Es ist wieder so weit: Wien riecht nach Knoblauch, und das liegt nicht nur an der Dönerbude ums Eck. Die Bärlauch-Saison ist offiziell eröffnet! Bevor du dich aber wie ein wild gewordener Vorstadt-Sammler ins Gebüsch stürzt, gibt es ein paar Dinge zu beachten. Hier erfährst du, wo du legal ernten darfst, wie du überlebst (Stichwort: Vergiftungsgefahr) und was du mit der Beute in der Küche anstellst.
Wo sammeln? Die besten Hotspots in Wien
In Wien ist das Sammeln von Bärlauch grundsätzlich erlaubt, solange es für den Eigenbedarf ist. Die „Handstraußregel“ besagt: Nimm nur so viel mit, wie zwischen Daumen und Zeigefinger passt. Ganze Plastiksäcke vollzustopfen ist ein No-Go und kann im Naturschutzgebiet teuer werden.
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Der Klassiker: Prater-Auen. Der wohl bekannteste Spot. Abseits der Hauptallee verwandelt sich der Boden in ein grünes Meer.
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Pötzleinsdorfer Schlosspark: Ein bisschen schicker sammeln gehen im 18. Bezirk.
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Lainzer Tiergarten: Hier gibt es Unmengen, aber Achtung: Bleib auf den Wegen und beachte die Öffnungszeiten!
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Donau-Auen (Lobau): Natur pur, aber hier ist besonders auf die Naturschutzregeln zu achten.
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Wilhelminenberg: Der Place-to-be für alle West-Wiener. Rund um das Schloss und in den angrenzenden Waldstücken sprießt das Zeug wie verrückt. Bonus: Du hast beim Sammeln den wohl besten Blick über die Stadt.
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Jubiläumswarte: Wenn du ein bisschen sportlicher unterwegs bist, wanderst du weiter rauf zur Jubiläumswarte. Hier ist es oft ein paar Grad kühler, was den Bärlauch besonders knackig macht. Perfekt, um dem City-Trubel kurz zu entkommen.
Überlebens-Check: Bärlauch vs. Gift-Zwillinge
Das ist der Teil, bei dem wir kurz ernst werden müssen. Jedes Jahr landen Menschen im Krankenhaus, weil sie Bärlauch mit dem Maiglöckchen oder der Herbstzeitlosen verwechseln. Letztere sind hochgiftig und im schlimmsten Fall tödlich.
So erkennst du den Unterschied:
Pro-Tipp: Wenn deine Hände nach dem ersten Test schon nach Knoblauch riechen, bringt der Geruchstest bei den nächsten Blättern nichts mehr. Verlass dich auf die Blattstruktur!
Kitchen Magic: Was tun mit der Beute?
Bärlauch-Pesto ist der Standard, aber wir wollen mehr. Hier sind drei Ideen, die dein Food-Game upgraden:
1. Bärlauch-Salz (Der Allrounder)
Einfach Bärlauch klein hacken, mit grobem Meersalz vermischen und im Ofen bei niedriger Temperatur (ca. 50°C) trocknen. Hält ewig und peppt jedes Avocado-Toast auf.
2. Bärlauch-Kaspressknödel
Misch fein geschnittenen Bärlauch direkt in die Knödelmasse. Die Kombination aus würzigem Bergkäse und dem frischen Grün ist der Endgegner auf jedem Teller.
3. Wild Garlic Infused Gin
Ja, richtig gelesen. Ein paar Blätter für 24 Stunden in Gin einlegen. Ergibt einen herben, würzigen Drink, der perfekt zu einem Tonic mit Gurke passt. Trust us, it works!
Happy Harvesting! Und denk dran: Nur pflücken, was du auch wirklich kennst. Wir wollen dich nächste Woche schließlich wieder im Club oder im Beisl sehen und nicht auf der Intensivstation.
Titelbild © Shutterstock
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