Früher war es üblich, eine Ausbildung zu machen oder zu studieren und dann lebenslang bei einem Arbeitgeber beschäftigt zu sein. Dies gehört heute in der Regel der Vergangenheit an. Verschiedene Berufe, Quereinstiege oder unterschiedliche Arbeitgeber sind keine Seltenheit mehr. Durch das Internet tauchen weitere Möglichkeiten auf: Freelancer oder digitale Nomaden, die überall auf der Welt arbeiten können, sind nur einige Möglichkeiten. In diesem Artikel biete ich dir ein paar Anreize zu unkonventionellen Zukunftsideen, die du wahrscheinlich noch nicht auf dem Schirm hast.
Freelancer – Selbstständigkeit statt Sicherheit
Als Freelancer:in bist du selbstständig und damit dein*e eigene*r Chef*in. Auf Deutsch übersetzt bedeutet der Begriff freie*r Mitarbeiter*in. Also solche*r bist du in der Regel für einen bestimmten Zeitraum oder bis zum Abschluss einer bestimmten Aufgabe bei einem Unternehmen tätig und hast mehrere Auftraggeber. Freelancer*innen sind häufig Spezialisten mit einer besonderen Qualifikation:
- Journalist*in
- Übersetzer*in
- Rechtsanwalt bzw. Rechtsanwält*in
- Redakteur*in
- Ingenieur*in
- Architekt*in
- Dozent*in
- Künstler*in
- Schauspieler*in
- Designer*in
- Fotograf*in
- Programmierer*in
- Social Media Manager*in
Ein riesiges Plus bei der Tätigkeit als Freelancer*in ist, dass du deine Arbeitszeit und deinen Arbeitsort selbst bestimmen kannst. Dieses Ein-Mann- beziehungsweise Ein-Frau-Unternehmen verlangt dem oder der Selbständigen auf der anderen Seite einiges ab. So müssen Netzwerke geknüpft, Kundenakquise betrieben und Rechnungen geschrieben werden. Die großen Freiheiten dieser Arbeitsweise bringen auch viele Unsicherheiten mit sich und sind nicht für jede*n geeignet.
Wenn du nach einem regelmäßigen und festen Einkommen suchst und einen sicheren Job mit Kündigungsfrist möchtest, bist du hier fehl am Platz. Suchst du allerdings nach einer flexiblen Arbeit, die sich mit deinen Hobbys und deiner Familie vereinbaren lässt? Hast du Lust auf abwechslungsreiche Aufgaben, diverse Auftraggeber und eine freie Wahl bezüglich der Zusammenarbeit? Dann bist du hier goldrichtig. Digitale Nomaden nutzen diese Möglichkeiten vollständig aus.
Digitale Nomaden – mit dem Laptop um die Welt
Ein Laptop und Internetanschluss, das ist häufig alles, was digitale Nomaden benötigen. Diese Unternehmer:innen oder Arbeitnehmer:innen werden auch als urban nomad, Büronomade oder Internet-Nomade bezeichnet. Sie sind nicht an einen Standort gebunden, sondern arbeiten ortsunabhängig. Beliebte Orte sind Cafés, Hostels oder Coworking Spaces mit Strom und guter Internetanbindung.
So kannst du als digitaler Nomade beispielsweise mit dem Laptop in der Hängematte am Strand arbeiten. Hast du Blut geleckt und fragst dich nun, was genau so ein digitaler Nomade arbeitet? Die Beschäftigungsmöglichkeiten sind vielfältig. Dank des World Wide Webs entstanden in den letzten Jahren unzählige Aufgabengebiete, wie beispielsweise:
- Webseiten oder Blogs über dein Leben, Nachhaltigkeit, Lifestyle oder andere Themen schreiben und mittels Werbung Geld verdienen
- Influencer werden
- Communitys und Foren sowie Infoportale betreiben
- als Übersetzer:in tätig sein
- Online-Marketing oder Affiliate-Marketing betreiben
- Grafikdesigner*in
- Webdesigner*in
- Softwareentwickler*in
- Fotograf*in
Als internetaffine Person stehen dir Tür und Tor in der digitalen Welt offen. Alles, was du benötigst, ist ein Laptop, Tablet oder gar Smartphone, Strom und eine Internetverbindung. Als Reisender kannst du die Vorteile einer hohen Bezahlung in einem Land mit niedrigen Lebenshaltungskosten kombinieren und deine Arbeitszeit dementsprechend reduzieren. Inhaltlich gibt es diverse Nischen, die du mit nachhaltigen oder kreativen Ideen füllen kannst. Bevor du ins Träumen gerätst, ist auch hier wichtig zu wissen, dass die Konkurrenz groß ist und ein Einkommen schwankt.
Nightlife – Arbeiten, wenn andere schlafen
Das Nightlife genießt seinen ganz besonderen Charme. Ein Blick in diese Kategorie lässt schnell schmunzeln. In Gastrobetrieben mit Kulinarik und im Hotelgewerbe sind die Arbeitszeiten dann, wenn andere Menschen Freizeit haben. Dafür bietet sich dir eine gute Möglichkeit, an vielen Orten zu arbeiten und mit deinem Beruf die Welt zu entdecken. Die Unterhaltungsbranche boomt weltweit, wodurch Clubs und Hotels aus dem Boden schießen.
