Wir bekommen wohl tatsächlich eher fliegende Autos als GTA 6. Was da auf dem SpaceX-Gelände über die Bühne ging, hatte auf jeden Fall wenig mit klassischem Automobilbau zu tun – und verdammt viel mit einer außer Kontrolle geratenen Physik-Engine. Wer glaubt, bei E-Autos geht es heutzutage noch um Reichweite oder praktische Becherhalter, schaut hier definitiv an der falschen Adresse zu.
Ein tonnenschwerer Düsen-Hopser
Das eigentliche Spektakel der Show ist keine neue Rundenzeit, sondern der Moment, in dem die Karosserie mit einem Geräusch abhebt, das verdächtig nach einem XL-Schnellkochtopf klingt. Dank verbauter Kaltgas-Düsen löst sich der Prototyp tatsächlich für ein paar Sekunden vom Boden, schwebt kurz durch die allgemeine Ratlosigkeit des Publikums und setzt wieder auf dem Asphalt auf.
Ob das jetzt die Zukunft des täglichen Berufsverkehrs ist oder einfach nur der teuerste Hüpfer seit Erfindung der Hüpfburg? Völlig offen. Aber während gefühlt alle auf das nächste große Spiel warten, heben auf der Teststrecke echte Autos ab, als hätte jemand den Regler für die Erdanziehungskraft auf Null gedreht.
Wenn der Magen im Kofferraum wartet
Die angeblichen Leistungsdaten laufen ebenfalls komplett aus dem Ruder: Von 0 auf 100 in unter einer Sekunde. Das ist keine Beschleunigung mehr, das ist eine Chiropraktiker-Sitzung mit Anlauf. Wer da aufs Gas tritt, sieht vermutlich ganz kurz die eigene Zukunft.
Mit den Düsen drückt sich der Schlitten entweder kurz vom Boden ab oder saugt sich so extrem fest, dass die Tunneldecke zur Überholspur wird. Im Grunde rollt da Rocket League in real life über den Asphalt – samt Aerials und Wandfahrten aber mit dem feinen Unterschied, dass es hier eben keinen Respawn-Button gibt. Braucht man das, um morgens zum Supermarkt zu gurken? Null. Sieht es spektakulär aus? Absolut.
Die neue Firmenkutsche…
Im WARDA Headquarter gibt es beim Anblick der fliegenden Flunder direkt nur ein einziges Szenario: Eugen sitzt im neuen Dienstwagen und düst damit geschmeidig zu den nächsten Kunden-Meetings. Eugens Einpark-Strategie bekommt dabei auch gleich ein massives Upgrade, denn nach dem altbewährten Motto „Wo Platz zum Parken ist, ist ein Parkplatz“ könnte er ja in der Wiener Innenstadt dann einfach vertikal in die Lücke hineinschweben – oder den Schlitten bei Platzmangel direkt auf dem Balkon im zweiten Stock parken.
Titelbild © ChatGPT
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