Alle tun es, viele sogar mehrmals täglich, aber nur wenige sprechen offen darüber – Masturbation. Während Männer meist unverblümt über dieses Thema sprechen können, äußern sich Frauen darüber eher einsilbig. Obwohl Masturbation etwas vollkommen Natürliches ist, wird nicht selten darüber geschwiegen oder gar geschwindelt, aus Angst, ein falsches Bild zu vermitteln.
Auch heute noch existieren Kulturkreise, die Masturbation als etwas Verbotenes ansehen. Aber lasst euch eines sagen, sogar asexuelle Menschen, welche kein Bedürfnis nach sexueller Interaktion verspüren – wobei man hier selbstverständlich differenzieren muss – tun es. Also, what’s wrong with it?
Masturbation und Asexualität – wie passt das zusammen?
Nicht nur Menschen, die einen „normalen“ Sexualtrieb haben, fassen sich gern selbst an. Nein, auch asexuelle Menschen genießen ihr wohl verdientes Alleinsein mit ihrer Hand in der Unterhose. Asexuelle Menschen werden häufig als jene abgestempelt, die sowohl keine sexuelle Anziehung verspüren, als auch keine emotionale Bindung eingehen können. Dabei ist hierbei eindeutig zu differenzieren.
Ein Typus Asexueller verspürt zum Beispiel sowohl emotionale Anziehung als auch Sexualtrieb. Er nimmt zwar die sexuelle Interaktion mit anderen Menschen als herabwürdigend war, weil der Partner dabei objektiviert wird, aber selbst Hand anlegen wird durchaus als angenehm empfunden. By the way ist Asexualität keine Krankheit, sondern lediglich eine Form der sexuellen Orientierung!
Folglich gibt es durchaus asexuelle Menschen, die es sich regelmäßig selbst machen. Aus demselben Grund wie alle andern – es fühlt sich einfach nice an.
Masturbation – not everybody’s Darling
Auch wenn Masturbation heutzutage mehr oder weniger zum alltäglichen Business gehört, gibt es auch die ein oder andere Kultur, die darin keinen Nutzen erkennen kann oder sie sogar als verboten ansieht. Im Islam beispielsweise, wird Selbstbefriedigung als etwas angesehen, das einen selbst von seinem eigentlichen Lebensziel und von Gott entfernt.
Der Grund dafür ist, dass Masturbation als reine „Ich-Befriedigung“ wahrgenommen wird, die die Selbstbeherrschung verringert, welche die Voraussetzung zur Verbundenheit mit Gott ist. Aber auch in anderen Religionen, wie etwa im Christentum, wurde Masturbation lange verpönt.
Auch heute noch sind streng gläubige Christen der Meinung, es sich selbst zu machen sei Unzucht oder Ehebruch, wird sie doch teilweise mit Bildern anderer Personen begleitet. Im 18. Jahrhundert galt sie sogar als Todsünde und wurde als Ursache verschiedener schlimmer Krankheiten, wie Lepra oder Krebs deklariert – na servas.
Tu’s, mag’s, sag’s!
Trotz heutiger mehrheitlicher Akzeptanz von Masturbation innerhalb der Gesellschaft ist die offene Kommunikation über dieses Thema häufig auch ohne religiöse Hintergründe zurückhaltend und mit Scham verbunden. Insbesondere von der weiblichen Seite aus. Dabei ist Masturbation natürlich. Sie hilft uns unseren Körper besser kennenzulernen und zu verstehen, was in weiterer Folge auch zu einem verbesserten Sexualleben führt.
Kommuniziert ihr, was sich gut anfühlt – was man natürlich nicht wissen kann, wenn man es nicht regelmäßig ausprobiert –, findet ihr beim Sex schneller einen gemeinsamen Konsens. Infolgedessen habt ihr schönere und befriedigendere Bettmomente erleben.
Growing up, the term WANKING was predominately only used to describe male masturbation in my social circles. To hear a girl refer to her own masturbation as ‘wanking’ was unheard of! However, why is wanking associated with men & why should it stay that way? Girls wank too! pic.twitter.com/meHNdZKyvV
— Soft__limit (@Soft__limit) August 30, 2020
Masturbation ist das Letzte, wofür man sich schämen muss. Es gibt tausende Gründe dafür, es sich selbst zu machen, darüber zu sprechen und es zu genießen. Selbstverständlich ist sie kein Muss. Wenn man aus religiösen Hintergründen oder einfach für sich selbst entscheidet, darauf zu verzichten, weil man sich dabei nicht gut oder gar unwohl fühlt, ist das vollkommen okay! Aber lasst euch eins sagen: Die Hand und die Intimzone sind eigentlich von Natur aus ziemlich beste Freunde.
Titelbild Credits: Shutterstock
DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN
10 Sätze, die Weihnachts-Hater nicht mehr hören können
Weihnachten steht vor der Tür. Hier eine Liste an Sätzen, die Weihnachts-Hater so richtig auf den Christbaum bringt.
Legales Doping – wie du deine Leistung bedenkenlos steigern kannst
Doping ist die Einnahme von unerlaubten Substanzen oder die Nutzung von unerlaubten Methoden zur Steigerung der sportlichen Leistung. Es gibt […]
Weltkuscheltag: Warum wir alle auf „Drogen“ sind (und was auf Kuschelpartys wirklich abgeht)
Der Januar ist der Montag unter den Monaten. Es ist dunkel, kalt und die nächste Gehaltserhöhung ist in weiter Ferne. […]
Kröten lecken oder rauchen: was steckt hinter dem Trend?
Kröten lecken oder rauchen soll psychische Krankheiten heilen? Dem Sekret der Sonora-Wüstenkröte wird eine psychedelische Wirkung nachgesagt.
Überdosis statt Therapie: 2 Mütter erzählen über das tragische Ende ihrer Söhne
Stoff vom Arzt? Suchtgifthandel im großen Stil. Zwei Mütter, deren Söhne durch Ärztehand an den Folgen ihrer Drogensucht starben, erzählen ihre Geschichte.
Kim Kardashian zahlt 1,26 Millionen US-Dollar-Strafe für rechtswidrige Krypto-Werbung
Weil sie bezahlt wurde, eine Krypto-Werbung auf ihrem Instagram Kanal zu schalten, dies im Post jedoch nicht klar kommuniziert hat, dafür muss der Reality-TV-Star und Super-Influencer Kim Kardashian nun eine Strafe entrichten. Ein Exempel wurde statuiert.










