Als wären die wiederholten Versuche von Demonstrationen an der vermeintlich harmloseren frischen Luft nicht schon genug, poppt nun eine Telegram-Gruppe auf, die weitere Provokationen fordert. Maskenfrei einkaufen lautet die Devise. Das „Event“ soll wöchentlich starten. Statt nur alleine Regeln zu missachten, also der Versuch, sich – und auch andere Einkäufer*innen – im Kollektiv einer Gefahr auszusetzen.
Seit WhatsApp seine Änderungen der Datenschutzbestimmungen angekündigt hat, boomt Telegram noch mehr als zuvor. Aber vor allem die Coronakrise hat der App einen großen Gefallen getan. Seien es Attila Hildmann, Michael Wendler oder auch Xavier Naidoo, die sich dort zu Beginn der Krise mit ihren Verschwörungstheorien und Gruppen bei Coronaleugnern bekannt gemacht haben, poppen dort mittlerweile unzählige Verschwörungsgruppen auf. Unkontrolliert und mit den absurdesten Theorien.
Doch nicht immer braucht es eine Verschwörung, um auch vollkommenen Blödsinn zu fordern. Aus welchen Gründen auch immer rufen in der Gruppe „gemeinsam einkaufen ohne Maske“ zwei User*innen zu einer Art Flashmob auf. Der Sinn und Zweck solch einer Aktion bleibt äußerst fragwürdig. Ob Masken nun zu hundert Prozent schützen oder nicht – sie reduzieren die Ansteckungsgefahr.
Manche Menschen scheinen diese Grauzonen nicht verstehen zu wollen. Zum Leidtragen älterer Supermarktbesucher*innen und auch Mitarbeiter*innen. Der Egoismus scheint aber stets Begleiter von Kritiker*innen und Leugner*innen in dieser Krise zu sein. Das Geltungsbedürfnis dürfte hierbei den Rest tun.
Wir haben bewusst den Link zur Telegramgruppe entfernt.
Bild Credits: Screenshots Telegram
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