Ihr habt das ganze Jahr darauf gewartet? Heute ist es soweit! Und jetzt die Hände – nicht zum Himmel sondern – unter den nächsten Wasserhahn halten und sich feuchtfröhlich die dreckigen und verkeimten Pratzen waschen, denn heute ist Internationaler Hände-Waschtag.
Frauen tun es häufiger als Männer…
Die Rede ist nicht vom Masturbieren, sondern vom Händewaschen. Wissenschaftliche Studien belegen: Männer waschen sich die Hände, nachdem sie auf der Toilette waren „significantly less often“ als Frauen. Auch verwenden letztere mehr Seife und waschen ihre Hände länger als Kerle.
Diesen einstigen Mythos bestätigen jahrelange Forschungen und Beobachtungen vor Ort. In Zeiten von Corona eine charakterliche Eigenschaft, an der man(n) vielleicht arbeiten sollte. Aber wo kommt dieses Phänomen Händewaschen eigentlich her?
Ignaz Semmelweis – der verschmähte Held der Medizin
Semmelweis, ein Wiener Chirurg und Geburtshelfer führte das häufige Auftreten von Kindbettfieber auf mangelnde Hygiene bei Ärzten und Krankenhauspersonal zurück. Daher bemühte er sich – sein Leben lang – allgemeingültige Hygienevorschriften einzuführen. Vergeblich!
Wir schreiben das Jahr 1847. Semmelweis‘ – eigentlich groundbraking – Erkenntnisse wurden von seinen Kollegen (!) nicht anerkannt und als „spekulativer Unfug“ lächerlich gemacht. Er wurde Zeit seines Lebens Opfer von Mobbing und Stigmatisierung.
Doch die Geschichte von Ignaz Semmelweis hört mit den Kränkungen und üblen Nachreden seiner Kollegen nicht auf. Es wird nur noch schlimmer, also gut aufgepasst:
Aufgrund seiner vergeblichen Bemühungen Leben zu retten, erkrankte Semmelweis an (vermeintlich!) schweren Depressionen und wurde im Juli 1865 ohne Diagnose (!) von seinen Ärztekollegen in die Irrenanstalt eingeliefert. Einigen Quellen zufolge ist diese Einlieferung auf eine Intrige zurückzuführen.
Zwei Wochen später verstarb Semmelweis im Alter von 47 Jahren. Doch die Todesursache ist sehr mysteriös. Laut offiziellen Obduktionsbericht erlag er einer Blutvergiftung, die er sich vor dem Aufenthalt zugezogen haben soll.
Recht seltsame Behauptung, da der Klinikbericht über Semmelweis‘ Zustand vor der Einlieferung eine solche Verletzung nicht erwähnt, obwohl diese bereits da sehr entzündet gewesen sein soll.
Und die Ungereimtheiten hörten nicht auf. Bei der Exhumierung der sterblichen Überreste im Jahre 1963 konnten Frakturen an Händen, Armen und am Brustkorb festgestellt werden. Überlegungen deuten auf eine willkürliche Psychiatrisieung und ein darauf folgendes Tötungsdelikt hin – er wurde zu Tode geprügelt.
Hilfreiche Infos zum Thema Händewaschen
Da Semmelweis‘ vermeintlich „spekulativer Unfug“ mittlerweile als wissenschaftliche Tatsache gilt. Hier unsereTipps:
- Die Temperatur des Wassers beim Händewaschen ist unerheblich! – heißt: Erst das Reinigungsmittel (Seife!)macht Bakterien und Keimen den Garaus!
- Die optimale Waschdauer beträgt 30 Sekunden. Wem das zu lange ist: Nach mindestens 20 Sekunden Händewaschen mit Seife werden 99 % der Keime entfernt.
- Die Seife muss bis auf die Fingerspitzen und in den Zwischenräumen sowie auf dem Handrücken verteilt und verrieben werden. Je länger und gründlicher das Einseifen, desto weniger Keime bleiben zurück!
- Das Händetrocknen durch Abreiben mit Einweg-Papiertüchern ist hygienischer als das Lufttrocknen.
- Feuchte Hände beherbergen bis zu 1000 Mal mehr Keime als trockene Hände.
Wir von WARDA hoffen dazu beitragen zu können, Österreich und die Österreicherinnen – vor allem aber die Österreicher(!) – ein wenig sauberer und das Leben in diesem Land sicherer zu machen.
@Van der Bellen: Mit diesem Artikel empfehlen wir uns für das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.
Danke Alex, im Voraus.
Bleibt sauber und gesund! Ihr wisst ja jetzt wie es geht. Peace!
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