Rückkehr einer Wiener Techno-Legende: BIOSPHERE bringt den Spirit von 1997 ins Jetzt
In den späten 90er-Jahren prägten die legendären Gazometer-Raves und die Free Party am Ring die elektronische Musikkultur Österreichs nachhaltig. Mittendrin: BIOSPHERE, eine Eventreihe, die bei unzähligen Besuchern bis heute Kultstatus genießt. Fast drei Jahrzehnte später schlägt das Konzept ein neues Kapitel auf. Am 6. November 2026 feiert BIOSPHERE unter dem Motto „The Techno Spirit of 1997“ eine groß angelegte Neuauflage. Dabei geht es nicht um reine Nostalgie, sondern um die zeitgemäße Reimagination einer visionären Idee, die musikalische Qualität und die immersive Atmosphäre echter Clubkultur in den Mittelpunkt stellt.
Warum das Comeback?
Die Rückkehr von BIOSPHERE entspringt dem klaren Leitgedanken, eine kulturelle Brücke zwischen den Generationen zu schlagen. Die Techno-Szene ist in den letzten Dekaden gereift: Pioniere der ersten Stunde entdecken nach veränderten Lebensphasen ihre Verbindung zur Clubkultur neu, während gleichzeitig ein sehr junges Publikum der ursprünglichen DNA elektronischer Musik mit großem Respekt und Neugier begegnet. Das Comeback zielt darauf ab, diese unterschiedlichen Altersgruppen unter dem Leitgedanken „BIONAUTS UNITE!“ auf demselben Dancefloor zu vereinen. Die musikalische Essenz der 90er-Jahre wird dabei nicht einfach kopiert, sondern aufgenommen, mit modernen, hypnotischen Grooves remixt und zu einem völlig neuen Vibe weiterentwickelt.
Die Köpfe hinter dem Projekt
Treibende Kraft hinter der Rückkehr ist BIOSPHERE-Gründungsmitglied Peter „Pitti“ Herzfeld. Sein Name ist seit den 1990er-Jahren fest in der Wiener Szene verankert. Nach frühen Veranstaltungsreihen im Volksgarten und dem Chattanooga fungierte Herzfeld als Promotion Head von XXX Productions und war ein wesentlicher Bestandteil der historischen Gasometer-Raves. Aus diesem Know-how heraus entwickelte er 1997 die Vision für den ersten BIOSPHERE-Rave, der damals in einer gläsernen Pyramide im Süden Wiens stattfand. Heute bringt er als Keymember des Original-Raves genau diese fundierte Szene-Expertise zurück, um den Spirit von damals mit den technischen Produktionsstandards von heute zu verbinden.
Was erwartet die Besucher?
Die Veranstaltung versteht sich als mehrdimensionales audiovisuelles Erlebnis, das sich über drei komplett eigenständige Floors erstreckt:
- Der Bridge Floor (Mainfloor): Hier trifft internationale Techno-Prominenz auf echte Wiener Originale. Mit Sam Paganini (Label JAM) steht ein global etablierter Produzent an den Decks, dessen Track „Rave“ über 100 Millionen Streams verzeichnet. Begleitet wird er von The Advent (Cisco Ferreira), dessen roher, energiegeladener Sound bereits die Gazometer-Raves prägte. Die österreichische Rave-DNA wird von JORO & JOABO sowie ELEX RED (XXX Records) repräsentiert, während der Breakout-DJ TOLARIS die Brücke zur jungen Generation schlägt. Durch den Abend führen die originalen „Masters of Ceremony“, MC MARS & MC SPOT. Eine maßgeschneiderte Licht- und Projektionsshow von den Visual-Pionieren 4YOUREYE ProjectionArt verschmilzt dabei mit dem Sound.
- Maschinenraum (hosted by FLUFFIG): Dieser Floor gehört der neuen Generation der elektronischen Szene. Mit ANNA ULLRICH, MARØ, WHO IS ELA¿ und DORAH stehen vier Artists an den Decks, die musikalisch zwischen treibendem Techno, bouncy Trance, House und Hard Bounce navigieren und die aktuelle Entwicklung der Clubmusik widerspiegeln.
- Cyberspace – Artist Lab: In Kooperation mit dem österreichischen Techno-Archiv Dancemalschutz öffnet sich hier ein Raum für Nachwuchsförderung. Unter der Mentorenschaft von DJ-Veteran SDRICCI bietet das Konzept „FIRST BREAK. SECOND DANCE.“ über einen DJ-Contest sowohl jungen Talenten als auch Artists früherer Generationen eine Plattform, um ihr Können vor Publikum zu präsentieren.
Warum der Club Exil?
Die Entscheidung, BIOSPHERE im Club EXIL in Vösendorf neu aufleben zu lassen, basiert auf den herausragenden Rahmenbedingungen der Location. Der Club bietet nicht nur Platz für drei separate Dancefloors, sondern verfügt vor allem über ein extrem leistungsstarkes Lambda-Labs-Soundsystem. Diese technische Basis ist essenziell, um elektronische Musik nicht nur hörbar, sondern physisch spürbar zu machen. Darüber hinaus ermöglicht die Architektur des EXIL umfassende immersive Licht- und Videoinstallationen sowie genügend Raum zum Entdecken und für Rückzugsorte. Geografisch liegt der Club zwar knapp außerhalb der Stadtgrenze, ist aber durch die direkte Anbindung an die Badner Bahn sowie mit dem Auto logistisch hervorragend erreichbar.
Am 6. November von 22:00 bis 06:00 Uhr haben Szene-Veteranen und die neue Techno-Generation nun die Gelegenheit, die Evolution dieses Wiener Originals live mitzuerleben und die Geschichte von BIOSPHERE aktiv weiterzuschreiben.
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