Eine Studie zur Frage, wie viele Ejakulationen im Monat gesund sein sollen. Gehört wohl eher zu den Themenschwerpunkten betrunkener Studenten, die am Ende einer wohldurchtränkten Nacht und unter einer gehörigen Portion Restalkohol ihren geistigen Ergüssen frönen. Wie dem auch sei, wie viele Samenergüsse im Monat –wissenschaftliche gesehen – gut für die Gesundheit sind, erfährt ihr hier.
Und wieder eine Studie…
Studien gibt es über eine fast schon beängstigend hohe Anzahl an Themen. Ob darüber, was der Musikgeschmack über die Persönlichkeit aussagt. Wie sich Musikhören auf die Intelligenz auswirkt. Oder über 1000 Jahre alten Kot. Es gibt scheinbar nichts, worüber es keine Studien gibt.
Und glaubt man, man hätte etwas gefunden, worüber noch keine wissenschaftliche Erhebung existiert… Siehe da, man wird eines Besseren belehrt und es gibt dann doch etwas darüber. Scheinbar über egal welches Thema. Wie abwegig auch immer es einem erscheinen mag. Eine Studie über die gesunde Anzahl an Samenergüssen? Es gibt sie wirklich! Ein Forscherteam hat nämlich errechnet, wie oft Mann im Monat einen Samenerguss haben sollte, um gesund zu bleiben.
Doch um die Wogen des orgiastischen Fun-faktors dieses Themas ein wenig abflachen zu lassen, muss gesagt werden, dass die Forschenden eher über Umwege zu dieser Erkenntnis gekommen sind. Denn ursprünglich ging es bei der Studie nicht darum herauszufinden, wie viele Ejakulationen im Monat gesund für einen sind, sondern um das spaßbefreite Thema Krebs.
Krebserkrankungen in Österreich und darüber hinaus
Laut einer Erhebung der Statistik Austria erkranken in Österreich jährlich etwa 42.000 Menschen an Krebs. Männer sind davon etwas häufiger betroffen als Frauen. Dennoch stellen für beide Geschlechter bösartige Tumorerkrankungen – nach den Herz-Kreislauferkrankungen – die zweithäufigste Todesursache dar. In Deutschland verhält es sich bezüglich der Geschlechter ähnlich.
Dort stellen unter den jährlich ca. 500.000 Neuerkrankungen an Krebs Männer etwas mehr als die Hälfte der Fälle (265.200). Alleine davon entfallen 62.200 auf Prostatakrebs. Angesichts der Tatsache, dass Krebserkrankungen überwiegend im höheren Alter auftreten, wird wegen der zunehmenden Alterung der Bevölkerung die Bedeutung der Krebserkrankungen bezüglich des Gesundheitszustandes und bei der Planung der Gesundheitsversorgung auch in Zukunft weiter zunehmen.
Samenerguss und Prostatakrebs
Um dieser „Vorherrschaft“ des Prostatakrebs entgegenzuwirken, empfehlen Ärzte und Ärztinnen für gewöhnlich eine gesunde, regelmäßige und ausgeglichene Ernährung, Sport und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen. Doch nun haben Forscher und Forscherinnen an der renommierten Harvard University ein weiteres Mittel gefunden, dass das Risiko auf Prostatakrebs ebenfalls senken kann. Und zwar ein regelmäßiger Samenerguss.
Um zu dieser Erkenntnis zu gelangen, haben die Forschenden das Sexualverhalten von 32.000 Männern untersucht. Eine Zahl, die auch wissenschaftlich gesehen, durchaus relevant ist. Ergebnis der Studie: Diejenigen, die am häufigsten zum Samenerguss kommen, haben auch das geringste Risiko an Prostatakrebs zu erkranken.
Es konnte also festgestellt werden, dass Männer, die über häufige Ejakulationen im Erwachsenenalter berichten, im späteren Leben viel wahrscheinlicher nicht mit Prostatakrebs diagnostiziert werden. Diese Studie liefert somit einen Beweis dafür, dass die Ejakulation eine positive Rolle bei der Prävention von Prostatakrebs spielt.
Wie viel Samenergüsse sind ideal?
Im Verlauf ihrer Studie ist es dem Forscherteam sogar gelungen, die ideale Anzahl von Ejakulationen pro Monat zu ermitteln, um das Risiko auf Prostatakrebs zu reduzieren. Fazit dieser feucht-fröhlichen wissenschaftlichen Erhebung: 21 Samenergüsse pro Monat sind ideal, um das Risiko für Prostatakrebs um 33 Prozent zu senken. Und warum genau ist das so? Weil die Ejakulation es ermöglicht, Toxine aus dem Körper auszuscheiden. Toxine sind Gifte, die von einem Lebewesen synthetisiert werden.
Warda-Advice
Wie erkenntnisreich auch immer diese Studie nun ist. Es sollte jedoch jedem und jeder klar sein, dass in Sachen Gesundheit der Fokus primär auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung gelegt werden sollte, viel Sport und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen. Und nicht so sehr auf die Anzahl an Ejakulationen pro Monat. Wer sicher sein will, dass er auch wirklich gesund ist, der geht am besten immer noch zu einem Arzt oder einer Ärztin.
Für all jene, die bezüglich Prostatakrebs-Vorbeugung ihrem Körper aber dennoch zusätzlich etwas Gutes tun wollen, ihnen aber nicht immer der oder die geeignete Partner oder Partnerin zur Seite steht, dem empfehlen wir diese 10 sagenhafte Masturbations-Methoden für Männer. Damit die angepeilten 21 Samenergüsse pro Monat nicht zur langweiligen Routine werden. Na dann, viel Spaß und bleibt gesund!
Titelbild Credits: Shutterstock
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