POWERED BY

Außergewöhnliche Indoor-Installation im Schweizer Museum Fondation Beyeler. In der Nähe von Basel wurden acht Ausstellungsräume vom dänisch-isländischen Künstlers Ólafur Elíasson „bespielt“. Und das recht speziell. Die Räume dort wurden „geflutet“ und stehen unter giftgrünem Wasser.
Teich ins Museum verlängert
Eigens dafür wurde die Glasfassade des Museum abgebaut und der Teich aus dem Garten in die Museumsräume hinein verlängert. Wo vorher Monets und Picassos angesehen werden konnten, kann man jetzt auf einem Steg durch grüne Gewässerlandschaften spazieren. Statt Rodin, Edward Hopper und Goya können bis Juli 2021 Seerosen, Muschelblumen und andere Gewächse bestaunt werden. Die Wände wohlgemerkt, bleiben in der Zeit dieser Installation leer.
Variierende Einblicke
Ólafur Elíassons Ausstellung „Life“ kann man auch online besuchen. Rund um die Uhr. Besondere Kameras eröffnen immer neue Blicke auf Installation und Besucher. Spezielle Farb- und Kunsteffekte sorgen dafür, dass für die Betrachtenden immer wieder neue Ansichten entstehen können. Doch diese außergewöhnliche Installation bietet auch vor Ort immer wieder variierende Einblicke. Abhängig von dem Wetter und den Lichtverhältnissen, welche ja nur selten konstant sind.
Das Geheimnis der Farbe
Das Geheimnis hinter der giftgrünen Farbe des Wassers kommt nicht von Atommüll (das wäre zu radikal). Sondern von dem pflanzlichen Farbstoff Uranin, welcher bei Nacht fluoresziert. Im Laufe der Monate verändert sich der Gesamteindruck auch durch das Wachstum der Pflanzen. Besuchenden wird nahegelegt, die Installation auch über Geruch und Geräusche wahrzunehmen. Das Museum Fondation Beyeler selbst spricht diesbezüglich von einer „Erkundung unserer Vorstellungen von Natur und Kultur.“
Ein Raum der Koexistenz
Der Künstler selbst Elíasson sprich diesbezüglich von einem elementaren Zusammenspiele aller möglichen Seinsformen: „Mit ‚Life‘ arbeite ich aktiv daran, einen Raum der Koexistenz zwischen allen zu schaffen, die Teil der Ausstellung sind, und jenen, die von ihr angesprochen werden – der Kunstinstitution, meinem Kunstwerk, den Besuchenden, anderen Wesen, die daran teilhaben, den Bäumen und anderen Pflanzen im Park, der Stadtlandschaft, die das Museum umgibt und darüber hinaus. Indem wir gemeinsam die Welt erforschen, die wir miteinander teilen, können wir sie, so hoffe ich, für alle Spezies lebenswert machen.“
Eine Botschaft, die gerade in Zeiten wie diesen eine immense Dringlichkeit in sich trägt. Und angesichts des Klimawandels sollte „vielleicht“ wirklich einmal daran gearbeitet werden, unsere gemeinsam bewohnte Welt, für alle Wesen darauf lebenswert zu machen.
Titelbild Credits: Shutterstocks
DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN
State of the Union: Eheprobleme, verpackt in geniale Mini-Serie
Rosamund Pike und Chris O’Dowd brillieren als herrlich verschrobenes Paar vor der Trennung in Stephen Frears Mini-Serie State of the Union.
Queere Bundesheer-Lovestory "Eismayer": Hauptdarsteller im Gespräch
Der in Venedig preisgekrönte und in Österreich produzierte Film „Eismayer“ wurde am 23. und 24. Oktober 2022 bei der Viennale […]
Vintage Uhren: Was du beim Kauf beachten musst
Es gibt keinen Textauszug, da dies ein geschützter Beitrag ist.
Houellebecq Porno: Star-Autor mit Chronik zu den Ereignissen
Der französische Star-Autor Michel Houellebecq erläutert in "Einige Monate in meinem Leben" die Hintergründe zum Houellebecq Porno-Skandal.
Die zeitlichen Dimensionen der Kunst: "Bild und Zeit. Eine Theorie des Bildbetrachtens"
Wir gehen ins Museum und schauen uns ein Kunstwerk oder ein Bild an. As simple as that!, möchte man meinen. […]
Michel Houellebecq: Rassist und Frauenhasser oder literarisches Genie?
Der neue Roman des französischen Skandalautors Michel Houellebecq ist soeben auf Deutsch erschienen. „Vernichten“ heißt das gute Stück. In Frankreich […]







