Wer ein Kind erwartet, steht irgendwann vor der Frage aller Fragen: Wie soll der kleine Mensch heißen? Während in den USA Promis ihre Kinder völlig ungefiltert Apple, X Æ A-12 oder North nennen dürfen, schiebt das österreichische Standesamt bei allzu kreativen Ideen eiskalt den Riegel vor.
Das Gesetz kennt hier kein Erbarmen: Das Kindeswohl steht an erster Stelle. Ein Vorname darf das Baby weder lächerlich machen noch anstößig sein oder seinen Alltag belasten.
Die rote Karte in Österreich: Wo das Standesamt sofort abwinkt
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Wortspiel-Hölle: Der Vorname Rainer ist absolut klassisch. Schade nur, wenn der Nachname Zufall lautet. In Österreich ist die Kombination Rainer Zufall explizit als Wortspielerei verboten, um dem Kind ein Leben als ewige Pointe zu ersparen.
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Sponsor-Namen: Mama liebt Erfrischungsgetränke, Papa steht auf Technik? Pech gehabt. Namen wie Fanta oder Sony scheitern am Gesetzgeber, weil Kinder nicht als wandelnde Marken-Plakate durchs Leben laufen dürfen.
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Märchen & Fiktion: Manche Eltern würden ihre Neugeborenen am liebsten wie Film- oder Märchenfiguren nennen. Aber Rotkäppchen oder Godzilla werden am Wiener Amt sofort gecancelt – man will dem Kind schließlich die blöden Sprüche in der Volksschule ersparen.
Crazy, aber wahr: Welche schrägen Namen TATSÄCHLICH erlaubt sind
Wer glaubt, in Österreich und Europa ginge es nur streng zu, täuscht sich gewaltig. Es gibt ein paar schräge Vornamen, die durch die rechtlichen Maschen gerutscht sind:
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Girlie: Was auf Englisch schlicht „kleines Mädchen“ heißt, klingt als echter Vorname im Pass gewöhnungsbedürftig. Weil es aber in anderen Kulturen (wie etwa den Philippinen) ein gebräuchlicher Name ist, ist Girlie auch bei uns im Pass erlaubt!
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Homobono: Klingt im ersten Moment nach einem Scherz, bedeutet auf Latein aber schlicht „guter Mensch“. Über kulturelle Ausnahmeregelungen geht auch dieser Name durch.
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Windsbraut & Emilie-Extra: Während Österreich bei Rotkäppchen abwinkt, bewiesen deutsche Standesämter in der Vergangenheit erstaunlichen Humor und ließen Windsbraut sowie Emilie-Extra als offizielle Vornamen zu.
Hollywood & der Rest der Welt: Wenn Namensrecht komplettes Wild-West ist
Dass Stars wie Gwyneth Paltrow ihre Tochter Apple nennen oder Frank Zappa seine Kinder Moon Unit und Diva taufte, ist weltbekannt. In den USA gilt schlichtweg die absolute Freiheit der Eltern – das Kindswohl spielt bei der Vornamen-Wahl kaum eine Rolle.
Richtig wild wird es aber, wenn man den Blick nach Lateinamerika wirft: In Brasilien gilt ein extrem liberales Namensrecht. Dort kann man sein Neugeborenes tatsächlich völlig legal Polizei nennen – oder, für die ganz Mutigen, Jesusbart.
Titelbild © Pexels
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