POWERED BY

Was für dich eine alte Weinflasche, ein zerrissenes Plasktiksackerl oder eine leere Zigarettenschachtel ist, ist für das Kollektiv PLANET TRASH wertvolles Material für ihr nächstes Projekt. Die Initiative setzt sich gegen Umweltverschmutzung und den Müll bei Festivals ein und versucht auf das Problem auf eine etwas andere Art aufmerksam zu machen.
Jede*r, der/die schon einmal auf einem Festival gewesen ist, weiß, dass diese nicht der sauberste Ort auf Erden sind. Im Gegenteil: Irgendwann sitzt man einfach umgeben von einem Meer leerer Bierdosen und Tschickstümmel auf seinem Campingssessel und regt sich über die Leute auf, die ihren Müll nicht mitnehmen. Während man seine eigene Zigarette selbst auf den Boden äschert. Zwar gibt es auf Festivals immer wieder Maßnahmen zur Reduzierung – wie zum Beispiel Pfandbecher oder Mülleimer zum Trennen – doch diese ändern im Großen und Ganzen noch nicht viel daran, wie umweltschädlich Musikfestivals sind. In Österreich setzt sich beispielsweise Jede Dose zählt dafür ein, den verwahrlosten Müll zu sammeln.
2017 gründete die Berliner Künstlerin Isabell Ott das Kollektiv PLANET TRASH. Ihr Ziel? Auf den riesigen Müllverbrauch bei Veranstaltungen wie Festivals aktivistisch aufmerksam zu machen. Aus recycelten Mist wie kaputten Zelten und Campingssesseln, Plastikverpackungen oder Bierdosen basteln die Mitglieder des Kollektivs Dekorationen, Kunstwerke oder Kostüme. Diese werden diese auf Festivals wie Fusion oder Garbicz präsentiert. Isabell Ott findet es am effektivsten, mit humoristischen und kreativen Mitteln Aufmerksamkeit auf Probleme wie Umweltverschmutzung durch Müll zu erregen.
One man’s trash is another man’s treasure
Mittlerweile besitzt Planet Trash auch seinen eigenen Standpunkt in Berlin – einen Container, der WORLD TRASH CENTER genannt wird. Dort haben die Aktivist*innen ihren Raum, um Neues aus Altem zu schaffen. Ihren Müll finden sie zu Festivalfreien-Zeiten auch auf den Straßen Berlins. „Wir gehen shoppen auf der Straße, in Kellern, in Produktionsstätten, die Müll am Fließband produzieren oder jagen an den Rändern des menschlichen Bewusstseins.“ – so das Kollektiv auf seiner eigenen Homepage. Neben den eigenen Aktionen bietet PLANET TRASH auch Workshops an und wünscht sich, dass sich ihnen immer mehr Leute anschließen.
2021 soll der zweite Sommer werden, an dem die meisten von uns Corona bedingt wahrscheinlich kein Festival besuchen können. Eigentlich ist gerade auch die perfekte Zeit um Maßnahmen zu setzen. Damit es gar nicht erst soweit kommen muss, dass Initiativen wie PLANET TRASH mit Kunstprojekten und Kostümen auf das Problem aufmerksam machen. Was denkt ihr? Werden Festivals in Zeiten nach Corona umweltfreundlicher oder kehrt bald einmal alles wieder zum Alten zurück?
Fotocredits: Planet Trash
DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN
Nachhaltig, lokal und Upcycling: 10 Tipps für das Büro oder Homeoffice
Der Klimawandel schreitet kontinuierlich voran und die Ressourcen werden knapper. Unternehmen sind also dazu angehalten, bereits bei der Einrichtung ihrer […]
Vintage Uhren: Was du beim Kauf beachten musst
Es gibt keinen Textauszug, da dies ein geschützter Beitrag ist.
7 geniale Krimibücher für eine spannende Lesezeit – garantiert!
Mord und Totschlag und ein:e Ermittler:in, die einen kniffligen Fall löst. Die Menschen lieben Kriminalromane. Krimibücher verkaufen sich mit Abstand […]
"The Art of Banksy - Without limits" - zahlt sich ein Besuch der Austellung aus?
Streetart wurde lange Zeit von der Kunstwelt belächelt. Grafittis waren Wandschmierereien und wurden keineswegs als künstlerisches Schaffen betrachtet, sondern viel […]
Mr. Chaos: Wenn es in der Kunst nicht nur um Schönheit geht
Zwischen Schönheit und Morbidität wandelt der Wiener Künstler Mr. Chaos und agiert als Gesamtwerk unbewusst gegen den bunt dominierten Mainstream. […]
Hitzetode: die ansteigende und unterschätzte Gefahr
In ihrem Buch Überhitzt: Die Folgen des Klimawandels für unsere Gesellschaft eröffnen die Autorinnen Claudia Traidl-Hoffman und Katja Trippel zutiefst […]








