Jeder kennt sie, jeder hatte oder hat damit mindestens einmal im Leben zu tun und jeder Mensch hat eine Geschichte hierzu. Ob auf dem Arbeitsplatz, im Freundeskreis, in der Familie oder in der Partnerschaft. Wir sind der Frage nachgegangen, was toxische Personen auszeichnet, weshalb sie solch eine Anziehungskraft ausüben und wie man sich von ihnen befreit.
Wie das Wort „Toxisch“ schon sagt, es ist giftig – nämlich für unseren eigenen Seelenfrieden. In unserer Gesellschaft werden diese Charakterzüge auch gerne verallgemeinert und als narzisstisch, soziopathisch oder – simpel ausgedrückt – egozentrisch beschrieben. Diese Bezeichnungen bedarf es mit Vorsicht auszusprechen, weil es sich vor allem beim pathologischen – also krankhaften – Narzissmus um eine ernstzunehmende, sowie auch anerkannte psychische Krankheit handelt.
Man fühlt sich nach einer längeren Zeit mit einer toxischen Person erschöpft, sieht und spürt dies jedoch nicht sofort. Der Gedanke dreht sich vorerst hauptsächlich darum, der Person mehr von sich zu geben, solange, bis man endgültig an die eigenen Grenzen stößt und nicht mehr weitermachen kann, aber sich befreien ebenso wenig. Emotionale Ausbeute ist das Stichwort.
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
Was zeichnet eine toxische Person aus?
In unserem Alltag verwenden wir den stigmatisierenden Begriff einer toxischen Person, sobald uns eine Person schadet – auf einer psychischen Ebene. Diese Personen erfüllen zumeist ganz bestimmte Charakteristika. Ihnen fehlt das Verständnis für eine gesunde, zwischenmenschliche Beziehung, wissen aber über gesellschaftliche Normen Bescheid, spüren sich jedoch zumeist nicht und spielen diese daher vor.
Wir sind fasziniert und gleichzeitig erschrocken von ihren Eigenschaften, denn es wirkt, als wären sie über sich selbst und die Situation erhaben. Dass sie kontrollieren und manipulieren wollen und vor allem auch können, fällt erstmal nicht auf. Stattdessen empfinden wir es vielseits als charismatisch, aber zugleich begleitet von der Angst, diesem Menschen nicht gewachsen zu sein oder ihn gar zu verlieren.
Diese Personen sind meist unbelehrbar, verbohrt und uneinsichtig. Die Sichtweise der anderen interessiert sie kaum, außer sie passt zur eigenen. Das Gefühl für richtig oder falsch ist nicht gut ausgeprägt und dies führt oft zu Verletzungen. Schuldgefühle deshalb? Weit gefehlt – von ihrer Meinung lassen sich toxische Personen nur sehr schwer abbringen und daher ist eine Entschuldigung zumeist nur dann zu erwarten, wenn es wiederum dem eigenen Vorteil dient.
Wie sieht das Leben mit einer toxischen Person aus?
Befinde ich mich in einer Situation mit einer „toxischen Person“, sollte mir bewusst sein, dass eine gesunde STOP Kompetenz verlangt wird, um aus diesem Konstrukt zu entkommen – es ist wichtig, seine eigenen Grenzen zu kennen, damit auch das toxische einer Person sichtbar wird.
Wenn ein Mensch laufend Energie raubt, es ihm aber zugleich gelingt, dir einzureden, dass das noch zu wenig sei, du ihm damit also nicht gerecht wirst, gerätst du in einen Teufelskreis und eine gewisse Form der Abhängigkeit. Daher ist es wichtig, gut für sich selbst zu sorgen und sich selbst zu kennen – quasi ein gesunder Egoismus.
Toxische Personen legen dir stets deine Fehler vor und vermitteln dir ein Schuldgefühl. Gerade Menschen in sensiblen Lebensphasen oder auch mit einem schwankenden Selbstwertgefühl sind Magneten für solche Situationen und verhalten sich im Endeffekt ebenso toxisch – nämlich sich selbst gegenüber.
