Klassische Medien haben ausgedient, 9:16 ist das Format der Gegenwart und Zukunft! 9:16?! Richtig gehört – das Smartphone mit seinem vertikalen Format ist nicht erst seit der Pandemie ein ständiger Begleiter. Immer mehr Menschen verbringen immer mehr Zeit auf TikTok, Instagram und YouTube, connecten, informieren und unterhalten sich dort. In dieser Kolumne stelle ich euch die Top-News des vergangenen Monats vor – viel Spaß damit!
Erster US-Bundesstaat verbietet TikTok
Und da ist es passiert! Nachdem in den letzten Wochen und Monaten immer mehr Staaten und Organisationen auf Konfrontationskurs zu TikTok gegangen waren, verfügte der US-Bundesstaat Montana jetzt ein komplettes Verbot der chinesischen App, „um die Bürger vor der Überwachung durch die Kommunistische Partei Chinas“ zu schützen.
Strafen für App Stores, die die TikTok nach wie vor anbieten, könnten bis zu 10.000 Euro täglich betragen. TikTok selbst sieht durch das Gesetz die Rechte von US-Bürger*innen verletzt – und diese wehren sich nun: Eine Gruppe von Nutzer*innen reichte beim Bezirksgericht von Montana eine Klageschrift ein.
Unterdessen meldete sich ein ehemaliger Mitarbeiter von ByteDance, dem Unternehmen hinter TikTok zu Wort, und erhebt schwere Vorwürfe: Laut ihm gäbe es ein “Komitee” bestehend aus Mitgliedern der Kommunistischen Partei, das Zugriff auf sämtliche Daten habe, auch US-Daten – womit er den Vorwurf der zahlreichen Staaten und Organisationen bekräftigte. Als er Bedenken ob der Vorgehensweise äußerte, wurde er eigenen Angaben zufolge entlassen.
Der Mai war Mental Health-Monat auf TikTok
Ungeachtet aller juristischen Nebengeräusche sorgte TikTok auch für positive Meldungen: Im Mai gab die Plattform im Rahmen der #MentalHealthAwareness-Kampagne den Launch eines eigenen Hubs zur Sensibilisierung für psychische Gesundheit bekannt. Dieser Hub diente als Informationsquelle, um sich zu verschiedenen Themen schlau zu machen. Außerdem spendete die Plattform zwei Millionen US-Dollar an Organisationen, die sich ebenfalls der Förderung des Themas widmen, und kooperiert mit einem guten Dutzend Content Creators, die ihre Communities über Mentale Gesundheit aufklären.
@dr.kojosarfo Come learn about ADHD, autism, and more on ABC7 tommorow at 720A PST! For those not in Southern California, use abc7.com to watch! #adhd #autism #neurodivergent #mentalhealthmatters
YouTube Shorts: weitere Werbemöglichkeiten und Integration in YouTube Music
Auch von YouTube gibt es Neuigkeiten: Nachdem vor einigen Monaten die nächste magische Marke von täglich 50 Milliarden Views geknackt wurde, wird weiter munter in neue Werbemöglichkeiten investiert, um die Plattform noch attraktiver zu machen.
Der nächste Schritt: Shorts werden zu sogenannten Video-Reach-Kampagnen hinzugefügt, wodurch Anzeigen dank künstlicher Intelligenz besser platziert werden und sich Marketer mehr Reichweite erhoffen dürfen. Gleichzeitig sorgt eine andere Meldung für Erstaunen, denn Shorts werden nun in YouTube Music integriert. Ein interessanter Schachzug, wenn man bedenkt, dass der 9:16-Hype, den TikTok erzeugte, auf dem Erfolg seines Vorgängers musical.ly beruht – dort stand bekanntlich Musik im Mittelpunkt.
Kommt bald ein Instagram-Twitter?
Twitter sorgt seit der Übernahme von Elon Musk laufend für Schlagzeilen, die wenigsten sind positiv. Wittert Mark Zuckerberg, Meta-Chef und Musk-Rivale im Game der Social Media-Giganten, indessen etwa seine Chance? Zuletzt machten Hinweise die Runde, wonach Instagram, neben Facebook und WhatsApp eins der drei Meta-Zugpferde, an einer Twitter-Alternative arbeite; das verriet zumindest die kalifornische Social Media-Expertin Lia Haberman, die gleichzeitig einen Screenshot postete, wie die mögliche App aussehen könnte. Weiteren Meldungen zufolge befinde sie sich sogar schon im Live-Test und könnte ab Sommer verfügbar sein.
TikTok Book Award in Großbritannien und Irland
Dass TikTok den Büchermarkt revolutioniert hat und der Hashtag #BookTok Milliarden Aufrufe zählt, ist mittlerweile bekannt. Jetzt folgt der nächste Schritt: Der TikTok Book Award! Eine Jury entscheidet dabei über eine Longlist in neun Kategorien (BookTok Creator des Jahres, BookTok Buch des Jahres, BookTok Autor des Jahres, Bestes BookTok Revival, Unabhängiger Buchladen des Jahres, Bestes Buch, um ein Leseloch zu beenden, Bestes Buch, das man noch einmal zum ersten Mal lesen würde, BookTok Cover des Jahres und BookTok Livestreamer des Jahres), die Longlist liefert TikTok auf Basis vorhandener Daten selbst. Die endgültigen Gewinner*innen werden dann von den TikTok-Usern aus Großbritannien und Irland via App gewählt.
Titelbild © Shutterstock
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