Du verschlingst bereits die dritte Folge „Der Bachelor“ am Stück, aber das Referat, das du bis morgen vorbereiten musst, liegt noch immer unberührt da? Die Prokrastination hat dich mal wieder eingeholt. Doch am „Kämpfe-gegen-die-Prokrastination-Tag“ hat das ewige Aufschieben ein Ende.
Jeder kennt sie. Diese leise Stimme im Kopf, die einem die drei magischen Worte zuflüstert: „Mach es später.“ Wann dieses später ist, verrät sie einem allerdings nie. Da kann es schon mal passieren, dass man aus Versehen anstatt für die eine Abschluss-Prüfung zu lernen, drei Stunden lang TikToks von tanzenden Männern in Aufzügen anschaut.
Prokrastination – oder auch der Drang Tätigkeiten in eine unbestimmte Zukunft aufzuschieben – ist wohl sehr vielen Menschen bekannt, denn es gibt sogar einen internationalen Feiertag dafür. Der Kämpfe-gegen-die-Prokrastination-Tag wird jedes Jahr am 06. September gefeiert. An diesem Feiertag wird allerdings nicht die Prokrastination gefeiert. Das Gegenteil ist der Fall. Wie der Name schon verrät, ist es ein Tag, um dem ständigen Hinausschieben den Kampf anzusagen. Der Kämpfe-gegen-die-Prokrastination-Tag ist das Später, von dem die Stimme in unserem Kopf ständig spricht.
Endlich ein Anlass, um den überteuerten Stromanbieter zu wechseln. Endlich die nötige Motivation, um den überfüllten Kasten auszumisten. Egal was du vor dir hergeschoben hast – heute ist der Tag um es anzupacken!
Prokrastination: Eine schlechte Angewohnheit
Auch wenn es verlockend ist, den langweiligen Steuerausgleich oder den mühsamen Postbesuch jedes Mal, ein wenig weiter aufzuschieben, hat das irgendwann negative Konsequenzen. Denn irgendwann kann man es halt nicht mehr verschieben.
Alles immer erst im letztmöglichen Zeitpunkt fertigzustellen, kann Stress und teilweise Schlafmangel auslösen. Außerdem spart es natürlich eine Menge vertrödelte Zeit, Dinge so schnell wie möglich zu erledigen. Also warum prokrastinieren wir überhaupt, wenn es nur negative Effekte hat?
Your desire for perfectionism is stopping you from starting.
🗣
Let that sink in!— Tabitha D. James (@mstabithad_) August 6, 2021
Wer prokrastiniert, beschäftigt sich meistens lieber mit allem anderen, als mit der Aufgabe, die schon seit längerem hinausgeschoben wird. Ein Faktor für Prokrastination ist das Gefühl, dass was auch immer hinausgeschoben wird, nicht dringend ist.
Die Zeit bis zur Deadline scheint endlos und nach jeder verstrichenen Stunde und einem vorsichtigen Blick auf die Uhr sagen wir uns selbst „Na eine Folge geht noch“. In dieser Phase ist es möglich, sich mit so gut wie allem abzulenken – Smartphones und Social Media machen es uns sogar noch leichter. Also was tun gegen Prokrastination?
5 Tipps gegen Prokrastination
1. Ablenkungen vermeiden
Handy, Tablet und Mitmenschen am besten auf stumm schalten. Versuche Ablenkungen so gut wie es geht zu vermeiden. Es tut zwar weh, den Flugmodus einzuschalten, aber dafür lohnt es sich im Endeffekt umso mehr.
2. Das Schlimmste zuerst
Wenn man das Unangenehmste als Erstes erledigt, kommt einem der Rest gleich viel weniger schlimm vor. Außerdem ist der Feierabend dann umso verdienter. Also Augen zu und durch!
3. To-do-Liste
Wer liebt es nicht, etwas von einer Liste zu streichen? Die Aufgaben bleiben so präsenter sowie leichter im Kopf und eine Liste erleichtert die Organisation. Zudem löst jedes Hackerl und erledigte Aufgabe ein erneutes Erfolgsgefühl aus.
4. Teamarbeit
Sozialer Druck von Kollegen kann manchmal stärker sein als Zeitdruck – vorausgesetzt sie nicht prokrastinieren selber. In einem engagierten Team zu arbeiten, kann auch die eigene Motivation ankurbeln.
5. Pausen machen
Pausen einzuplanen ist ebenso wichtig, wie fixe Arbeitszeiten zu setzen. Nur mit genügend Entspannungszeit kann die Konzentration gehalten werden. Allerdings sollten die Pausen nicht zu lang sein: 10–20 Minuten sind ideal.
Titelbild Credits: Shutterstock
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