Menschen, die Freigänger-Katzen besitzen, sind mit folgender Situation gut vertraut: Die Katze bringt gelegentlich kleine Tiere mit nach Hause, die sie während ihrer Streifzüge durch die Nachbarschaft erbeutet hat. Einige betrachten diese tierischen „Geschenke“ vielleicht als Zeichen der Zuneigung oder Geschenk. Allerdings ist die Message, die deine Katze dir mitteilen will, eine völlig andere. Welche das genau ist, erfährst du hier.
Katzenleben: der Mensch im Fokus
Auch wenn es so aussieht, als würden Katzen den ganzen Tag lang nur faul herumliegen und ihre Besitzenden lediglich auf die Funktionen irgendwelcher halb-ernstzunehmenden Bediensteter herunter dödeln, so haben die samtenen Vierbeiner uns Menschen genau im Blick. Zumindest laut dieser Theorie.
Katzen sind demnach bestens über uns Menschen informiert. Natürlich stalken sie nicht unsere Social Media-Accounts oder schauen des Nachts in unsere Kühlschränke, um sich über unsere Ernährung lustig zu machen. Nein, worüber sie Bescheid wissen, sind unsere motorischen Fähigkeiten und Verhaltensweisen. Sie verstehen natürlich, dass wir die Türen öffnen können und ihnen ihr Futter bereitstellen. Ganz nett, würde man meinen.
Maus als Geschenk von deiner Katze: was bedeutet das?
Doch im Grunde betrachten uns Katzen als zu langsam, zu unkoordiniert und vor allem als zu laut, um gute Jäger*innen sein zu können. Womit sie vermutlich recht haben – zum Glück für uns, sind wir nicht dazu gezwungen Jäger*innen sein zu müssen und können in den nächsten Supermarkt einkaufen gehen.
Da Katzen in einer Gemeinschaft leben, haben sie gelernt, erlegte Beute mit nach Hause zu bringen, insbesondere für Jungtiere oder schwächere Gruppenmitglieder, die eben selbst nicht (gut) jagend können. Und genau dieses Verhalten zeigt sich auch im Zusammenleben mit Menschen, so die Annahme.
Demnach schleppt die Katze uns also einen Vogel oder eine Maus an, weil sie möglicherweise annimmt, dass wir Menschen nicht in der Lage sind, selbst zu jagen.
Jagend lernen: das Katzen Tutorial
Das macht Sinn, wenn die Beute tot ist. Doch was, wenn diese noch am Leben ist? In diesem Fall – die ganz intelligenten Leser*innen erahnen es bestimmt – möchte uns die Katze das Jagen einfach beibringen. Uns trainieren, wenn man so will.
Denn sind die Katzenkinder groß genug, bringen die Elterntiere auch ihnen keine toten, sondern lebendige Mäuse mit, die sie selbst erlegen müssen. So werden diese auf die spätere Jagd vorbereitet. Und dieselbe Lehrstunde lassen die Katzen demnach auch uns Menschen zugutekommen. Da sie uns keine nennenswerten Jagdfähigkeiten zutrauen, wollen sie uns mit der lebenden Beute einfach trainieren.
Die Maus, ein Geschenk der Katze? — Leider nein!
Andere Quellen behaupten, dass es sich bei der Geschenk-Theorie um einen Irrglauben handelt. Denn der eigentliche Grund, warum Katzen Vögel oder Mäuse ins Haus bringen, ist der, dass sie sich zu Hause in Sicherheit fühlen und dort in Ruhe fressen können.
Gut zu wissen: Wenn die Katzen die Beute noch lebend nach Hause bringen, dann hat das meist damit zu tun, dass diese erst ein Jahr oder älter waren, als sie ins Freie kamen, erst dann die Gelegenheit hatten zu jagen, das Töten jedoch nicht gelernt haben. Und das, obwohl das Jagdverhalten angeboren ist. Ein „Geschenk“ ist das aber nicht, sondern liegt dieses Verhalten vielmehr in der Natur der Katze.
Und die lebende Beute? Auch diese hat die Katze wohl eher für sich selbst mitgebracht – für später, sollte Langeweile aufkommen. Da es draußen zu unruhig ist, ziehen sie es vor in Sicherheit mit ihrer Beute zu spielen, wo sie mit dem Terrain vertraut sind.
Fazit
Mittlerweile gibt es mehrere Theorien zu diesem Thema. Lange wurde angenommen, die mitgebrachte Maus sei ein Geschenk, als Dank für Streicheleinheiten oder Futter. Ein anderer Ansatz war, dass die Katze für die gefangene Maus ein Lob wollte. Bedeutet: ein besser schmeckendes Leckerli als Tauschmittel.
Doch viel wahrscheinlicher ist, dass wir bei fast all diesen Theorien lediglich unsere menschliche Sichtweise auf die Katzen projizieren. Denn am Ende macht es mehr Sinn, dass die Katze ihre Beute einfach im Schutze ihres Zuhauses verspeisen möchte. Wir tragen unsere Einkäufe schließlich auch zuerst nach Hause, bevor wir diese essen.
Titelbild © Shutterstock
DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN
Amazon frech wie eh und je - Jeff Bezos bittet die Öffentlichkeit um Spenden
Die Nachrichten um Amazon bewegen sich meist im Segment der Skandale. Wenig Positives zu berichten – sei es nun das Umgehen von Steuern, der Umgang mit den Mitarbeitern oder auch das Ausspähen von Kundendaten. Nach all den fragwürdigen Aktionen legt Jeff Bezos jetzt sogar nochmal nach.
30 Jahre Pride & ESC-Glitzer: Warum Wien 2026 das bunteste Jahr aller Zeiten wird
Wien, wir müssen reden. Wenn du dachtest, dein Terminkalender sei voll, dann hast du die Rechnung ohne 2026 gemacht. Dieses […]
Die 10 besten Orte, um in Wien für eine Prüfung zu lernen
Semesterende. Prüfungszeit. Jetzt gilt es den Fokus und die Konzentration noch einmal hochzuhalten, um in der finalen Phase für die […]
Diese 10 Filme geben ordentlich Gummi
Unzählige Debatten, wer wo und wann in den Medien nicht alles unterrepräsentiert ist. Doch nichts sieht man in Filmen so selten, wie das Kondom. In der Masse an Sex-Szenen, die uns cineastisch überfluten – mal mit ästhetisch höheren, öfter jedoch mit weit niederen Ansprüchen – geben die Darstellenden vielleicht ordentlich Gas, aber unserer Meinung nach zu wenig Gummi. Wie dem auch sei, hier eine bis zur redaktionellen Erschöpfung erarbeitete Filmliste passend zu diesem Thema.
State of the Union: Eheprobleme, verpackt in geniale Mini-Serie
Rosamund Pike und Chris O’Dowd brillieren als herrlich verschrobenes Paar vor der Trennung in Stephen Frears Mini-Serie State of the Union.
Rick and Morty geht in die 6. Season: Inzest-Aufreger und Ödipus-Szene
Die Kultserie über den verrückten Wissenschaftler und seinen Enkelsohn hat längst Kultstatus erreicht. Anfang September feierte die 6. Staffel ihr […]