Mit einer Ausbildung als Koch oder Köchin, Hotelfachmann oder Hotelfachfrau oder Barkeeper:in steht dir die Welt offen. Du und ich können als DJ an jedem Ort auflegen und der Menge einheizen. Cocktails können in edlen Luxushotels, in einer Palmhütte am Strand oder auf einer Yacht gemixt werden. Wie bei vielen vorgestellten Berufen hast du auch hier diverse Möglichkeiten, um deinen Horizont zu erweitern, tolle Leute kennenzulernen und auf den besten Partys mit dabei zu sein.
Yogalehrer:in und Masseur:in – flexible Arbeitsorte weltweit
© unsplash.com | Avrielle Suleiman
Yoga wird bereits seit Jahrtausenden praktiziert. In der letzten Zeit schwappt dieser Trend zunehmend in die westliche Welt. Wenn du sportlich bist und eine Beschäftigung suchst, die du weltweit einsetzen und dabei zur Ruhe kommen kannst, ist Yogalehrer*in eine gute Möglichkeit. Auf meinen Reisen finde ich kaum ein Hotel oder Hostel, die keine Yogastunden anbieten. Die Lehrer*innen sind dabei häufig Reisende aus Deutschland, Kanada oder den USA, die sich mit ihrem flexiblen Job den Aufenthalt verdienen.
Häufig haben die Lehrer*innen eine Zusatzausbildung und können professionell massieren. Mit dieser Kombination weltweit an den schönsten Touristenorten leben und arbeiten. Kost und Logis werden dabei häufig vom Hotel gestellt, alternativ verhandelst du über eine Bezahlung. Eine solche Ausbildung verschafft dir vielfältige Freiheiten und ist eine nachhaltige Arbeit, von der du und andere psychisch und physisch profitieren können.
Arbeiten im Casino – Geld verdienen, wo andere Cash gewinnen
Casinos sind für mich der Inbegriff für das schnelle Geld. Dies kann man sich nicht nur als Spieler*in, sondern auch als Arbeitnehmer zunutze machen. Croupier, Poker Dealer oder Bedienung – die Möglichkeiten sind vielfältig und die Trinkgelder meist saftig. Wenn du seriös auftreten, dich gut konzentrieren kannst und ein Händchen für Zahlen hast, kann die Berufswahl eines Croupiers oder einer Croupière interessant für dich sein. Zurückhaltung und Verschwiegenheit sind im Gamingbereich ebenso wichtig, wie gute Umgangsformen.
Wie bei den meisten Jobs in der Unterhaltungsbranche arbeitet man in Casinos dann, wenn andere Freizeit haben. Dementsprechend wirst du deinen Lifestyle möglicherweise anpassen müssen und das Nightlife zum Arbeiten nutzen. Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten bieten klassische Berufe wie Mitarbeiter:innen an der Rezeption und dem Empfang sowie im Service:
- Fachkräfte für Automatenservice
- Kassierer*in
- Cash Desk Supervisors
- Angestellte in der Verwaltung (Personal, Finanzabteilung, Rechtsabteilung, Pressestelle, Kommunikationsbereich)
- Security
- Surveillance
- Techniker
- Casino Host
- Duty Manager*in
- Inspector*in
Ich persönlich spiele lieber, als Karten auszuteilen oder Geld zu zählen. Bei der Suche nach spannenden Jobs bin ich dabei auf Angebote gestoßen, bei denen ich dafür bezahlt werde, für ein Casino zu spielen. Diese Möglichkeit gibt es unter anderem Online. Statt also mein eigenes Geld beim Pokern zu verzocken, bekomme ich Chips vom Casino gestellt und kann auf deren Kosten pokern. Hierfür werde ich auch noch bezahlt. Das klingt nach einem Traumjob, oder? Bleiben wir im Bereich des Gamings. Hier gibt es weitere ungewöhnliche Möglichkeiten, um mit deiner Leidenschaft Kohle zu verdienen.
Gamer – spielend Geld verdienen
© unsplash.com | Andre Hunter
Ich bin ein großer Fan von Gaming. Beim Zocken stolpere ich immer wieder über sogenannte Gamer oder Streamer. Diese Profis streamen ihre Videospiele live und lassen andere daran teilhaben. Je nach Spielzeit und Bekanntheit können somit Millionen von Menschen verfolgen, wie der/die Gamer:in vorgeht. Zugleich geben diese Tipps, beantworten Fragen oder kommentieren ihr Vorgehen.
Zahlreichen Gamern wird bei dieser Möglichkeit das Herz höher schlagen. Als Gamer kannst du dein Hobby zum Beruf machen. Als Voraussetzung solltest du entweder besonders gut spielen und ein Pro-Player sein oder gut unterhalten und die Community einbeziehen können. Erfolgreiche Streamer sind neben dem Zocken auf diversen Gaming Events unterwegs, nehmen an Tournieren teil und vernetzen sich.
Eine Sammlung kurioser Jobs
Last but not least möchte ich dir eine kleine Sammlung an ungewöhnlichen Berufen mit auf den Weg geben. Sie sollen dich dazu inspirieren, über den Tellerrand zu denken und Neues zu wagen.
- Tester*in von Wasserrutschen prüfen Wasserparks auf Herz und Nieren
- Sicherheitsbeauftragte*r für Kokosnüsse klettern auf Palmen und sorgen für die Sicherheit der Badegäste
- Golfballtaucher*in taucht auf Golfanlagen in den USA nach versenkten Bällen
- Ansteher*in, um Karten oder Waren im Schlussverkauf zu ergattern
- Glückskeksautor*in schreibt Texte für die leckeren Kekse
- Vorkoster*in für Tierfutter
- Schwanenzähler*in auf der Themse
Titelbild © unsplash.com | Tim Mossholder
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