Das Ziel einer gelungenen sexuellen Entwicklung sollte sein, Sexualität authentisch ausdrücken und leben zu können. Doch wie steht es um dein Sexleben? Welche Bedürfnisse hast du und was wünschst du dir für dein sexuelles Ich? Wenn du mehr über dein sexuelles Profil herausfinden möchtest, solltest du dir einige Fragen stellen.
Sex: allgegenwärtig und doch schwer fassbar
Sex ist allgegenwärtig. Überall wird er gezeigt, darüber geredet, versucht damit allen möglichen Blödsinn zu verkaufen. In Partnerschaften über sein eigenes sexuelles Wesen zu reden, über seine tiefsten Wünsche, ist da schon viel schwieriger. Werden meine Begierden respektiert, akzeptiert oder werde ich in die Weirdo-Ecke gestellt?
Doch vor allem sich selbst klarzumachen, wie die eigene Sexualität funktioniert, ist wahrlich eine Herausforderung. Aus diesem Grund haben wir, mit der Hilfe des Sexualtherapeuten Ulrich Clements, eine erotisch-sexuelle Zwischenbilanz gezogen.
Die Zwischenbilanz deines Sexlebens
Hier also die Fragen, die du dir stellen kannst, um dir darüber klar zu werden, was für ein sexueller Mensch du gerade bist:
- Was ist an meiner Sexualität gerade gut? Was fühlt sich für mich passend an? Was möchte ich so beibehalten?
- Was passt nicht mehr zu mir? Was möchte ich hinter mir lassen? (Es ist vollkommen legitim, einstige Vorlieben, die einem nicht mehr zusagen, hinter sich zu lassen!)
- Was war früher einmal gut? Was davon sollte ich wiederbeleben?
- Wo will ich hin? Was würde ich gerne ausprobieren und wovon möchte ich mehr haben, was neu erfahren?
Es ist zu empfehlen, länger über diese Fragen nachzudenken. Und Notizen kannst du dir auch machen. Lass diese dann eine Zeit lang liegen und komme später wieder zurück. Vielleicht fällt dir ja ergänzend dazu immer mehr ein. Gut Ding braucht Weile und eine gewisse Reifezeit.
Zwischenbilanz deines Sexlebens: Erkennen und Kennenlernen
Sich selbst zu erfahren und bei seinem sexuellen Ich anzukommen, kann dauern. Vor allem, wenn du nicht weißt, wo du genau hinwillst. Und du musst auch nicht wirklich zwanghaft irgendwohin wollen. Es gilt, sich selbst zu erkennen und kennenzulernen.
Vor allem Menschen, die sich zu stark nach den Erwartungen anderer richten, vergessen dabei allzu oft ihre eigenen Bedürfnisse. Ihnen fällt es schwer, sich überhaupt vorzustellen, was ihnen selbst guttun könnte.
Die Dos & Don’ts deines Sexlebens
Was dir beim Sex gefällt und was nicht? Frage dich, was du beim Sex alles machst. Wie geht es dir bei bestimmten Berührungen, Techniken, Stellungen? Willst du mehr davon? Ja? Nein? Machst du bestimmte Dinge nur, weil dein Partner oder deine Partnerin das von dir so erwartet?
Damit ein reflektierter Umgang mit deiner Sexualität besser funktioniert, kannst du deine Erkenntnisse in eine Tabelle eintragen unter die Punkte, „Das will ich“, „Das will ich vielleicht oder ab und zu“, und „Das geht für mich gar nicht“. Wie es zum Beispiel im Buch Ist das normal? Sprechen wir über Sex, wie du ihn willst vorgeschlagen wird.
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Auch wenn du meinst, dass solche Listen nichts für dich sind. Eine solche Liste ist ungemein hilfreich, denn wenn du zu viele Sachen mitmachst, die dir nicht besonders gefallen, dann kannst du die Freude am Sex sehr schnell verlieren. Statt belebend ist Sex dann eher unangenehm und anstrengend. Um dem vorzubeugen oder einer, schon manifestierten Unzufriedenheit mit deinem Sexleben entgegenzuwirken, empfiehlt sich eine reflektierte Bestandsaufnahme. Let’s do it!
Der beste Weg zu großartigem Sex ist, sich selbst einmal sexuell gut kennenzulernen. Selbstbefriedigung ist da besonders hilfreich. Hier eine Liste an Masturbations-Methoden für Männer, die dir neue Perspektiven verschaffen kann.
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