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
Wie befreie ich mich von einer toxischen Person?
Grenzen (er)lernen und anzunehmen, ist ein sehr wichtiger Prozess, um ein gesundes Selbstwertgefühl aufzubauen und Selbstliebe zuzulassen. Sobald dieser Schritt verinnerlicht wird, ist die Anziehungskraft „toxischer Personen“ automatisch verringert und wird schlussendlich ganz ausbleiben.
Begib dich in eine außenstehende Position und frage dich, ob das Verhalten schon übergriffig und grenzüberschreitend ist. Hierbei die Gefühle für den Menschen aus dem Spiel zu lassen, ist nicht immer eine leichte Aufgabe, doch gerade hier ist es wichtig zu erkennen, wo ungesunde Selbstaufgabe beginnt und bis wohin eine gesunde Liebe geht. Toxische Personen weisen häufig darauf hin, dass Selbstaufgabe dazugehört und werden dich in diversen Formen unter Druck setzen. Hier gilt es klare Grenzen für sich und für eine zwischenmenschliche Beziehung zu ziehen.
Es ist also wichtig, dass du deinen Selbstwert (er)kennst und dich so automatisch vor Situationen mit Menschen schützt, die dir nicht gut tun. Oft sind sie sich ihrer Taten nicht einmal bewusst. Sei achtsam und entwickle eine gesunde Distanz – sorge für dich. Das liegt in deiner Verantwortung.
Schenke dir selbst ein Lächeln und versprich dir, dass du dir als erste Person bedingungslose Liebe entgegenbringst. Genau mit dieser Einstellung ziehst du Menschen an, die diese mit dir teilen wollen.
Titelbild Credits: Shutterstock
DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN
Smartphone-Denkstörung: unterbrochene Denkleistung trotz Flugmodus
Manfred Spitzer mit erschreckender Erkenntnis: Smartphones unterbrechen die Denkleistung der Menschen selbst dann, wenn sie ausgeschaltet sind.
Mach den Staatsbürgerschaftstest in 18 Fragen - schaffst du ihn?
Die Website "einbuergerung.at" bietet in 18 Fragen eine Prüfungssimulation, die sogar die meisten ÖsterreicherInnen ordentlich auf den Prüfstand stellt. Habt ihr es schon versucht?
Paris Fashion Week: Karl Lagerfeld, Dior, Lacoste und viele mehr
Vom 27. September bis 05. Oktober tummelten sich in der Stadt der Liebe mehr fashionaffine Menschen als sonst. Grund dafür […]
Einmal um die Welt auf dem Teller: Rezepte, die Kulturen verbinden
Jede Region hat ihre eigene Esskultur, geprägt vom Klima und den Zutaten, die in der Umgebung zu finden sind. Über […]
Coole Straße, coole Aktion - Stadt Wien erhöht weiterhin die Lebensqualität
Sommer in der Stadt – einerseits denkt man dabei an laue Abende am Donaukanal, Outdoor Raves und Abkühlungen an der alten Donau. Andererseits aber auch an glühenden Asphalt, unerträgliche Hitze und daraus resultierend die nervenaufreibende Unfähigkeit, auch nur einen Finger zu rühren – das könnte sonst zum nächsten unerwünschten Schweißausbruch führen. Die Raves und anderen Partygelegenheiten werden heuer wohl coronabedingt in abgespeckter Version, wenn überhaupt, zustande kommen. Für Erfrischung und angenehme Atmosphäre tagsüber sollen währenddessen die Coolen Straßen der Stadt Wien sorgen.
Einvernehmliche Sex-App made in Denmark: Leidenschaft Adé
Der Rechtsbescheid für jede Nummer. Die Unsicherheit wird endlich beendet und jeder One-Night-Stand zur juristischen Gewissheit. Innovation aus Dänemark macht […]







