Klassische Medien haben ausgedient, 9:16 ist das Format der Gegenwart und Zukunft! 9:16?! Richtig gehört – das Smartphone mit seinem vertikalen Format ist nicht erst seit der Pandemie ein ständiger Begleiter. Immer mehr Menschen verbringen immer mehr Zeit auf TikTok, Instagram und YouTube, connecten, informieren und unterhalten sich dort. In dieser Kolumne stelle ich euch die Top-News des vergangenen Monats vor – viel Spaß damit!
50 Milliarden Shorts-Views – täglich
Der Erfolgslauf von YouTube Shorts hält an. Mehr als 50 Milliarden Aufrufe pro Tag konnte das Kurzvideoprogramm, das als Reaktion auf den TikTok-Hype gelauncht wurde, zuletzt verzeichnen. Das bedeutet einen gewaltigen Sprung von 20 Milliarden im Vergleich zum Vorjahr und untermauert den Anspruch YouTubes, am Kurzvideomarkt ein gewichtiges Wort mitzusprechen. Doch dabei soll es nicht bleiben: Seit Februar werden auch Content Creator stärker an Werbeeinnahmen beteiligt, was Shorts im Vergleich zur Konkurrenz noch attraktiver machen soll.
Younes Zarou knackt Meilenstein
Stichwort 50 – auch für Deutschlands größten TikToker, Younes Zarou, hatte diese Zahl im Februar eine besondere Bedeutung: Als erster Influencer im deutschsprachigen Raum knackte der Frankfurter diese Marke, zählt auf TikTok nun 50 Millionen Follower und ist damit fast doppelt so groß wie der zweitplatzierte noelgoescrazy.
Den großen Moment hielt er selbstverständlich auf Video fest – dass ihm kurz danach wieder ein paar Fans abhandenkamen, wird er verschmerzt haben. Heute sind es über 51 Millionen Follower. Mit seinen bunten Videos und den obligatorischen Behind the Scenes erreicht er stets ein Millionenpublikum. Aktuell tanzt Younes im deutschen Fernsehen bei Let’s Dance, trifft Stars wie Bastian Schweinsteiger oder Sadio Mané und setzt seinen Ende 2019 begonnenen Höhenflug unvermindert fort.
Geht es TikTok jetzt an den Kragen?
Zumindest in offiziellen Kreisen wird die Schlinge für TikTok immer enger. Die EU-Kommission untersagte ihren Mitarbeiter*innen die Nutzung der beliebten App auf ihren Diensthandys bereits, jetzt zog die kanadische Regierung nach. Bereits vor einigen Wochen unternahm die US-Regierung den gleichen Schritt, ein generelles TikTok-Verbot steht im Raum.
Deutschlands oberste Cybersicherheitsbehörde wurde ebenfalls aktiv, überprüfte die App auf mögliche Risiken. Die Begründung lautet immer gleich: Die Angst vor chinesischer Spionage ist zu groß. TikTok selbst gibt sich immer wieder überrascht von den Maßnahmen und klagt, nicht die Chance zu bekommen, die im Raum stehenden Zweifel beseitigen zu können.
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Neue alte Instagram-Königin
Sie hat den Thron zurückerobert – Selena Gomez ist wieder die erfolgreichste weibliche Instagram-Nutzerin. Ende Februar verdrängte die Sängerin Kylie Jenner vom Platz an der Sonne. Während ihre Konkurrentin bei 380 Millionen Followern stagniert, kratzt Selena mit 396 Millionen mittlerweile an der 400er-Marke.
In der ewigen Bestenliste liegen damit nur noch die Fußballstars Cristiano Ronaldo (558) und Lionel Messi (438) vor ihr. Und wie wird die Rückkehr an die Spitze am besten gefeiert? Richtig, mit der Ankündigung einer Social Media-Auszeit. “Ich bin 30 und zu alt hierfür“, ließ Selena via TikTok wissen. Doch ihre Fans müssen sich keine allzu großen Sorgen machen. Der TikTok-Account ist schon wieder reaktiviert. Und auf Instagram ist sie natürlich ebenfalls noch präsent.
Updates, Updates, Updates
Im Februar gab es sowohl auf TikTok als auch Instagram eine wahre Flut an Updates. TikTok etwa führte neue Feeds für die Bereiche Sport, Mode, Gaming und Essen ein, die neben den bereits bekannten “Following” – und “For You”-Feeds erscheinen. So soll es User*innen noch leichter gemacht werden, bestimmte Inhalte zu finden.
Apropos finden: Instagram testet aktuell eine Funktion, die es erlaubt, einzelne Viewer der eigenen Stories zu finden. Ob diese Funktion allen zur Verfügung stehen wird oder bloß jenen Accounts mit blauem Haken, ist noch offen. Außerdem kündigte Instagram sogenannte “Broadcast Channels” für Content Creator an. So soll es noch einfacher werden, die eigenen Follower zu erreichen.
Auf weniger Gegenliebe wird jedoch ein weiteres Vorhaben von Meta-Chef Mark Zuckerberg stoßen: Ähnlich wie bei Twitter soll das Verifizierungsmodell, also der Blaue Haken, künftig kostenpflichtig sein. Doch auch TikTok scheint am Geldbaum rütteln zu wollen: “Berechtigte” Influencer sollen künftig in der Lage sein, sogenannte “Series” hinter eine Paywall setzen zu können.
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