Esco Instrumentals aus Salzburg präsentiert uns sein Producer-Tape „Anunnaki“. Für das musikalische Setting und beim Artwork hat sich der Producer für eine Anlehnung an die mesopotamische Mythologie entschieden. „Annunaki“ stellt dabei eine mystische Reise mit sphärischem Sound, die uns künstlerisch an die Antike erinnert, dar. Dabei fügt sich das Album zeitgemäß mit eindeutigen Elementen und Spielereien aus dem Future Sound in den typischen Produktionsstil von Esco Instrumentals ein. Es entsteht eine Spannung zwischen Altem und der Moderne.
Obwohl Esco Instrumentals auf dem Album Abwechslung zeigt, kann es als eigenständiges Album mit eigener Geschichte verstanden werden. „Annunaki“ ist keine zufällige Sammlung von Beats, dahinter steht ein solides Gesamtkonzept. Denn Melodien, Vocales, Samples und der Instrumental-Einsatz kehren immer wieder in unterschiedlich gefilterten Variationen in der Piano Roll als begleitende Elemente zurück. Dabei fungieren die Smaples wie Brotkrümel, die uns auf der künstlerischen Reise in der richtigen Umlaufbahn halten. Eine Frage, die einem beim Hören des Albums begleitet: Werden die mystischen Stimmen und spacigen Vocals, welche sich auf „Annunaki“ auf die Suche begeben, schlussendlich ihr Ziel im Orbit erreichen?
Esco Instrumentals mit konstantem Output
Der Salzburger Producer Esco Instrumentals liefert auf seinen Kanälen konstant Beats und musikalische Produktionen mit unterschiedlichen Stilrichtungen jedoch einem einheitlichen Produktionsklang. Man erkennt dabei seinen eigenen Stil. Wer ihm in den sozialen Medien folgt, wird laufend mit Updates über seine neuesten Produktionen, Previews und Beats versorgt.
Dabei performt Esco Instrumentals mit seinem Sound meistens Klang-technisch im modernen Segment. Klassischen Boom Bap wird man bei ihm nicht finden. Allein vom Tempo her spielt sich hier alles in einem anderen Bereich ab. Man findet bei seinen Produktionen Elemente aus dem Drill, so wie verdichtete Beat-Kaskaden und tiefe Bässe. Das Ganze wird von hervorstechenden und prägnanten Samples aus dem Future Sound begleitet. Als treuer Anhänger von Fruity Loops zeigt er ebenso in kurzen Videos und Einspielungen seine Piano Rolls und Projekte. Der typische Fruity Sound inklusive Kompressoren bei den Synthesizern ist dabei ebenso bezeichnendes Stilmittel für die musikalischen Produktionen von Esco Instrumentals.
Annunaki
Esco Instrumentals bedient sich bei der Auswahl seines Albumtitels an einem Begriff aus der mesopotamischen Mythologie. Und zwar den Annunaki. Eine popkulturell stark aufgeladene Bezeichnung der Götter der Unterwelt Mesopotamiens. Die Begrifflichkeit wird häufig verwendet bei einer Vermengung von esoterischen Thesen der Prä-Astronautik. Das Artwork hält sich als symbolische Ergänzung der Annunaki an die künstlerische Stilrichtung des Albums. Inklusive fliegender Pyramiden und mesopotamischer Inschriften. Die mystischen Wesen sind hier!
Musikalisch wird die vermeintliche Ankunft der anonymen Wesen, die viel Raum für Fantasie lassen, gleich vom Intro des Albums an getragen. Das Erzähl Narrativ des Albums spannt sich im weiteren Verlauf solide über 22 Tracks. Dabei wird auch der künstlerische Bogen von Esco Instrumentals in den Titel der Tracks hinein verflochten. Bis auf ein paar Tracks, die namentliche Ausreißer darstellen, unterstützt die Tracklist mit spacigen Titeln die Mystik der Annunaki. Feine Rap Beats treffen dabei auf spacigen Sound aus einer anderen Welt.
Das Album finalisiert seine Geschichte mit einem spannend gestalteten Outro. Hier wird wieder ein melodisches Fernweh eingeläutet. Ganz so, als wäre die Reise der Annunaki wieder zu Ende. Ein flüchtiger Besuch, der die Hörer:innen mit Blick Richtung Himmel zurücklässt. Als wäre es an der Zeit, zu neuen Welten aufzubrechen.
Esco Instrumentals hat das komplette Album in Eigenregie gestaltet. Es finden sich auch bei den Produktionen keine Features oder die Handschrift eines Gastproducers darauf. Hier kommt alles aus der Feder eines einzelnen Künstlers. Ebenso bei der Umsetzung des Artworks der gut geplanten Promotion mit vielen Appetizern rund um „Annunaki“, sowie dem Vertrieb. Falls ihr euch für moderne Beatproduktionen voller Abwechslung und detailreichem Futures Sound interessiert, dann ist „Annunaki“ eine Reise, die ihr unbedingt antreten solltet.
Titelbild © Esco Instrumentals
DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN
Juicy Special mit Ausnahme-Rapperin Badmómzjay - Live am 15. Juli im Prater DOME!
In der deutschen Hip-Hop- und Rap-Szene hat in den letzten Jahren selten jemand für so viel Furore gesorgt, wie die […]
Donna Savage Interview // Flinta*-Artists to the front
Unsere Redakteurin Sarah hat wohl DAS Hip-Hop Event 2024 besucht und ein Interview mit der Flinta*-Rap-Ikone Donna Savage geführt.
Starmania ist zurück: Nostalgie, Trash-TV oder Must-See?
Heute um 20:15 ist es so weit. Nach zwölf Jahren Pause ist die Kult-Castingshow Starmania zurück. Was darf man sich […]
Party und Nachtclub-Konzept für Zwölfjährige – sinnvoll oder bescheuert?
Unlängst fand in Klagenfurt (Kärnten) eine ganz spezielle Party statt. Nein, keine Sex-Positive-Zusammenkunft, organisiert von der Berliner Szenen-Legende Jan Ehret. […]
New in Town | WELTRAUM
Wien hat viele Bars. Man geht hin, bestellt einen Drink, plaudert ein bisschen und geht wieder. Aber was passiert, wenn […]
Oskar Haag mit zarten Tönen auf "Teenage Lullabies“
Oskar Haag lädt uns auf seinem neuen Album „Teenage Lullabies“ einfühlsam ein, ihn auf eine sphärische Reise in das Traumland […]







