Wenn der Sommer in Wien so richtig zuschlägt, flüchten die meisten schnurstracks auf die Donauinsel oder an die Alte Donau. Aber seien wir ehrlich: Handtuch an Handtuch liegen und Slalom um die Picknickdecken laufen ist auf Dauer ziemlich anstrengend.
Wien hat zum Glück genug Ecken, die noch nicht komplett überlaufen sind – Orte, an denen man wirklich abschalten, durchatmen und die Natur genießen kann. Hier ist eine Auswahl an etwas versteckteren Badespots für alle, die das Wasser lieber in Ruhe genießen.
1. Die Panozzalacke (Lobau)
Familienfreundlich und tiefenentspannt im Grünen
Während die Dechantlacke vor allem für FKK bekannt ist, geht es an der Panozzalacke ein ganzes Stück familiärer und ruhiger zu. Die Lacke liegt ebenfalls im Nationalpark Donau-Auen, hat eine riesige, gepflegte Liegewiese und das Wasser ist durch die geringe Tiefe meistens angenehm warm.
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Der Vibe: Picknickkorb-Romantik. Hier hört man eher das Rauschen der Blätter als laute Bluetooth-Boxen.
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Perfekt für: Einen entspannten Tag mit einem Buch, an dem man einfach nur seine Ruhe haben will.
2. Strombad Kritzendorf
Nostalgischer Sommerfrische-Flair vor den Toren der Stadt
Okay, streng genommen liegt Kritzendorf knapp hinter der Stadtgrenze bei Klosterneuburg, aber mit der S-Bahn ist man in einer halben Stunde dort. Das Strombad Kritzendorf war Anfang des 20. Jahrhunderts das absolute Trend-Bad der Wiener Jahrhundertwende-Prominenz. Heute verzaubert der Ort mit seinen charmanten Stelzenhäusern und wilden Liegewiesen direkt an der Donau.
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Das Besondere: Baden im echten Donaustrom (Achtung auf die Strömung!). Es fühlt sich an wie eine Zeitreise in die Sommerfrische von damals.
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Anreise: S40 ab Spittelau bis Kritzendorf, danach ein kurzer Spaziergang zum Strombad.
3. Heustadlwasser (Prater)
Die schattige Oase mitten im Grünen Prater
Das Heustadlwasser ist ein Altarm der Donau im Wiener Prater. Während sich am Venediger Au-Spielplatz und rund um die Hauptallee die Massen drängen, wird es weiter hinten am Heustadlwasser herrlich ruhig. Die Trauerweiden ragen bis weit über das Wasser und bieten auch im Hochsommer perfekten Naturschatten.
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Der Tipp: Es ist kein offizielles Naturbad mit Einstiegsstegen, aber an vielen Stellen kommt man flach ins Wasser. Ideal für eine schnelle Abkühlung nach einer Laufrunde oder einem ausgedehnten Prater-Spaziergang.
4. Badeteich Hirschstetten
Die ruhige Alternative im 22. Bezirk
Die Alte Donau kennt jeder, aber wer ein Stück weiter nach Hirschstetten fährt, findet eine wunderbare Alternative. Der Badeteich Hirschstetten bietet klares Wasser, sandige Uferabschnitte und erstaunlich viel Platz.
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Gut zu wissen: Es gibt sogar eine eigene Hundezone auf der Nordseite, falls die vierbeinigen Begleiter auch eine Abkühlung brauchen. Der Rest des Teichs ist eine angenehme Ruheoase mit schattigen Plätzen unter alten Bäumen.
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Infrastruktur: Es gibt kleine Kioske für das klassische Eis oder ein kaltes Getränk, aber alles ohne den großen Beach-Club-Trubel.
5. Donaualtarm Greifenstein
Kristallklares Wasser und Urlaubsfeeling
Noch so ein Juwel knapp außerhalb der Stadt, das man perfekt mit dem Rad über den Donauradweg oder mit der S-Bahn erreicht. Da der Altarm komplett von der Strömung der Donau getrennt ist, ist das Wasser hier spiegelglatt, wunderbar klar und angenehm warm.
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Warum es sich lohnt: Die bewachsenen Ufer und die kleinen Holzstege geben einem sofort das Gefühl, irgendwo an einem Kärntner See im Urlaub zu sein, statt nur ein paar Kilometer vor Wien.
Titelbild © envato
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