13 Jahre nach seinem letzten Auftritt in Wien blickt Davido im Interview auf die Veränderungen in der Musikbranche seit seinen Anfängen zurück. Er spricht über sein Leben in der Öffentlichkeit, den Wert von Erholung auf Tour und seine Wahl zwischen Sangria und Wiener Schnitzel.
Dein letzter Auftritt in Wien war vor 13 Jahren — was hat sich seitdem verändert?
Definitiv ist alles größer geworden. Damals war die Globalisierung der afrikanischen Kultur noch nicht so unmittelbar wie heute — das war irgendwie der Anfang einer Zeit, in der die Dinge richtig Fahrt aufgenommen haben. Wir haben mit afrikanischen Veranstaltern gearbeitet, und Tickets konnte man damals nicht wirklich online kaufen, man musste sie an der Tür holen. Es war eine gute Erfahrung für den Weg dorthin, aber ich freue mich, dass ich es so weit geschafft habe. Das ist jetzt über zehn Jahre her, und dass ich immer noch dabei bin, bedeutet mir nach wie vor alles.
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Auf welchen Tourstopp freust du dich am meisten?
Ich freue mich auf alle, aber besonders auf Barcelona. Ich war schon dort, ich liebe die Stadt. Ich liebe auch Rotterdam — ich glaube, das wird komplett verrückt.
Gibt es etwas, das Fans über dich glauben, das völlig falsch ist?
Ich meine … ich bin auf Social Media, ich bin ziemlich präsent. Man kann schon viel über mich wissen. Ich habe das Gefühl, meine Fans sind wie Familie. Natürlich habe ich mein Privatleben — meine Familie und so weiter — aber darüber hinaus gilt: What you see is what you get.
Stell dir vor, du wachst morgen auf und niemand kennt dich — was würdest du tun?
Als Erstes würde ich einfach mehr rausgehen und herumlaufen. Manchmal sehnt man sich nach Normalität, weißt du? Ich wurde sehr jung bekannt — ich habe mit 17 angefangen, jetzt bin ich 33, also waren meine ganzen Zwanziger nicht wirklich normal. Aber ich würde es wieder genauso machen. Ich glaube nicht, dass ich irgendetwas anderes außer Musik machen würde. Es würde aber auch davon abhängen, in welchem Alter ich aufwache.
Wie würdest du in 24 Stunden wieder berühmt werden?
Social Media. Irgendetwas Verrücktes machen.
Mit welchem Künstler oder welcher Künstlerin — tot oder lebendig — aus einem komplett anderen Genre würdest du am liebsten zusammenarbeiten?
Biggie. Ich mag Biggie.
Würdest du lieber Wiener Schnitzel in Wien oder Sangria in Barcelona nehmen?
Ooo … ich glaube, Sangria.
Du reist wegen der Tour sehr viel — hast du Reisetipps?
Versuch, so viel Ruhe wie möglich zu bekommen. Wir sind viel im Flugzeug unterwegs — die hohe Frequenz, der Luftdruck — deshalb gönne ich mir oft Massagen, vor allem Fußmassagen. Das Wichtigste ist Erholung. Ab dem Moment, in dem du ins Flugzeug steigst, solltest du so viel Ruhe wie möglich mitnehmen.
Hast du noch eine letzte Nachricht an deine Fans in Wien?
Ich freue mich riesig auf die Show. Es ist über zehn Jahre her — ich will den Fans einfach ein Medley der großen Hits geben, die wir über die Jahre aufgebaut haben, zusammen mit meiner großartigen Band, Kingsmen. Es wird eine fantastische Show — eine volle zweistündige Produktion. Ich kann es kaum erwarten.
Titelbild © Davido
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