Wer das Wort Techno hört, denkt vermutlich als erstes ans Feiern, MDMA und im Club abgehen. Auch wenn das meistens die Realität ist, gibt es Menschen, die Techno nicht zur Wochenendeskalation nutzen, sondern als Therapie und dabei ganz ohne Drogen high vom Beat werden.
Für viele ist es wahrscheinlich ganz selbstverständlich, dass Feiern und Drogenkonsum Hand in Hand gehen. Vor allem die Techno-Szene ist für junge Leute ein Fluchtweg aus der Realität. Weg von der nervigen Konsumgesellschaft und rein in den Rausch, den man springend im Club auslebt.
Auf MDMA, Koks und Co. werden die eigenen Probleme für kurze Zeit vergessen. Danach kehrt man wieder in den Alltag zurück, trauert der letzten Nacht trotz Kopfweh hinterher und freut sich schon aufs nächste Fortgehen. Gegensätzlich zu diesen bekannten Alltagseskapaden werden manche Leute ganz ohne Drogen high vom Techno-Beat und tanzen sich ihre Probleme von der Seele. Techno funktioniert nicht nur als Partymusik, sondern auch als Therapie.
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
Glücksgefühle und Kontrollverlust
„Im Moment leben und alles andere vergessen“ ist nicht nur das Motto jeder Partyszene, sondern auch das von 5 Rhythmen. 5 Rhythmen ist eine Trauma-Therapie und getanzte Meditation, die dabei helfen soll, Probleme aufzuarbeiten. Wie der Name schon verrät, passiert das mithilfe von fünf Bewegungen, die über Techno Musik getanzt werden. Das ganze wird von einem Moderator angeleitet. Es geht darum sich in seinem Körper zu spüren und ganz in der Musik und im Tanz aufzugehen.
Also vielleicht sogar ähnlich, wie so manche Cluberfahrung. Nur dass nicht das Amphetamin, sondern die Musik und Bewegung die Glücksgefühle auslösen. Wie der ein oder andere nachtaktive Partygänger haben auch 5-Rhythmen Tänzer Kontrollverlust. Das sich Hingeben, Loslassen, in der Musik aufgehen und sich irgendwann auch selbst zu vergessen sind wesentliche Teile der Meditation.
Tanzen und Tatort
5 Rhythmen veranstaltet Tanz Events in Deutschland, Österreich, Spanien und Indien. Es ist nicht nur eine Form der Therapie, sondern auch eine Fluchtmöglichkeit für Menschen, die zwar das Tanzen und die Clubmusik feiern, aber den Club und das Feiern an sich überflüssig finden. Stattdessen trifft man sich an einem Sonntag in einem sauberen und hellen Tanzstudio und lässt zusammen mit ein paar anderen Techno-Freaks für drei Stunden die Sau raus. Danach setzt man sich mit Spaghetti Bolognese vor den Fernseher und schaut den neuen Tatort. Der Vorteil: Kein Kater, mehr Schlaf und innerer Seelenfrieden. Der Nachteil: wahrscheinlich zu viel Zeit zum Tatort schauen.
Titelbild Credits: Shutterstock
DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN
Calle Libre: größtes Streetart-Festival Österreichs feiert 10-jähriges Jubiläum
Das Streetart-Festival Calle Libre feiert sein 10-jähriges Jubiläum. Vom 27. Juli bis zum 7. August 2023, gibt es Kunst, Musik und mehr.
10 Gründe, warum du die Vienna Pride besuchen solltest
Du warst noch nie auf der Pride in Wien? Wir haben 10 Gründe für dich, warum du die Vienna Pride auf keinen Fall verpassen darfst.
Schlafmangel und die Gefahren für unsere Gesundheit
In unserer Leistungsgesellschaft ist Schlafmangel keine Seltenheit. Dies wirkt sich wiederum auf Motivation, Antrieb und somit auch auf die Produktivität […]
Wenn die Ehe bröckelt: Experte gibt 5 Tipps, wie man eine Beziehung wieder repariert
Beziehung reparieren. Folgende Schritte können Paaren dabei helfen, frühzeitige Warnzeichen zu erkennen und erfolgreich entgegenzusteuern.
Wenn kreative Mode eine Geschichte erzählt: Brand Quipster fast schon Kunst
Die Liste der Modemarken ist nur noch schwer überschaubar. Aus dieser Masse an Namen herauszustechen ist ohne ein Millionen-Budget für […]
Chunky Loafers im Streetwear-Stil – Wie man sie in Alltagsoutfits integriert
Chunky Loafers sind derzeit ein absoluter Trend. Hier sind einige Tipps, wie sich diese trendigen Schuhe in den Alltag einbinden lassen.








