über zehn Jahre lang Schuhe und Fashion in Mailand – unter anderem für Schwergewichte wie Giorgio Armani und Strenesse. Seit 2015 ist Onka zurück in Wien und hat Illustration gegen Skulptur getauscht. Wir haben mit ihr über ihren „Energy-Boost“ in Miami und ihre neueste Kooperation mit Vöslauer gesprochen.
Für immer Art Miami oder nie wieder?
Ganz klar: Für immer Art Miami!
Wie kam es zur aktuellen Kooperation mit Vöslauer?
Das ist tatsächlich ein schönes Revival. Ich habe bereits vor zehn Jahren mit Vöslauer zusammengearbeitet; damals habe ich meine erste Sonderedition entworfen, damals allerdings noch in meiner Rolle als Illustratorin.
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Still oder prickelnd?
Prickelnd! Am allerliebsten das seltene „Superprickelnd“.
Beschreibe uns einen typischen Arbeitsalltag in drei Sätzen.
Eigentlich ist mein Alltag eher „atypisch“, weil wirklich kein Tag dem anderen gleicht. Meistens findet man mich aber in der Werkstatt – mit schmutzigen, feuchten Händen bei der Arbeit.
Wenn du nicht Künstlerin wärst, was würdest du heute machen?
Es wäre definitiv trotzdem etwas Kreatives. Aber wenn ich meiner anderen Leidenschaft folgen würde, dann wäre es etwas mit Tieren. Ich wäre wahrscheinlich Zoologin oder sehr gerne Ornithologin. Oder ich wäre Köchin – so eine richtige 0815-Kantinenköchin.
Du hast es gerade anklingen lassen: Du startest bald in ein Artist-in-Residence-Programm. Wo geht die Reise hin?
Ich freue mich riesig: Von Mai bis Juni bin ich als Resident Artist bei der Gmunder Keramik. Dort erwarten mich riesige Öfen und große, helle Werkstätten. Das wird fantastisch.
Du bist erst vor zwei Monaten aus Miami zurückgekommen. Was hat sich seit diesem Trip für dich verändert?
Es haben sich großartige neue Kontakte ergeben. Was aber fast noch wichtiger war: Der Trip war ein massiver Energie-Boost für mich. Ich habe dort wieder so richtig Lunte gerochen und Blut geleckt. Es hat einfach unglaublich Spaß gemacht.
Apropos Spaß: Bald kommt deine eigene Vöslauer-Flasche auf den Markt.
Genau, wir sind gerade in der Finalisierung der Objekte, die auf der Flasche zu sehen sein werden. Ich bin sehr stolz darauf, denn normalerweise werden diese Editionen von Künstlern grafisch oder illustrativ gestaltet. Diesmal ist es anders: Zum ersten Mal werden echte Kunstwerke – also meine Keramiken – abfotografiert und als Objekte auf der Flasche abgebildet. Dass meine Keramik dort so aktiv stattfindet, ist ein echtes Highlight für mich.
Wann werden wir die Flasche zum ersten Mal in den Händen halten?
Im Sommer 2026 ist es so weit.
Was waren deine persönlichen Highlights in Miami?
Ich war zum ersten Mal dort und weiß gar nicht, ob Miami immer so toll ist oder ob es speziell an dieser einen Woche lag. Die Energie war jedenfalls Wahnsinn. Die Sonne hat geschienen, die Leute waren super drauf und jeder war extrem motiviert. Die ganze Stadt war quasi trunken vor Kreativität. Für mich war das ein echter Mindopener und eine gewaltige Energiespritze.
Titelbild © Thomas Unterberger
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