Als wären die wiederholten Versuche von Demonstrationen an der vermeintlich harmloseren frischen Luft nicht schon genug, poppt nun eine Telegram-Gruppe auf, die weitere Provokationen fordert. Maskenfrei einkaufen lautet die Devise. Das „Event“ soll wöchentlich starten. Statt nur alleine Regeln zu missachten, also der Versuch, sich – und auch andere Einkäufer*innen – im Kollektiv einer Gefahr auszusetzen.
Seit WhatsApp seine Änderungen der Datenschutzbestimmungen angekündigt hat, boomt Telegram noch mehr als zuvor. Aber vor allem die Coronakrise hat der App einen großen Gefallen getan. Seien es Attila Hildmann, Michael Wendler oder auch Xavier Naidoo, die sich dort zu Beginn der Krise mit ihren Verschwörungstheorien und Gruppen bei Coronaleugnern bekannt gemacht haben, poppen dort mittlerweile unzählige Verschwörungsgruppen auf. Unkontrolliert und mit den absurdesten Theorien.
Doch nicht immer braucht es eine Verschwörung, um auch vollkommenen Blödsinn zu fordern. Aus welchen Gründen auch immer rufen in der Gruppe „gemeinsam einkaufen ohne Maske“ zwei User*innen zu einer Art Flashmob auf. Der Sinn und Zweck solch einer Aktion bleibt äußerst fragwürdig. Ob Masken nun zu hundert Prozent schützen oder nicht – sie reduzieren die Ansteckungsgefahr.
Manche Menschen scheinen diese Grauzonen nicht verstehen zu wollen. Zum Leidtragen älterer Supermarktbesucher*innen und auch Mitarbeiter*innen. Der Egoismus scheint aber stets Begleiter von Kritiker*innen und Leugner*innen in dieser Krise zu sein. Das Geltungsbedürfnis dürfte hierbei den Rest tun.
Wir haben bewusst den Link zur Telegramgruppe entfernt.
Bild Credits: Screenshots Telegram
DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN
"#IbizaUA verlängern!": sinnlose Petition oder wichtiges Zeichen?
Die zwei „Ritter des Untersuchungsausschusses“, Dr. Stephanie Krisper von den Neos und Kai Jan Krainer von der SPÖ, haben auf […]
Cocktail-Effekt mal anders: Schadstoffe in Büroluft besorgniserregend hoch
Messergebnisse aus 100 Büros in ganz Österreich sorgen für Aufregung. Die dortige Luftqualität war leider alles andere als zufriedenstellend.
Reden wir mal Tacheles - warum der Weltfrauentag bitter notwendig ist
Heute ist es wieder mal soweit – internationaler Weltfrauentag. Schon wieder. Ist der wirklich nötig? Schließlich leben wir im 21. Jahrhundert, Frauen sind emanzipiert und gleichberechtigt – naja, fast – und wählen dürfen sie auch schon. Und das bisschen Unterschied im Gehalt, was macht das schon? Ich bin überzeugt, dass nicht wenige Menschen so darüber denken. Und das ist einfach falsch. Ja, wir leben im 21. Jahrhundert, aber von einer gerechten Welt in Bezug auf Frauenthemen sind wir noch weit entfernt. Ein paar Beispiele gefällig? Bitte sehr:
Transatlantic – Netflix Rettung vor den Nazis
Anna Winger – die Schöpferin der Erfolgsserie Unorthodox – legt mit Transatlantic eine durchaus sehenswerte Netflix-Serie hin, die leider das […]
Hexerei, Verschwörung und Mord: Taylor Swift und der US-Präsidentschaftswahlkampf
Der Megastar Taylor Swift könnte den Wahlausgang der kommenden US-Wahlen entscheiden. Daher folgen jetzt Shitstorms aus dem rechten Lager.
Frauentag. Wollen wir jetzt Blumen oder nicht?
Jedes Jahr am 8. März die gleiche Frage: Wollen wir Frauen am Internationalen Frauentag nun Blumen oder nicht? Liebevolle Wertschätzung oder […]









