Was waren das für Zeiten, als noch die Kantine an der Erdberger Lände geöffnet hatte? Legendäre Nächte. Ausufernde Afterhours. Und dann war sie plötzlich weg. Viele Nachtschwärmer*innen der heutigen Fortgeh-Generation kennen sie gar nicht mehr – die alte Kantine. Aber seit diesem Wochenende ist das auch nicht mehr nötig. Denn ein Warehouse-Pop-up tritt in die großen Fußstapfen des einst so bekannten Techno-Clubs und belebt in einer besser gelegenen Location das wieder, was eine ganze Generation an Partybegeisterten nachts wachhielt.
Wie schon sein Vorgänger hat auch der neue Club ein Ablaufdatum. Die Neuauflage liegt aber nicht mehr an der Lände, sondern mitten im schönen Prater – schräg gegenüber des Admirals. Gut zu erreichen von der U2-Station Messe Prater ist die Lebenszeit des neuen Clubs noch nicht ganz absehbar. Doch sicher ist, dass an die Stelle der Kantine die größte Achterbahn Österreichs kommen soll.
Die Kantine: Aufbau, Ausstattung und alles, was du über den Club wissen musst
Die Kantine belebt als neuer alter Club die Wiener Clublandschaft und erweitert das Nachtleben der Bundeshauptstadt mit zwei Floors und einer Außenterrasse. Damit schließt sich die Kantine der Liste an Clubs mit Outdoorbereich in Wien an. Beide Floors sind mit hochwertigen Funktion-One Lautsprechersystemen ausgestattet und präsentieren sich so von Beginn an mit einem Qualitätsanspruch. An den Einstellungen sollte noch etwas geschraubt werden – in gewohnter Club-Manier lief der Sound beim Opening noch nicht auf Höchsttouren.
Im Stil der Industrial-Vorbilder gibt sich der Club einerseits sehr roh, setzt aber mit der Deckenbeleuchtung sowie Lightshow am und hinter dem DJ-Pult farbliche Akzente. Optischen Witz präsentiert die Kantine in der Chillout-Area im oberen Stockwerk, wo sie mit Autodrom-Fahrzeugen den Prater-Flair in die eigenen Hallen bringt. Auch die Beleuchtung erinnert zum Teil an die Fahrgeschäfte nebenan.
Bis zu 1000 Gästen können zukünftig am Freitag und Samstag in die Kantine am Prater feiern gehen. Zusätzlich soll zukünftig auch donnerstags für Student*innen geöffnet sein. Der Freitag soll im Zeichen der Fremdveranstaltungen stehen, die eher kommerziell orientiert sind. Der Samstag bleibt ganz old Kantine like dem Techno und all seinen Facetten vorbehalten – mit einem schönen Mix aus heimischen und internationalen Acts.
Eine faire Preispolitik
Die Clubbetreiber zielen darauf ab, 20 Prozent günstiger als die Konkurrenz zu sein. Egal, ob bei den Eintrittspreisen oder auch den Getränken ist eine faire Preispolitik das Ziel. Gerade in Hinblick auf die zuletzt eröffneten Clubs Heidi, den Club O oder auch die Praterstrasse scheint die Kantine diesbezüglich einen gewissen Kontrast zu bilden.
In jedem Fall freuen wir uns über den Locationzuwachs und das Comeback der Kantine. Wir geben eine klare Empfehlung ab und raten dir, den neuen Club in deinen Fortgeh-Mix aufzunehmen. Natürlich erfährst du bei uns stets, was gerade in der Kantine abgeht – hierfür reicht ein wöchentlicher Blick in unsere Techno-Events.
Titelbild © Die Kantine
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