Für alle Erstsemestrigen und StudentInnen, die, die es noch werden wollen und frisch nach Wien gezogen sind und auch alle verplanten Studenten, die nach 5 Semestern noch immer nicht wissen, wo sich die Bib befindet, haben wir einen Leitfaden erstellt, um euch den Semesterstart in Wien zu erleichtern.
Das Studentenleben in Wien hält einige Hürden bereit, die es zu vermeiden gilt. Als Angehöriger einer sprachlichen und kulturellen Minderheit war der Einstieg ins Studentenleben für mich in Wien besonders schwer. Aber nicht nur wir KärntnerInnen haben hier einen schweren Start, weshalb ich euch 20 Tipps mitgebe, die den Studienbeginn hier erleichtern können.
1. Es gibt dumme Fragen! Ganz egal, wie oft Professoren das Gegenteil behaupten, sie werden schmunzeln und lachen, wenn du mal eine stellst.
2. Vermeide Vorlesungen, die um acht Uhr morgens beginnen oder montags stattfinden. Dein Semesterstart wird mit Openings, Feten und spontanen Abstürzen vollgepackt sein.
3. Falls du von einem deiner Abstürze heimfährst, nimm im Idealfall die U6, dort musst du dich für nichts schämen. Da ist es normal, volltrunken um 10 Uhr vormittags den Heimweg anzutreten – zumindest solange jeder deiner Körperteile mit Kleidung und nicht mit Erbrochenem bedeckt ist.
4. Drei Minuten auf die Öffis warten ist in Wien unfassbar lange. Um das zu vermeiden, hol dir die App Wien Mobil. Vertrau ihr aber nicht immer!
5. Du bist zu alt für die meisten Lokale im Bermudadreieck. Triff Gleichgesinnte am Gürtel. Dort stehen dir Tür und Tor offen, dich im Kreise angehender Akademiker volllaufen zu lassen. Außerdem kannst du mit der U6 fahren. Siehst du den Zusammenhang?
6. Vermeide die U6, wenn du nicht betrunken bist. Du wandelst zwischen Körpergerüchen und landest bei fehlender Körpergröße hin und wieder unter feuchten Achseln, während du nur darauf wartest, dass dich diese schrecklich langsame Bahn endlich ans Ziel bringt.
7. Bleib auf der Mariahilfer Straße niemals stehen! Natürlich willst du als Student die Welt verbessern, aber hier bist du zum Verhungern verurteilt, wenn du jeder Organisation deine Unterschrift gibst. Verhalte dich wie ein Wiener: wegschauen und zügig weiter gehen!
8. Solltest du doch zu viel gespendet haben, kannst du bei der Büchertauschbörse der ÖH, den offenen Bücherschränken und dem Kostnixladen wieder ein paar Euros sparen.
9. Hol dir für das gesparte Geld ein paar Dosen Bier und setz dich ins Museumsquartier. Das ist nicht nur wegen der Museen ein angesagter Ort. Wahlweise kannst du dich auch am Donaukanal oder in Parks betrinken, um dein Erspartes zu feiern.
10. Ist dir das zu unspektakulär, findest du kurzer Hand mit der App Bloom sicher ein Event, das dich interessieren könnte – von kostenlosen Open Air Feten bis zu Kunst- und Kulturveranstaltungen, ist alles dabei.
11. Um dir das dauernde Fortgehen leisten zu können, brauchst du einen Job. Vermeide Werbejobs und Spenden sammeln, sonst wirst du gezwungen Punkt 7 zu ignorieren, machst dich unbeliebt und verdienst auch noch schlecht. In diesem Beitrag findest du genügend Alternativen.
WARDA sucht auch immer fleißige Praktikanten für alle Bereiche, bewerben kannst du dich via Mail an jobs@warda.at.
12. Wenn du zwischendurch doch einmal auf der Uni vorbeischaust und dich vor lauter Kopfschmerzen nicht mehr auskennst, findest du bei deiner Studienvertretung hilfsbereite Leute, die dir den Einstieg erleichtern. Nimm die Möglichkeiten wahr, die dir die Uni bietet. Sie ersparen dir Zeit und Nerven. Pass nur auf, dass du nicht in den falschen WhatsApp-Gruppen landest.
13. Lach nicht über Langzeitstudenten, du könntest auch einer werden!
14. Um dem entgegenzuwirken, bieten dir die Universitätsbibliotheken und die Nationalbibliothek ein ruhiges Plätzchen, um ungestört zu lernen.
15. Ein ausgewogenes Frühstück ist wichtig für die Konzentration. Im Cafe Merkur oder dem Tunnel bekommst du sowas ziemlich günstig. Zu Mittag kannst du dann beim Wiener Deewan vorbeischauen, dort zahlst du nur so viel, wie dir das Essen wert war.
16. Solltest du in Versuchung geraten sein, über den Hunger zu essen, weil alles so billig war und willst jetzt die Pfunde wieder loswerden, dann bietet dir das USI eine breite Palette an sportlichen Aktivitäten zu fairen Preisen. Mit Video Clip Dancing kannst du dir dort zum Beispiel sogar den Grundstein für deine Youtube-Karriere legen. Oder schwimmen lernen, damit du nicht ertrinkst, falls du volltrunken in den Donaukanal springst.
17. Kaufe nicht am Naschmarkt ein, außer du hast Besuch von außerhalb. Du bist kein Tourist. Geh lieber auf den Brunnen- oder Meiselmarkt, schon allein aufgrund der günstigen Preise.
18. Nicht alles, was angesagt ist, liegt im Zentrum. Anschließend an den Brunnenmarkt liegt der Yppenplatz, perfekt für Freiluftafterhours und das Feierabendbier. Erkunde doch mal alle Ecken Wiens!
19. Sonntage sind häufig Katertage. Um eventuell Langeweile vorzubeugen, gibt’s im Schikaneder sonntags gratis Tatort-Kino.
20. Bist du eher soziopathisch veranlagt und siehst lieber zu Hause alleine fern, dann könnte bald die GIS vor deiner Türe stehen. Mach nicht auf! Niemals! Wenn du sowieso keinen Fernseher besitzt und auf Streamingdienste setzt, findest du hier eine neue Alternative – Zappn!
Mit diesen Tipps kannst du nun erfolgreich ins neue Semester starten! Verlinke deine Freunde, damit sie auch unsere coolen Tipps lesen können. Viel Erfolg auf der Uni!
Titelbild Credits: Pexels.com
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