Am 06. Februar ging der erste Message Award erfolgreich über die Bühne. Hierbei wurden Preise für sieben verschiedene Hip-Hop Kategorien vergeben. Nicht nur eine Premiere für das Message Magazine, sondern auch für die österreichische Rap-Szene.
The Message Magazine gibt es sogar schon länger als die Autorin dieses Artikels. 23 Jahre – anfangs im Print, jetzt nur mehr online – besticht die Hip-Hop Plattform schon mit tiefgehenden Interviews und Reviews rund um die lokale und internationale Szene. 2020 markiert das Jahr, in dem die Redaktion einen Schritt weiter ging und erstmals The Message Award ins Leben rief. Im Nominierungsprozess entschieden Jurymitglieder aus dem Redaktionsteam über Auszeichnungen in insgesamt sieben Kategorien. Die Gewinner gaben sie über einen Livestream bekannt, der immer noch aufgerufen und nachgeschaut werden kann. Für alle die zu faul sind – hier sind die Gewinner:
Act des Jahres – Slav
Slav ist einer der vielversprechendsten österreichischen Hip-Hop Acts zurzeit. Der Dreistreifenanzug-Liebhaber mit polnischen Wurzeln rappt meist energetisch auf Grime oder Drill Beats und liefert dabei immer ein rundes Gesamtpaket ab. Slav lebt und liebt Wien und hat in der Hip-Hop-Szene bereits sein Revier markiert. Obwohl der Rapper seinen Sound bereits gefunden hat, bleibt er hungrig und man weiß nie was einen erwartet. Definitiv ein Banger.
Rap-Album des Jahres – P.Tah & Kinetical mit „Lift“
P.Tah und Kinetical mischen deutsche und englische Lyrik mit basslastigem UK-Beats. Ihr Album „Lift“ ist der Inbegriff ihres Sounds und begeistert auf mehreren Ebenen. Von den perfekt ausproduzierten Grime Beats, hin zu gewohnten Representern und teils tiefgehenden Texten ergibt sich ein rundes Album, dass einen The Message Award mehr als verdient hat.
Newcomer des Jahres – Aze
„Dead Heat“ ist das erste Release des Künstlerinnenduos Aze und hat ihnen bereits den ersten Award eingebracht. Dahinter stecken die Sängerin Ezgi und die Musikerin Beyza, die zusammen einen einzigartigen melancholischen Sound mit Pop- und Soul-Elementen. 2020 markiert erst den Anfang von Aze’s Schaffen und wir dürfen uns wahrscheinlich auf noch mehr von dem Duo freuen.
Producer des Jahres – Fid Mella
Fid Mella hatte wohl eines der produktivsten Jahre hinter sich. Aber der Produzent überzeugte nicht nur mit Quantität, sondern auch Qualität. Von Instrumentalalbum hin zu Einzel Beat-Produktionen ist die qualitative Note des Künstlers nie zu überhören, der immer ein zufriedenstellendes Gesamtprojekt liefert.
Instrumental-Album des Jahres – Seiko mit „Six Million Dollar“
Saiko ist schon fast so lange im Game wie die Szene selbst. Nicht nur deswegen ist der Instrumental-Album Award für sein Album „Six Million Dollar“ verdient. Er schafft es groovige Beats und Hip-Hop Essenz zu vereinen und zu einem Hörerlebnis auf Albumlänge zu machen.
Message des Jahres – Crack Ignaz mit „Nicht von hier“
Obwohl versteckt, so ist die Message auf Crack Ignaz’s Track „Nicht von hier“ wohl eine seiner emotionalsten. „Von wo kommst du?“ erscheint wie eine harmlose Frage. Crack Ignaz schafft es sie in einen Kontext zu setzen der Alltags-Rassismus, Racial-Profiling und Ausländerfeindlichkeit kritisiert, mit denen der Rapper selbst zu kämpfen hat.
Future Sound – Wanda mit „Womb“
Mit „Womb“ lässt Wandl in seine Gefühlswelt eintauchen. Auch in dem Album transportiert der Küntsler seine Emotionen in Form von Musik. Selbst aasproduzierte, gefühlvolle Melodien erzählen von einer Traumwelt die anscheinend Wandls Kopf entspringt.
Ehren-Award für Kid Pex
Kid Pex bekam eine ganz besondere und überraschende The Message Award Auszeichnung. Für sein monatelanges Engagement für Flüchtlinge am Balkan im Rahmen der SOS-Balkanroute, erhielt der Rapper eine Art extra Ehren-Award für die beste Message, um seine wichtigen Bemühungen nicht unbemerkt zu lassen.
Titelbild Credits: Shutterstock
DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN
Burna Boy - der African Giant erstmals in Wien
Bei vielen noch nicht ganz auf dem Radar und doch längst der Superstar in seinem Genre. Am 8. März verspricht Burna Boy im Gasometer eine feurige Show und wir verlosen 2x2 Tickets für sein erstes Konzert in Österreich.
Musik Review: Kid Pex - von "Nazis" und politischem Aktivismus
Mit dem Lied „Nazis“ und einer deutlichen Botschaft fügt Kid Pex seinem musikalischen Manifest ein weiteres Kapitel hinzu. Was von […]
The boy is back - Tourstart von Money Boy eskaliert
Money Boy hat endgültig bewiesen, dass er keine Lachnummer ist, sondern eine absolute Rampensau mit Skills, die sich wirklich sehen lassen können.
Sag mal, Moneyboy ...
Wir haben mit unserem Lieblingsswagger über seine Comics, das verschollene Gucci-Bandana und sein Gewichtsproblem gesprochen.
Restriktionen im Musikveranstaltungsbereich: Betroffene Musiker:innen melden sich zu Wort
Corona ist tot – lang lebe Corona! So oder so ähnlich fühlt sich das Motto der Pandemie während des Sommers […]
Wenn Musik auf tiefen, inneren Schmerz trifft - Faces x Mirac - Grow EP
Independent Musik aus Österreich bekommt viel zu wenig Aufmerksamkeit, weshalb wir ihr wieder einmal etwas Zeit widmen. Eine EP, zwei Musiker und ein paar Fragen offenbaren, dass hinter diesen Songs sehr viel Emotion und eine schwere persönliche Geschichte stecken. Wir haben für euch reingehört, nachgefragt und hier dürft ihr jetzt lesen, was die EP von FACES x MIRAC so besonders macht.







