Läuft es in eurer Beziehung nicht rund, obwohl ihr euch beide bemüht? Fühlst du dich manchmal missverstanden und ungeliebt? Das kann an den unterschiedlichen 5 Sprachen der Liebe liegen.
Du liegst im Bett, willst eigentlich nur kuscheln, dein*e Freund*in gamed aber noch. Umgekehrt machst du alles, damit eure Beziehung gut läuft. Ihr verbringt viel Zeit zusammen, kocht gemeinsam und am Wochenende geht ihr feiern. Trotzdem reicht alles nicht aus. Dein*e Partner*in ist unzufrieden, hat das Gefühl, nicht geliebt zu werden. Das kann nervig und frustrierend sein. Doch was hat das mit den 5 Sprachen der Liebe zu tun?
5 unterschiedliche Sprachen der Liebe
Wünsche und Bedürfnisse nicht erfüllen zu können, ständiges aneinander Vorbeireden und Streit sind nach dem Therapeuten Gary Chapman Folgen von unterschiedlichen 5 Sprachen der Liebe. Kernthese: Nicht jede*r will so geliebt werden, wie wir selber geliebt werden wollen.
Die Liebessprache ist die Art und Weise, wie Menschen einander Zuneigung zeigen und wahrnehmen. Wenn du die Liebessprache deine*r Freund*in nicht kennst oder verstehst, sind Streit und Unzufriedenheit vorprogrammiert.
Die 5 Sprachen der Liebe
1. Liebessprache: Anerkennung und Lob
Hörst du gerne ein Ich liebe dich oder Komplimente? Treffen dich Beleidigungen und ein harscher Tonfall besonders hart? Dann ist Anerkennung und Lob wahrscheinlich deine primäre Liebessprache von den 5 Sprachen der Liebe.
Kommuniziert man mit Menschen mit dieser Liebessprache verbal zu wenig, fühlen sie sich trotz Blumen und Umarmungen ungeliebt. Wenn du merkst, dass dein*e Freund*in diese Sprache der Liebe spricht, kannst du eure Beziehung stärken, indem du häufiger deine Wertschätzung in Wörter packst.
2. Liebessprache: Zweisamkeit
Ist dir eine gemeinsame Zeit und Aufmerksamkeit besonders wichtig? Komplimente und Händchen dabei jedoch nur von sekundärer Relevanz?
Für Personen mit Quality Time als primäre Liebessprache ist gemeinsame Zeit das Wichtigste und Schönste. Dabei reicht es nicht, zweisam auf der Couch seinen jeweils eigenen Feed durchzugehen. Es gilt die Zeit qualitativ zu nutzen, sei es gemeinsam kochen, tanzen oder Kinobesuche.
Besonders verletzend sind vergessene Dates oder Netflix während dem Essen. Wenn dein*e Partner*in diese der 5 Sprachen der Liebe spricht, achte darauf, aufmerksam zuzuhören. Frag nach, was er*sie machen will.
3. Liebessprache: Geschenke
Natürlich lieben wir alle Geschenke. Aber Personen mit dieser Liebessprache feiern sie über alles. Geschenke ausschließlich zum Geburtstag oder Valentinstag reichen nicht. Die Mitbringsel zeigen ihnen die Liebe, Gedanken und Mühe, die der*die andere reinsteckt. Der materielle Wert spielt dabei keine Rolle. Der Gedanke zählt. Ob Fortuna, ein Kiesel in Herzform oder eine Louis ist egal.
Vergessene Geburtstage oder unpassende Geschenke sind für sie das Schlimmste.
4. Liebessprache: Hilfsbereitschaft
Unterstützung in der Uni oder im Haushalt sind für Personen mit dieser der 5 Sprachen der Liebe das wichtigste. Egal ob Müll raustragen, Fahrrad reparieren oder Vokabeln abfragen.
Gebrochene Versprechen oder Faulheit hingegen sind No-Gos und lassen sie sich ungeliebt fühlen. Besonders schätzen es diese Personen wert, wenn der*die Partner*in unaufgefordert und freiwillig hilft.
5. Liebessprache: Körperliche Intimität
Mit körperlicher Intimität ist nicht unbedingt Sex gemeint. Wenn für dich innige Umarmungen, Kuscheln und Händchenhalten das Schönste auf der Welt sind, sprichst du wahrscheinlich diese der 5 Sprache der Liebe.
Jede Art von körperlicher Vernachlässigung ist schlimm. Wenn dein*e Partner*in diese Sprache der Liebe spricht, gib ihr*ihm einen Begrüßungskuss und Umarmungen.
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Darum ist es wichtig, die Liebessprache der Freund*in zu kennen
Wenn du die Liebessprache deine*r Freund*in kennst, verstehst du sie*ihn besser. Du kannst für sie*ihn tiefere Zuneigung zeigen, wenn du deine eigentliche Art und Weise anpasst. So kannst du sicherstellen, dass deine Zuneigung auch tatsächlich ankommt und geschätzt wird. Wenn du die Bedürfnisse deine*r Partner*in kennst, können Konflikte besser gelöst werden und entstehen vielleicht gar nicht erst.
Welche der 5 Sprachen der Liebe spreche ich?
Obwohl alle Punkte zu einer glücklichen Beziehung beitragen, hat jeder Mensch laut Chapman nur eine primäre Sprache der Liebe. Um deine Liebessprache herauszufinden, hilft es, zu überlegen, welche Sachen dich am meisten verletzen oder besonders glücklich machen. Auch ein Blick zurück in die Kindheit schafft Klarheit. Wie haben dich deine Eltern geliebt?
Deine Liebessprache ist auch die Art und Weise, wie du Liebe zeigst. Wenn du darüber nachdenkst, wie du deine*r Partner*in Zuneigung zeigst, kommst du wahrscheinlich auch auf deine eigene Liebessprache. Auf der Website 5lovelanguages.com kannst du deine Liebessprache sogar testen.
Damit es nicht zu (noch mehr) Missverständnissen in der Beziehung kommt, frag dein*e Freund*in nach ihrer*seiner Sprache der Liebe, bevor du eine interpretierst. Sprecht über Sachen, die euch beide besonders glücklich machen und verletzen.
Fazit
Deine eigene Liebessprache zu kennen, kann dir helfen, dich und deine Beziehung besser zu verstehen. Damit deine Liebe auch wirklich ankommt, hilft es, die Liebessprache der*des Partner*in zu kennen. Das Konzept der 5 Sprachen der Liebe von Chapman soll sensibilisieren, dass es nicht nur eine Art und Weise gibt, Liebe zu zeigen und wahrzunehmen. Die Liebessprache der Partner*innen zu kennen, kann helfen, eine tiefere Verbindung aufzubauen, Konflikte zu lösen und Beziehungen zu versüßen.
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